Nordostusa - Ostkanada

  • Die letzten Tage hatten wir kein so dicht gedrängtes Sightseeing-Programm. Von Quebec-City ging es durch die Pampa wieder zurück nach Amerika - stundenlanges Fahren durch flaches Gelände. Es war auch der erste richtige Regentag und es kühlte auf ca. 19° Celsius ab. In Ellsworth fanden wir ein echt nettes Motel. Von dort ging es dann am nächsten Tag nach Bar Harbor - ein kleiner Ort auf einer Halbinsel im Acadia-Nationalpark. Die Temperaturen stiegen wieder, die Wolken verzogen sich und so war es wieder Zeit für die Sonnenbrille. Nachdem wir gefrühstückt hatten und ein bisschen durch den Ort geschlendert sind, ging es auf Richtung Boston - die Sitzheizung vom Beifahrer funktioniert noch :-)


    Trotz ständiger Kontrolle der Tankanzeige, traf dann doch die Situation zu, dass wir mit relativ wenig Benzin im Tank keine Tankstelle fanden bzw. die einzige gefundene 15 min vorher bereits zugemacht hatte - und das noch dazu irgendwo im nirgendwo bei einsetzender Dämmerung. Als unsere Anzeige nur mehr 9 Meilen anzeigte, fragten wir schließlich jemanden. Die Frau war extrem nett und bot uns Rasenmäherbenzin an. Wir lehnten dankend ab und mit Hilfe ihrer Beschreibung rollten wir mit "3 Miles left" zur Tankstelle. Es war auch schon fast 22 Uhr und noch kein Motel in Sicht.


    Nächste Herausforderung: Motel in "nicht scary" Umgebung zu einem erschwinglichen Preis finden! Die Polizistin an der Tankstelle war auch nett und auf ihren Rat hin, fanden wir doch noch ein Motel, indem wir uns relativ sicher fühlten. Wie immer - "the very last room" - nicht buchungstechnisch, sondern gebäudetechnisch. Müde und erschöpft mussten wir aber reklamieren, da das Zimmer nicht sauber war.


    Nach diesen geglückten Herausforderungen gönnten wir uns noch einen Margarita und buchten noch die letzten zwei Nächte, bevor wir sagen konnten "Gute Nacht John Boy" ;-)

  • Eigentlich stand an diesem Tag Boston auf dem Programm. Da wir von der Sonne geweckt wurden ;-) beschlossen wir kurzfristig unsere Pläne zu ändern. Da wir bereits sehr viele Städte gesehen hatten und unsere Füße schon asphaltmüde waren, beschlossen wir, Boston auszulassen und nach Cape Cod an den Strand zu fahren. Die Fahrt zog sich dann doch länger hin als geplant und wir checkten gleich mal im Motel ein, um die Füße kurz hoch zulegen.


    Die Tagesaufgabe bestand darin: "Finde einen Strand mit Parkmöglichkeit innerhalb einer halben Meile." - Getan - gefunden - aber leider war der Parkplatz schon zu. Bei unserer Suche nach einem Lokal am Meer, wurden uns auch einige Steine in den Weg gelegt ...die Küstenstraße erinnerte uns eher ans "Death Valley". Schließlich und endlich fanden wir ein Lokal "Sundancer", das zwar am Wasser, aber nicht am Meer lag. Nach einem guten Drink und einem Sundancer-Burger ergriffen wir aufgrund der "Live-Reggae-Band" die Flucht.


    Auf gings in unseren - wieder mal - very last room at the end of the motel.


    Voller Tatendrang begannen wir heute unseren Rückweg nach New Jersey. Dabei durfte natürlich ein Besuch der Elite-Universität in Yale (New Haven), die sich über ganze Häuserblöcke erstreckt, nicht fehlen. In der alten und neuen Bibliothek deckten wir uns mit Literatur für den Nachhauseweg ein ;-) und so schleppten wir unsere Errungenschaften über den alten Campus zum Auto.


    Aufgabe des heutigen Tages: staufrei durch New York


    Trotz eines mehrfach ausgezeichneten Navis (Ulli) schafften wir es nicht komplett, die Staus zu umfahren und so brauchten wir doch eine gewisse Zeit und Highwayanzahl (dabei kamen wir durch 4 der 5 Boroughs von New York: Bronx, Queens, Brooklyn und Staten Island), um unser vorgebuchtes Econo Lodge Hotel in Mount Laurel (etwas außerhalb von Philadelphia) zu erreichen.

  • Philadelphia (liebevoll auch Phylli) genannt, hat uns positiv überrascht. Die Stadt ist überschaubar, sauber, wenig Verkehr und die Architektur von alten und neuen Hochhäusern passt optimal zusammen. Wir machten uns zu Fuß auf zum Love Park - da sahen wir einen lila Trolley, der bei 27 Stationen Halt macht. Um nur 5 Dollar bekommt man hier ein Tagesticket und kann so eine extrem günstige Hop on - Hop off - Tour durch Philly machen. Wenn ich mich recht erinnere, kostet ein Ticket für die ganze Familie auch nur 10 Dollar. Allzuviel gibt es aber eh nicht zu sehen und so wurde es Zeit, etwas in unseren Magen zu bekommen. Nach etwas Suchen fanden wir ein Irish Pub mit einem kleinen Gastgarten. Parkt man das Auto in der Parkgarage bei der Indepence Hall und hat ein Ticket vom Trolley (Splash oder so ähnlich) so kann man sich auch Parkkosten sparen und zahlt nur 10 Dollar. Am Abend ging es dann noch zum Geocachen und in ein Nail Spa.


    So haben jetzt unsere Koffer gepackt und morgen gehts ab nach Hause!
    Es wwar wieder ein fantastischer Urlaub mit vielen vielen Erlebnissen!