5 Wochen in Cape Coral am Pool

  • 5 Wochen Florida-Urlaub vom 05.05.-09.06.2009
    Die erste Woche vom 05. Mai bis 11. Mai


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    Dienstag, 05.05.09
    Der Flug mit „Air Berlin“ geht von Düsseldorf nach Fort Myers / Florida. Der Flieger startet pünktlich und der Flug ist relativ ruhig. In Fort Myers auf dem Flughafen RSW landen wir ebenfalls pünktlich und freuen uns, endlich wieder amerikanischen Boden unter den Füßen zu haben. An der Vermietstation bei Alamo erledigt Jürgen am Schalter die Formalitäten und in der Choiceline wählen wir einen weißen Toyota RAV 4. Die erste Tankstelle unterwegs zeigt den aktuellen Spritpreis: $ 2,09 per Gallone.


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    Von Fort Myers geht es nach Cape Coral. Beim Publix, dem Supermarkt „an der Ecke“, kauft Jürgen erstes Proviant und eisgekühltes Bier. Essen „for to go“ gibt es bei Mäcces und mit Einbruch der Dunkelheit geht es in unser beleuchtetes Feriendomizil Villa Piano.


    Den Hausschlüssel finden wir in einem am Haus befestigten Key-Safe, welcher sich nach Eingabe eines Codes öffnet. Das Betreten eines Ferienhauses ist immer ein spannender Moment: alle Zimmer und insbesondere der Pool werden in Augenschein gekommen. Entspannung gibt es bei den ersten amerikanischen Burgern und beim Bier. Übermüdet geht es früh ins Bett; vorher wird schnell noch ein Foto vom kunstvoll drapierten Bett für das Familienalbum gemacht: so schön werden wir es in den nächsten Wochen nicht herrichten.


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    Mittwoch, 06.05.09[/b]
    Trotz des Jetlags gelingt es uns, bis 6.00 Uhr morgens im Bett zu bleiben; in DE ist es schon 12.00 Uhr mittags. Dann wird Kaffee gekocht und diesen trinken wir draußen auf der Terrasse mit Blick auf den Pool und der großen Kanalkreuzung. Der erste neue Morgen in Amerika ist auch immer schön. Bei Sonnenaufgang freuen wir uns auf die fünf vor uns liegenden Wochen.


    Die Koffer werden ausgepackt und die Inhalte im Haus verstaut. Jürgen erledigt unseren „Eintreff-Anruf“ bei der Ferienhausverwaltung Floridasonne. Die kündigen die Ankunft einer ihrer Mitarbeiter an, der sich auch prompt telefonisch bei uns meldet und zur Abnahme und zum Stromablesen kommt. Einige von uns gewünschten Korrekturen notiert er sich und delegiert diese an einen „Handyman“, sozusagen ein Mann für alle handwerklichen Fälle. Der Handyman hat sich für 14:00 Uhr angemeldet. Wir fahren zunächst ins „Home Depot“ und kaufen einen Duschschlauch, welchen wir installiert haben möchten: der Duschkopf im Ferienhaus steckt direkt unter der Decke und wir möchten es etwas komfortabler.


    Mittlerweile ist es Mittag, wir haben heute noch nicht gefrühstückt und nun Hunger; diesen stillen wir bei Rib City an der Ecke Pine Island Rd. / Santa Barbara Blvd. In Windeseile geht es zurück zum Haus, um den Handyman rein zu lassen.


    Bob, der Handyman ist aufgeschlossen und wir kommen locker ins Gespräch. Anschließend fahren wir zu Publix, um den ersten Großeinkauf zu starten und irgendwie haben wir am ersten Urlaubstag schon Stress. Nach dem Einkaufen wird es nur noch gemütlich.


    Donnerstag, 07.05.09
    Jürgen hat heute Geburtstag. Ich bin als Erste auf, koche Kaffee und mache Frühstück. Als Geschenk erhält Jürgen einen „Leatherman Core“ von mir, das ist schon mal ein Multi-Tool für unseren bevorstehenden Campingurlaub im August / September 09.


    Nach dem Frühstück kommt fast schon wieder Stress auf: heute ist ein Forumstreffen des www.usa-forum.at am Coquina Beach auf Anna Maria Island. Haben im Vorfeld nicht realisiert, dass die Anfahrt so lange dauern wird. Wir brechen gegen 12.00 Uhr auf, fahren von Cape Coral die Burnt Store Rd., also die SR 765, bis Punta Gorda und stoßen dort auf den Tamiami Trail, welcher gleichzeitig der US-Highway 41 ist. Es ist Mittagszeit und der kleine Hunger meldet sich. Wir kehren im Burnt Store Cafe ein; wo es griechisches Essen gibt. Das Geburtstagskind bestellt sich eine Gyros-Pita und für mich gibt es einen Salat. Das Cafe ist um diese Zeit sehr gut besucht und es ist direkt am Ende der SR 765 / 3941 Tamiami Trail, an deren Kreuzung sich „Publix“ und „Home Depot“ befinden.


    Die Fahrt geht weiter, wir halten noch hier und dort zum Tanken, Kaffee-Pause und machen einen Fotostopp in Sarasota.


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    Gegen 16.00 Uhr sind wir relativ pünktlich am Treffpunkt. Am Strand ist ein großes Hallo und gegenseitiges Vorstellen. So kommen alle ins Gespräch. Bei bestem Sommerwetter gibt es Köstlichkeiten vom Grill und kühle Getränke. Wir lieben Forumstreffen. Gegen 19.00 Uhr treten wir die Heimfahrt an, welche ohne Pause zwei Stunden dauert.


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    Zu Hause angekommen, lassen wir den Tag Revue passieren und beim Geburtstags-Sundowner auf der Terrasse ausklingen.


    Freitag, 08.05.09
    Endlich genießen wir den ersten wirklichen Urlaubstag: im Pool schwimmen, Sonne tanken, Lesen und Faulenzen. Es ist sommerlich heiß und die Temperaturen erreichen 30 ° Celsius. Spätnachmittags machen wir uns landfein und entscheiden uns für ein Abendessen im Olive Garden in Cape Coral. Hierbei handelt es sich um eine Restaurantkette, die wir bisher in den USA noch nicht aufgesucht haben. Der Laden ist gegen 18.00 Uhr bruchvoll und dementsprechend hoch ist der Geräuschpegel; dafür schmeckt das Essen ausgezeichnet.


    Unser Abendprogramm: auf der Terrasse am Pool sitzen mit Blick auf den Kanal und sich des Lebens freuen.


    Samstag, 09.05.09
    Morgens bin ich immer als Erste auf und freue mich auf einen Kaffee auf der Terrasse. Nach dem gemeinsamen Frühstück wird gefaulenzt, geschwommen, gesonnt und landfein gemacht.


    Bei schönstem Sonnenwetter fahren wir nach Matlacha. Matlacha ist einer der fünf Gemeinden von Pine Island und ist von Cape Coral aus über die Pine Island Road zu erreichen. Die Ortschaft zählt knapp achthundert Einwohner. Wir möchten nur einen Hauch „easy going“ dieses bunten Örtchens einfangen und gehen einer unserer Lieblingsbeschäftigungen nach: wir fahren durch die Straßen von Matlacha und schauen uns den „American Way of Life“ an. Manche Anwesen sind liebevoll gepflegt und individuell, viele Häuser stehen leider leer und zum Verkauf an oder sind einfach unbewohnt. Wir fotografieren einige ausgefallene Briefkästen und entdecken ein Dome-Haus. Dieses fasziniert uns sehr, weil wir 2005 in Sedona für eine Woche mal eines gemietet hatten.


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    Das Dome House auf Matlacha


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    Nach dieser Besichtigungstour fahren wir zum Outback Steakhouse, das samstags schon um 15.00 Uhr aufmacht. Als Vorspeise nehmen wir die leckeren „Bloomin’ Onions“, Ribs für Jürgen und ein Chicken mit Reis für mich.


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    Sonntag, 10.05.09
    Mother’s Day in den USA. Das bedeutet auch überfüllte Restaurants und lange Wartezeiten. Wir genießen das Schwimmen im Pool sowie das Lesen und Relaxen im Liegestuhl. Zum Abendessen braten uns ein Rindersteak und dazu gibt es leckere Beilagen und würzige Steaksaucen.


    Montag, 11.05.09
    Shuttlestart in Cape Canaveral. Zu Hause haben wir uns gefreut, dass der Start in unsere Urlaubszeit fällt, falls keine technischen Mängel für eine Verschiebung des Starts eintreffen. So haben wir ursprünglich geplant, uns in Titusville zu positionieren und das Spektakel mitzuerleben. Des Weiteren war eine Übernachtung in Orlando vorgesehen, um Disney Celebration anzuschauen. Vor Ort in Cape Coral entscheiden wir uns wegen der stressigen Anfahrt, nicht zu fahren. Im Nachhinein ist das eine gute Entscheidung: mittags haben wir 32 C° und somit den ersten heißen Tag in Florida. Wir nehmen ein spätes Mittagessen bei Uno Chicago Grill ein und verbringen den restlichen Nachmittag mit Shopping, Pool und Ausruhen.


    Am frühen Abend ruft unser amerikanischer Nachbar von seinem Grundstück herüber. Er hat sein Haus im letzten Jahr gekauft und sich nun ein Bootsdeck für $ 40 000 bauen lassen. Heute will er für die Arbeiter eine Party geben und lädt uns nun dazu ein. Jürgen nimmt die Einladung an.


    Hier Foto von dem neuen Bootsdeck.


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    Fortsetzung folgt.... :huhu:

    LG, Ellen


    Wirklich reich sind nur die Leute, die mit der Zeit nicht sparen müssen.


    ( Ernest Claes )

  • Tolle Foto`s liebe Elfie, :huhu:


    man sieht Du hast den Blick für`s wesentliche........... :wow:


    ausserdem recht lesenswerter Reisebericht, macht schon wieder Lust auf.............. :hot:


    Servus und Gruß aus MUC, klaus54 :chill:

  • Toller Bericht Ellen und ich fand es ganz toll, dass ihr so kurz nach eurer Ankunft zu dem Treffen nach Anna Maria gekommen seid. Ja es macht immer wieder Spass Forumstreffen zu besuchen und so die Forumsmitglieder auch persoenlich kennen zu lernen. :bravo::huhu:

  • elfie60 und Bob in Cape Coral


    5 Wochen Florida-Urlaub vom 05.05.-09.06.2009
    Die zweite Woche vom 12. Mai bis 18. Mai



    Dienstag, 12.05.09
    Heute wollen wir nach Sanibel-Captiva Island und kommen nur bis zum Tanger Outlet. Dort Shoppen wir ausgiebig und sparen uns Sanibel für das nächste Mal auf. Auf dem Rückweg kehren wir zu einem verspäteten Mittagessen in die Pizzeria Starz wieder in Richtung Fort Myers ein.

    Wieder zu Hause werden die Einkäufe verstaut und wir genießen das Floridawetter in vollen Zügen.


    Mittwoch, 13.05.09
    Wir sind sehr faul und genießen das auch. Nachmittags raffen wir uns auf und fahren mal wieder zu der kleinen Insel Matlacha, um dem Ort noch mehr Aufmerksamkeit zu widmen. Bei näherer Betrachtung fällt uns auf, dass es kleine Buden gibt, die frischen Fisch und Meeresfrüchte verkaufen, und diese auch in einem angrenzenden Imbiss direkt zum Verzehr anbieten. Das haben wir die Jahre vorher gar nicht beachtet. Auffällig sind die vielen individuellen Kunstläden sowie vielerlei bunt hergerichteter Trödel, der am Straßenrand steht und das Auge des Betrachters auf sich zieht. Einfach schöne Hingucker, überall.


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    Wir kehren in Moretti's Seafood Restaurant ein. Die Außenterrasse lädt zu einer Brise ein und gibt den Blick auf den Matlacha Pass frei. Während wir auf unser Essen warten, sehen wir einen Delphin durch den Pass schwimmen. Den ersten in Florida überhaupt. Als Dessert entscheiden wir uns für einen sehr leckeren Key Lime Pie.


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    Am Nachmittag gibt es einen Regenschauer. Somit hat die Regenzeit begonnen.


    Donnerstag, 14.05.09
    Nach einem leckeren Frühstück bei Mäcces fahren wir erstmalig an den kleinen Mini-Strand am Caloosahatchee River in Cape Coral. Der Strand befindet sich im "Yacht Club Community Park" am Ende des Driftwood Parkway und ist an diesem Mittwochvormittag relativ schwach besucht; auch auf dem Angelpier ist noch wenig Betrieb. Wir beurteilen den Strand als überraschend gut und sind der Meinung, dass er für einen Strandbesuch für „Sonnetanken zwischendurch“ und „Buddeln im Sand mit Kleinkindern“ ausreicht. Ein mit einem Sonnensegel überdachter Spielplatz, BBQ-Grills, Bänke, eine Bootsrampe und eine Angelpier laden zum Aufenthalt ein; Toiletten und Umkleideräume sind vorhanden. Angrenzend befindet sich eine kleine Strandbude mit diversen Erfischungen. Parkplätze sind unmittelbar und in wenigen Gehminuten ausreichend vorhanden. Gegenüber befindet sich eine Tennis- und Squaschanlage, die an diesem Morgen überwiegend von Frauen frequentiert ist.


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    Beim Durchfahren dieses älteren Wohnviertels von Cape Coral entdecken wir das Viertel „Little Italy“ und den Italienischen Supermarkt Paesano, der auch ein kleines Restaurant beherbergt. Wir sind noch satt vom Frühstück, heben uns den Restaurantbesuch für einen späteren Zeitpunkt auf und nehmen den Supermarkt in Augenschein. Dieser hat ein vielfältiges Angebot an italienischen Spezialitäten und wir machen gerne Gebrauch davon.


    Spätnachmittags fahren wir nach Matlacha. Dort angekommen ziehen dunkle Wolken auf und es gibt einen heftigen Regenschauer mit einem anschließend schönen farbigen Himmel. Bei unserem letzten Besuch in Matlacha ist uns das Sandy Hook Fish & Ribhouse aufgefallen. Es hat zwar keine Außenterrasse, dafür können wir bei dem Regen das „Waterfrontdining“ im Inneren genießen. Die Webseite verspricht: „…where you can see dolphins playing.“ Wir sehen zwar nur einen einzigen, aber immerhin. Wir witzeln, ob der Delphin, den wir gestern bei Moretti`s gesehen haben, heute hier seinen Einsatz hat. Das Essen ist ausgezeichnet und wir genießen leckere Fischgerichte. Im Restaurant ist erst wenig Betrieb, auf einmal strömen die Gäste in das Lokal. Es lässt sich zunächst nicht klären, ob das auf den Regen und dem Gewitter zurückzuführen ist. Die große Anzahl der Servicekräfte deutet allerdings auf die Qualität des Lokals hin. Hier wird ebenfalls ein empfehlenswerter Key Lime Pie serviert.


    Der dramatische Himmel vom Parkplatz des Restaurants aus.


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    Die schöne Verzierung wird natürlich mitverzehrt.


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    Freitag, 15.05.09
    Wir passen uns der Regenzeit an. Im letzten Jahr war es im Juni so, dass nachmittags Schauer und Gewitter kamen. Darauf konnten wir uns einigermaßen verlassen. In diesem Jahr ist es anders: mal schauert und gewittert es morgens, mal mittags, mal nachmittags oder nachts. Also passen wir uns an und gehen tagsüber bei Unwetter gerne mal ein oder zwei Stündchen ins Internet. Das gehört für uns zum Relaxen dazu. Und wir lieben und pflegen unsere Faulheit.


    Dennoch kommt aber heute noch der Zeitpunkt, bei dem wir in den Pool springen und uns von der Sonne bräunen lassen. Das Abendessen gibt es später in Bubba's Roadhouse & Saloon. Das Essen ist in gewohnter Klasse und die Sicht auf den Feuer speienden Grill grandios.


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    Und weil es direkt neben „Bubba’s“ liegt und schon viele Autos davor parken, will Jürgen mal einen Blick hinein werfen: in den German American Social Club So warte ich im Auto und nach zehn Minuten kommt er wieder heraus und gibt mir ein Feedback: der Club-Präsident hat ihn begrüßt, herum geführt und ihm alles gezeigt. Außerdem hat Jürgen ein altes Ehepaar wiedergetroffen, das wir vor elf Tagen auf dem Hinflug nach Ft. Myers gesprochen haben. Lange Rede, kurzer Sinn: ich soll jetzt auch rein kommen, die beiden Oldies bitten uns an ihren Tisch.


    Im Clubeingang ist eine Kasse eingerichtet und Non-Members wie wir zahlen $ 4. Etwa hundert Seniorinnen und Senioren sitzen an den vielen Tischen verteilt in gemütlicher Runde oder tanzen auf der Tanzfläche zu der Musik, die ein Alleinunterhalter bietet. Das Durchschnittsalter der Anwesenden liegt bei siebzig Jahren und aufwärts. Bis 19:00 Uhr kann man noch zu Abendessen; Verzehrmarken dazu können bei einem Clubmitglied erworben werden, welches an einem Tisch eine Kasse eingerichtet hat.


    Wir sitzen mit den uns bereits bekannten Oldies, beide Anfang achtzig, und einem mit ihnen befreundete Ehepaar, einer Deutschen und einem Amerikaner, beide Ende sechzig, zusammen. Unsere Tischrunde ist sehr gesellig und wir kommen ins Gespräch. Viele Leute begrüßen unsere Tischgenossen im Vorbeigehen oder halten ein kurzes Smalltalk mit ihnen. Die Stimmung ist allgemein sehr gut und auf mich hinterlässt der Besuch im Club einen sehr guten Eindruck. Positiv ist hier vorrangig die Aufgeschlossenheit der Besucher, zumeist „Mischehen“ zwischen Deutschen und Amerikanern. Alle sind chic gekleidet


    Sehr beeindruckt hat mich die Wandlung der älteren Dame, die ich bereits vorher am Flughafen Düsseldorf kennen gelernt habe. Sie ist krank und alt, das war ihr in Düsseldorf deutlich anzusehen. Ihr Mann, ganz nebenbei, ist äußerst attraktiv, gutaussehend und braun gebrannt; so wie der Ken von Barbie nur eben im Seniorenalter. Besagte Seniorin ist jedenfalls heute Abend nicht wieder zu erkennen: die Kleidung ist Ton in Ton und mit den Ohrringen und Schuhen farblich abgestimmt, dazu ist sie dezent aber perfekt geschminkt und die Sonne hat ihrem Gesicht einen schönen Teint gebräunt. Beide tanzen als strahlendes Paar mehrfach zu ihren gespielten Lieblingsliedern und ein bisschen verliebe ich mich in das leuchtende Bild, das sie abgeben.


    Samstag, 16.05.09
    Am heutigen Samstag sind wieder dunkle Wolken am Himmel. Wir gehen den Tag mit einem ausgiebigen Frühstück an und lassen uns am Pool treiben.


    Weil der Supermarkt vorgestern schon so viel versprechend war und es uns nach den italienischen Momenten im Leben gelüstet, wollen wir heute bei Paesano essen. Beim Betreten entpuppt sich das Lokal als einfaches „Outdoor Patio Cafe“ mit Plastikgeschirr und Plastikbesteck. Das Ganze hat nun eher Imbiss-Niveau, aber da wir nun mal hier sind, wollen wir es auch ausprobieren. Jürgen bestellt sich eine „Combo Beef & Sausage“ und für mich gibt es Lasagne und Chianti „By the glass“. Letzterer wird allerdings im Plastikbecher serviert und Jürgen zieht mich auf: Chianto-Plastiko. Dafür ist meine Lasagne mehr als lecker und sehr zu empfehlen. Wir beobachten, dass viele Kunden etwas für „to go“ abholen. Der krönende Abschluss unseres Mahls ist ein frisch gebrühter Espresso, der wiederum stilecht in kleinen Porzellantassen serviert wird.


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    Im Publix erledigen wir unseren Wochenendeinkauf und wieder zurück im Ferienhaus genießen wir die viele freie Zeit am und im Pool.


    Sonntag, 17.05.09
    Heute legen wir einen Gammeltag ein und fahren nicht raus. Haus, Pool und mitgebrachte Lektüre bieten genug Abwechslung und wir genießen unser „homemade“ Abendessen daheim.


    Montag, 18.05.09
    Der Morgen ist grau in grau und es regnet. Dabei haben wir heute mit "Absolute", den Eheleuten "Cabrio" und Familie "Blau und Weiß" ein Forumstreffen, das bei uns in der Villa Piano bzw. auf der Terrasse stattfinden soll. Wir verbringen den Vormittag mit Saubermachen, Aufräumen und Vorbereitungen. Für ein ausgiebiges Frühstück fehlt uns die Muße. Mittags fahren wir zu Mäcces, essen einen Happen und kaufen bei Publix die letzten Kleinigkeiten ein.


    Ein gelegentliches Stoßgebet mit Blick zum Himmel nützt nichts. Alles muss wegen des Regens drinnen stattfinden. Das tut dem Treffen am Nachmittag keinen Abbruch: alle sind bester Laune und zum Thema „Florida“ kann jeder etwas beisteuern. Die Männer drehen eine Runde mit dem Cabrio Mustang eines Foris und schließlich sitzen wir am Ende doch alle draußen auf der Terrasse unter dem Lanai. Die Zeit vergeht wie im Flug und schade, dass alle irgendwann dann doch fahren müssen.


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    Fortsetzung folgt....

    LG, Ellen


    Wirklich reich sind nur die Leute, die mit der Zeit nicht sparen müssen.


    ( Ernest Claes )

  • Schön, wenn es Euch gefällt und Ihr dabei bleibt.
    Die Kamera ist eine "Panasonic DMC-TZ5".



    5 Wochen Florida-Urlaub vom 05.05.-09.06.2009
    Die dritte Woche vom 19. Mai bis 25. Mai 09


    Dienstag, 19.05.09
    Auch heute Morgen präsentiert der Himmel ein graues, verregnetes Wolkenband. So ist unser Ziel heute eine Shopping-Tour über die Interstate 75 ins Outlet Miromar. Kaum dort angekommen, treffen wir noch ein Forumsmitglied, Heike "Blau und Weiß", unseres gestrigen Treffens mit ihrem Sohn. Was für ein Zufall. Wir halten kurz Small-Talk und jeder geht seiner Shopping-Wege: Outlet ist anstrengend.


    Für die Rückfahrt nehmen wir die US 41. Jürgen schaut sich bei Best Buy etwas „Computertechnisches“ an und anschließend fahren wir zu American Automobile Association in Fort Myers, dem amerikanischen Automobilclub. Dort holen wir uns Straßenkarten und Campbooks für die geplante Womo-Tour im August / September 2009.


    Auf der Heimreise kommt die Überlegung auf, was essen wir, wo und heute. Müde vom Shoppen und Herumfahren entscheiden wir uns für eine „Pizza for to go“. Eine Meile von unserem Haus kaufen wir eine Pizza mit Käse und eine mit Salami bei "Little Caesar's Pizza“ an der Ecke Cape Coral Pkwy und Chiquita Blvd, beide in „Large“ und im Angebot. Die Pizzen sind wirklich sehr large! Zu Hause machen wir uns darüber her und nachdem der Hunger gestillt und mit einem kalten Bier gelöscht ist, landet der Rest im Froster als Snack für Zwischendurch.


    Gut, dass wir ein Dach über dem Kopf haben und heute nicht mehr raus müssen: Regen, Donner und Blitze bescheren uns ein wahres Schauerwetter. So verstauen wir unsere Einkäufe und machen es uns gemütlich. Später am Abend spielen wir eine Partie Skip Bo, ein Kartenspiel, dessen Ziel es ist, als erster seinen Kartenstapel abzulegen. "Skip Bo" haben wir in den USA auch schon als Mitbringsel verschenkt, kaufen kann man es bei Toys "R" us.


    Mittwoch, 20.05.09
    So richtig schönes Ausflugswetter haben wir heute Morgen immer noch nicht. Wir sind beide zu faul zum Frühstückmachen und weil wir trotzdem hungrig sind, entscheiden wir uns für ein Breakfast außer Haus. Die Auswahl ist groß und wir fahren zu Denny's am Del Prado Boulevard, weil wir dort in der Gegend auch anschließend Shoppen wollen. Aus dem Einkaufsbummel wird es nichts. Als wir nach dem Frühstück zwecks Weiterfahrt im Auto sitzen, regnet es wie aus Kübeln und wir fahren nach Hause. Schön, dass wir so flexibel sind.


    Der Rest des Tages steht für jeden von uns zur freien Verfügung, wobei das tägliche Schwimmen im Pool und ein Sonnenbad immer mit dazu gehören. Beobachtet werden wir dabei regelmäßig von den vielen Geckos, die sich ein Sonnenplätzchen am Screen suchen.


    Donnerstag, 21.05.09
    Heute wollen wir uns die Wohnviertel von Cape Coral näher anschauen.



    In unserer Straße kommen wir immer an einem unbebauten Grundstück vorbei, wo sich die für diese Stadt berühmten und charakteristischen Burrowing Owls in einer Erdhöhle einen Nistplatz eingerichtet haben. Wegen dieser kleinen Höhlen, die meistens vorher unter anderem von Schildkröten oder Gürteltiere gebuddelt werden, nennt man die Eulen auch Kanincheneulen. Die Eulen stehen unter Naturschutz und während der Brutzeit darf dort zum Ärger der Bauherren nicht gebaut werden. Wenn man einmal so einen Eulennistplatz in Cape Coral gesehen hat, fallen aufmerksamen Beobachtern auch viele weitere in den Wohngebieten ins Auge. Oft sieht man so zwei oder drei halbe bis einen Meter lange Sitzstangen auf einem kleinen Sandhügel auf einer Wiese, auf denen sich die Eule platzieren. Mit sicherem Abstand beobachten wir „unsere“ Eulen mit ihrem Nachwuchs und machen diskret Fotos fürs Familienalbum.





    Während unseres dritten Floridaurlaubes in Cape Coral fallen uns hier die Folgen der Bankenkrise auf: vor jedem 3. Haus steht ein Verkaufsschild auf dem Grundstück. Viele Häuser stehen offensichtlich schon leer, weisen zerstörte Fensterscheiben auf, oder es liegt Unrat am Haus. Manche Prachthäuser stehen noch im Rohbau und wucherndes Unkraut bis an die Mauern zeugt vom aktuellen Baustillstand.


    Hier ist ein schöner Briefkasten von unserer Rundfahrt durch Cape Coral:



    Nach einem schönen Urlaubstag wollen wir den Tag mit einem italienischen Essen bei Carrabba's an der Pine Island Road ausklingen lassen. Gegen 17:30 Uhr ist dort noch nicht viel los. Also drehen wir erstmal wieder eine Runde bis Matlacha, schauen uns dort ein Haus an und fahren noch mal zu „Carrabbas“. Der Parkplatz ist immer noch nicht so gefüllt, wie wir es kennen.


    Demnach fällt unsere Wahl für heute auf Shrimp Shack in der Nachbarschaft von "Carrabba's". Das Lokal ist bestens besucht, viele Gäste sind so wie wir im „Mittelalter und drüber“. Es gibt Early-Bird-Preise. Und Margaritas für $ 1,- Da können wir nicht widerstehen. Das Essen ist lecker, aber es gibt viel Frittiertes und das kann man nicht jeden Tag essen.


    Den Abend beschließen wir mit einem Sundowner auf der Terrasse und später am Abend mit einer Runde „Skip Bo“.


    Freitag, 22.05.09
    Weil schlechtes Wetter angekündigt ist, lungern wir fast den ganzen Tag im Haus und im Poolbereich herum. Das Unwetter bleibt aber erstmal aus. Gegen Abend fahren wir zu „Carrabbas“, welches um diese Uhrzeit schon sehr gut besucht ist. Wir bekommen einen Platz mitten im Lokal und im Gewimmel, was nicht so mein Fall ist. Dafür gibt es viel zu gucken: die offene Küche ist von den Service-Kräften umringt und alle flitzen hin und her, um die Gäste zu bedienen. Lecker ist vorweg immer der Gruß aus der Küche: ein angemachtes Kräuteröl mit frischem, warmen Brot. Wir teilen uns eine Portion leckere Calamaris als Vorspeise. Die Hauptmahlzeiten sind auch von Genuss


    Im Anschluss fahren wir zum Einkaufen; so allmählich muss man an die Lieben zu Hause denken.


    Samstag, 23.05.09
    Der heutige Samstag beginnt mit Sonnenschein. Nach dem Frühstück fahren wir gen Süden bis Fort Myers Beach. Unten am Wasser angekommen, ist im Zentrum schon reges Verkehrsaufkommen: das Memorialwochenende steht bevor. Etwas weiter südlich ist nicht so viel Betrieb und wir finden ein schönes Plätzchen am Strand.













    Nach einem Sonnenbad fahren wir zum Estero Beach und von dort bis Naples mitten ins luxuriöse Stadtzentrum. Dunkle Wolken ziehen auf. Wir fahren mehrere Strandzugänge an und finden auch hier ein Plätzchen zum Verweilen. Anschließend besichtigen wir das pompöse Villenviertel von Naples.










    Das Villenviertel











    Den Abschluss machen wir bei Michelbob's Ribs Restaurant in Flughafennähe von Naples. Das ist auch gut so, weil dieses urige bei uns sehr beliebte Steakhouse vom 24.05.-08.06. Betriebsferien hat und wir dann schon wieder auf gepackten Koffern sitzen. Bei "Michelbob's" waren wir erstmalig 1998 mit unseren Freunden und immer, wenn wir in der Gegend sind, kehren wir gerne dort ein.





    Das Wetter hält bis auf gelegentlich dunkle Wolken den ganzen Tag stand und entlädt sich spätabends zu einem kräftigen und kurzen Gewitter.


    Sonntag, 24.05.09
    Strahlender Sonnenschein und wieder liegt ein langer Floridatag vor uns. Wir lassen uns von Prospekten inspirieren und fahren zum Frühstücken nach Cape Coral Downtown zu Annie's Restaurant. Diesen Gedanken haben an diesem Morgen viele Leute und im Lokal ist es voll. Wir bekommen einen Platz und hausgemachtes Frühstück. Statt für „Fries“ entscheide ich mich ausprobierfreudig für Grits, in der Annahme, dass dieses wohl keine Grütze sein wird. Ist es aber doch, und diese schmeckt so, wonach es aussieht: farblos.


    Cape Coral Downtown ist für Kenner das eigentliche Herzstück der Stadt. Freitags und Samstags werden Trolleyfahrten durch den alten District angeboten. Also fahren wir am heutigen Sonntag mit unserem Auto auf eigene Faust durch Downtown. Der Charme vergangener Tage ist sichtbar und bei entsprechendem Sonnenlicht wirkt der abgeblätterte Glanz nostalgisch.


    Die Statue des "Big John" erinnert als Wahrzeichen an das "Big John's Shopping Center" aus längst vergangen Zeiten.



    Das Sonntagsmorgenwetter ist fantastisch und wir fahren zum Strand in Cape Coral, um zu sehen, wie bevölkert dieser an einem Sonntag ist. Gegen 11:30 Uhr tummeln sich hier Familien mit Kleinkindern, Cliquen junger Leute und Paare. Im Gegensatz zu den Wochentagen ist heute reger Betrieb und die Badetouristen liegen schon dicht an dicht. Junge Männer haben einen Minigrill aufgebaut und braten Hot Dogs. Ein großer mit einem Sonnensegel überdachter Spielplatz lädt die kleinen Badegäste zum Spielen ein. Ein Cafe mit einer Sonnenterrasse gibt den Blick auf den buntgedrängten Strand und die nebenstehende Pier frei, hier tummeln sich schon Angler.









    Unsere Spazierfahrt führt uns durch das Wohngebiet des alten Teils im Südwesten von Cape Coral. Teilweise sehen wir schöne alte, kleine Villen, aber auch weniger gepflegte Anwesen mit dem traurigen Glanz vergangener Tage.


    Weiter geht unser Sonntagsausflug von Downtown über den Del Prado in den Beachparkway und dort am Ende der Straße in den Jaycee Park. Direkt am Caloosahatchee-River befinden sich unter schattigen Bäumen Grill- und Picknickplätze. Hier ist es ruhiger und dieser Ort ist überwiegend von Menschen älteren Semesters besucht. In der Mitte des Parks befindet sich ein großer Rasen mit einem Spielplatz und Toiletten. Umrahmt wird das Ganze von einem gepflegten Wohngebiet, in dem viele Apartmenthäuser stehen. Wir suchen uns einen Picknickplatz und genießen die Stimmung mit Blick auf das Wasser. Hin und wieder sieht man Catfische springen und auf einmal macht ein Rochen einen Luftsprung aus der Mitte des Flusses.


    Die letzten Eindrücke holen wir uns in Matlacha und verbringen den Nachmittag bei Sonnenschein im Pool und auf der Terrasse. Der für den Tag angekündigte Regen kommt erst nachts.


    Montag, 25.05.09
    Heute ist Memorial Day und somit Feiertag in den USA.


    Wir fahren morgens bei Sonnenschein durch die Randwohngebiete von Cape Coral zu der „Old Burnstore Road“ und sind überrascht, wie viele Häuser hier im äußersten Winkel stehen: von liebevoll gepflegt bis einsam verlassen oder vergammelt ist alles vorhanden. Unser Ziel ist die nur über einen Pförtner zugängige Burnt Stor Marina im "Charlotte Harbor", was schon zu Punta Gorda zählt. Hier erhalten wir als Gäste eine Tages-Permit und dürfen die Schranke passieren.


    Mitten im Niemandsland abseits des Weges haben wir so ein Kleinod nicht erwartet. Hübsche, gepflegte Villen und Condo-Anlagen, ein Golfplatz sowie ein Restaurant, kleiner Laden, Bank, Immobilienbüro usw. ist alles vorhanden. Das Restaurant befindet sich direkt am Hafen mit Blick auf das Wasser.


    An diesem sommerlichen Feiertag haben wir trotz einiger Wolken am Himmel schönstes Florida-Feeling. Einige Anlieger fahren mit ihren Golf-Carts und Kanus im Schlepptau zum Hafen, um ihren Spaß am Wassersport zu haben. Das Durchschnittsalter der Menschen, die wir dort sehen liegt bei unter sechzig Jahren, dennoch ist auf dem ganzen Gelände kein Spielplatz zu sehen. Dafür gibt es an vereinzelten Standorten Gemeinschaftspools. Trotz des Feiertags sieht man viele Latinos beim Pflegen der Anlagen.





    Wir verbringen ungefähr eine Stunde in dem schönen Anwesen und fahren zurück auf die Burnstore Road bis ins Zentrum von Punta Gorda. Dort wollen wir ein Mittagessen einnehmen. Das von "Klaus54" empfohlene Gatorz Bar & Grill direkt an der US 41 hat Hochbetrieb, bietet Life-Musik und ist bis zum letzten Platz belegt. Motoräder parken in mehreren Reihen vor dem Restaurant und wir haben keine Chance auf einen Tisch. Letztendlich landen wir in Port Charlotte und kehren erstmalig in das Kettenrestaurant Chili's Grill & Bar Restaurant ein. Mit der Speisenkarte werden uns auch Margaritas angeboten, doch wir danken ab. Als Vorspeise bestelle ich mir ein „Cup Chili“, was sehr lecker schmeckt und unsere gut gewürzten Buffalo-Wings mit Selleriestangen und Dip sind ebenfalls ausgezeichnet. Wir schaffen nicht alles und nehmen denn Rest für „to go“ in einer Box mit.


    Den Rückweg treten wir über die 75 an, um in N-Fort Myers zu Campingworld zu fahren und zu schauen, ob unsere Camping-Ausstattung noch zu ergänzen ist. Von dort geht es wieder in Richtung Cape Coral, wo wir ein entspannendes Bad im Pool nehmen und uns ausgiebig auf der Terrasse sonnen. Gewitter und Regen bleiben aus.



    Fortsetzung folgt...

    LG, Ellen


    Wirklich reich sind nur die Leute, die mit der Zeit nicht sparen müssen.


    ( Ernest Claes )

  • Nach einigen selbstgemachten technischen Fehlern geht es nun weiter…..


    5 Wochen Florida-Urlaub vom 05.05.-09.06.2009
    Die vierte Woche vom 26. Mai bis 01. Juni 09


    Dienstag, 26.05.09
    Mit dem Tagesziel Sanibel & Captiva Island brechen wir morgens auf und nehmen ein Frühstück bei Burger King am „Cape Coral Pkwy“ ein. Anschließend verlassen wir Cape Coral über die „Cape Coral Bridge“ und fahren unten in Fort Myers auf die SR 867, den „Mc Gregor Boulevard“ in Richtung „Fort Myers Beach“ und schließlich „Sanibel Island“. Bevor wir am Ende des „Mc Gregor Boulevard“ auf den „Sanibel Causeway Boulevard“ fahren, zahlen wir $ 6 Brückengeld und passieren die Brücke zu „Sanibel – Captiva – Island“. Captiva liegt durch einen Kanal getrennt nördlich von Sanibel und ist über den „Captiva Drive“ erreichbar.







    Wir erkunden die beiden Inseln und schauen uns verschiedene Strandzugänge an. Unser Favorit ist eindeutig der „Bowman’s Beach“ auf Sanibel an der „Bowman’s Beach Road“. Das Füttern der Parkuhr mit $ 2 pro Stunde ist zu empfehlen, da die Parkplätze in regelmäßigen Abständen kontrolliert werden.


    Sanibel Lighthouse













    Ein Besuch auf dieser schönen Insel ist immer wieder schön und lohnenswert. Für uns gibt es stets Neues zu entdecken und weil es sehr heiß ist, verschieben wir einen Wiederholungsbesuch im Ding Darling National Wildlife Refuge auf ein anderes Mal.


    Wieder zu Hause genießen wir die Abendsonne im Poolbereich. Unser Abendessen nehmen wir bei Houlihan’s am „Cape Coral Pkwy“ ein. Sehr zu empfehlen ist die „Baked Potato Soup“; diese schmeckt auch bei warmen Wetter, drinnen gibt es schließlich Air Condition.


    Wir verleben einen schönen Abend auf unserer Terrasse am Pool. Der angekündigte Regen kommt erst nachts in Begleitung eines kleinen Gewitters.


    Mittwoch, 27.05.09
    Das Wetter ist trotz der Wolken sonnig. Heute sind wir sehr, sehr faul und sitzen beide seit Stunden vor unseren Rechnern.


    Am frühen Abend nehmen wir eine Ferienvilla in der Nähe des „Del Prado Boulevard“ in Augenschein. Zufällig treffen gerade die dortigen Mieter ein, die uns herein bitten und freundlicherweise das Haus zeigen. Sehr nett!


    Anschließend fahren wir zum Abendessen ins Outback Steakhouse an der „Pine Island Road“.


    Donnerstag, 28.05.09
    Heute fahren wir noch einmal in die “Burn Store Marina“ und schauen uns einige schöne Details in den Wohnvierteln an. Auf dem Rückweg kaufen wir bei Publix ein und lassen uns an der Deli-Theke vom dem Duft eines Grillhähnchen verführen. Dieses wird mit nach Hause genommen und mit hauseigenen Zutaten verspeist.


    Anschließend genießen wir wieder mal die Sonne und den Pool. Abends gibt es eine Brotzeit: eine Avocadocreme von mir und einen Hähnchensalat von Jürgen. Alles ist sehr lecker


    Freitag, 29.05.09
    Heute gammeln wir den ganzen Tag und verbringen unsere Zeit mit Lesen, Schwimmen und Sonnen. Am Abend sind wir mit den Forumsmitgliedern Moni und Thomas „Cabrio“ zum Essen in Bubba’s Roadhouse an der „Pine Island Road“ verabredet.


    Samstag, 30.05.09
    Heute besuchen wir erstmalig den „Farmer’s Market“ bei Cape Harbour in Cape Coral, der nur saisonal an Samstagen geöffnet hat und vom „Chiquita Blvd“ in Richtung Süden kommend am „Cape Harbour Drive“ liegt. Es ist ein sonniger Morgen und viele Leute sind unterwegs; jedoch kauft kaum jemand etwas von den dort angebotenen Produkten. Eine besondere Attraktion ist der Markt für uns nicht, aber da wir in der Gegend wohnen, wollen wir ihm auch einen Besuch abstatten.











    Nach einem ausgiebigen Bummel durch den Hafendistrikt erledigen wir unseren Wochenendeinkauf bei Publix und genießen die Annehmlichkeiten unserer Ferienvilla.


    Abends sind wir bei Moni und Thomas „Cabrio“ eingeladen und werden mit Jürgens Leibspeise „Frikadellen“ überrascht. Gemeinsam verbringen wir einen schönen Abend.


    Sonntag, 31.05.09
    Am heutigen Sonntag fahren wir nicht raus und halten uns den ganzen Tag am Pool auf. Abends braten wir uns Steakstreifen und Gambas in Knoblaucholivenöl mit diversen Leckereien. Sehr viel später mischen wir wieder ein Blättchen und spielen Skip Bo.


    Montag, 01.06.09
    Heute ist der offizielle Beginn der Hurrikansaison.
    Für heute haben wir uns einen Besuch der LoopRoad am US Highway 41, dem berühmten „Tamiami Trail“, vorgenommen. Ehrlich gesagt, sind wir schon einige Male den „Tamiami Trail“ gefahren und haben nicht gewusst, dass sich dort ein uns kaum bekanntes Fleckchen Natur im Big Cypress National Preserve befindet. Wir überlegen, ob dieser Abzweig durch die Sümpfe in den letzten Jahren erst entstanden ist. Später stellt sich bei unseren Recherchen heraus, dass auf vielen alten Karten die „Loop Road“ bereits eingezeichnet ist. Die historische Tankstelle Monroe Station ist uns jedes Mal aufgefallen und wir haben sie mit der Bemerkung „sieht aus wie Bate’s Motel in Hitchcock’s Thriller Psycho“ nicht weiter beachtet.


    Wir fahren zunächst von Cape Coral bis nach Fort Myers und dort auf die Interstate 75 bis zum Exit 101 in Naples, hier wechseln wir auf die CR 951, bis wir auf den „Tamiami Trail“ treffen. Hier geht es in Richtung Miami und schon gibt es dunkle Wolken am Himmel. Wenige Meilen vor der „Monroe Station“, von wo es rechts in die „Loop Road“ geht, gibt es einen derart starken Regenguss, dass wir auf einen Parkplatz fahren, um den Regen abzuwarten und überlegen, ob wir das Vorhaben abbrechen müssen. Nach einer Weile lässt der Regen nach, die Sonne kommt zum Vorschein und wir fahren weiter in Richtung.


    Gegen 11:00 Uhr am Ziel „Monroe Station“ angekommen, befahren wir die unbefestigte „Loop Road“ mit den vielen Schlaglöchern, die jetzt mit Regenwasser gefüllt sind. Vor uns liegt eine Strecke von 37 Kilometern und wir lassen uns für zweieinhalb Stunden inklusive Fotostopps auf das Abenteuer ein. So ziemlich am Anfang der Route befindet sich eine Trockentoilette; die einzige, die wir auf der ganzen Route sehen. Auf halbem Weg der „Loop Road“ beginnt hier im Big Cypress National Preserve der aus mehreren Segmenten bestehende und 2300 kilometerlange Florida National Scenic Trail.







    Die Schlaglöcher wollen vorsichtig umfahren werden und weil dieses sehr langsam geschieht, bleibt genügend Zeit und Muße, nach Alligatoren Ausschau zu halten. Einige PKW-Pickups schließen zu uns auf und wir lassen sie auf der sehr engen Gravel Road, wo kaum zwei Fahrzeuge nebeneinander fahren können, passieren.


    Wir fahren durch das Sumpfgebiet und rechts von der „Loop Road“ liegen die Alligatoren bewegungslos im Grasfluss. Es ist ein einmaliges Naturerlebnis und bei „fünfzig“ höre ich auf, diese Prachtexemplare zu zählen. Bevor Jürgen aus dem Auto steigt und die Reptilien aus nächster Nähe fotografiert, reibt er sich mit dem Moskito-Schutz "OFF" ein; das ist auch notwendig. Bei strahlendem Sonnenschein können wir uns nicht satt sehen und entdecken Fische, Wasserschildkröten, Vögel und viele Alligatoren.



















    Es sind nur wenige Autos auf der „Loop Road“ unterwegs und auf halbem Wege fährt ein 25 Fuß langes Wohnmobil von "Cruise America" vor uns her; und das mit einem Affenzahn durch die Schlaglöcher, dass ich mir gerne mal hinterher den Tassenschrank anschauen möchte.





    Gegen Ende der „Scenic Route“, sieben Meilen bevor es wieder auf den „Tamiami Trail“ geht, ist die Straße nun befestigt und wir kommen nach „Pinecrest“, ein kleines, schon älteres Indianerwohngebiet, Wir stehen vor dem Environmental Education Center Loop Road, einem Camp, in dem Workshops für Schulklassen abgehalten werden. Die alte verrostete Tankstelle der „Pinecrest Service Station“ hat Seltenheitswert und in einem ebenfalls rostigen Auto sitzt auf dem Beifahrersitz eine Puppe mit roter Farbe an der Stirn. Unsere Phantasie suggeriert uns, dass hier eine Leiche dargestellt werden soll. Bei diesen makaberen Kuriositäten können wir nicht einschätzen, ob diese die Touristen anziehen oder abschrecken sollen. Jedenfalls deuten Schilder wie „Do not enter“ dieses Sammelsurium - Territoriums auf Privatbesitz hin.







    Wieder durchfahren wir ein Stück unberührte Natur und am Wegesrand parken Indianer ihre Pickups und halten ihre Angeln in den neben der Straße verlaufenden Kanal. Am Ende der „Loop Road“ kommen wir durch eine kleine Indianersiedlung. Hier fallen uns die vielen relativ neuen und für Indianer sehr luxuriösen Einfamilienhäuser auf, vor den denen teuer aussehende PKW-Pickups stehen. Die „Loop Road“ liegt im Indianer – Reservat der Miccosukee.


    Wir kommen zur „Tamiami Ranger Station“ und fahren am „Fortymile Bend“ auf den Tamiami Trail. Hier sind wir am Ende der „Loop- Road“ und gleichzeitig ist das der Anfang für Anreisende von Miami aus. Wir befinden uns wieder auf dem Highway US 41, den wir nun ein Stück in Richtung Miami fahren, weil ich im nicht weit entfernten Restaurant des Indianer – Reservates die Toilette benutzen möchte. Während unserer Floridareisen in 1995 und 98 haben wir dort mal gegessen und kennen uns aus. Wieder fallen uns die großen Pickups davor auf, und, dass in dem „Miccosukee – Restaurant“ neben wenigen Touristen ungewöhnlich viele Indianer zu Mittag essen.


    Wir fahren den US Highway 41, den „Tamiami Trail“ wieder in Richtung Naples und am „Milemarker 70“ zweigen wir links ab in das Miccosukee Indian Village. Hier waren wir zuletzt 2002, als es sich noch als ein eher ärmliches Dorf präsentierte und bestaunen nun die stark verbesserte Infrastruktur, die unter anderem einen General Store, eine Krankenstation, ein Rathaus und eine Polizeistation beinhaltet.








    Weiter auf dem „Tamiami Trail“ in Richtung Naples halten wir am Oasis Visitor Center und informieren uns über die Gegend. Vom Steg des VC sehen wir in dem parallel zum „Tamiami Trail“ verlaufenden „Tamiami Kanal“ viele weitere Alligatoren. Die Fahrt geht weiter und wir legen in Ochopee am kleinsten Post Office der USA einen Stopp ein. Wegen des Regens heute Vormittag machen wir erst jetzt bei Sonnenschein ein Foto und kaufen auch gleich Postkarten und Briefmarken. Auf Nachfrage bei der Post-Angestellten bekommt Jürgen die Aufklärung über den für uns ungewohnten Wohlstand der Indianer: „Das ist alles Casino-Money:“ Jürgen ist sich nicht sicher, ob er pro Erwachsener oder Familie versteht. Jedenfalls gibt es für die Stammesangehörigen pro Monat im Schnitt circa $ 4000,- an Ausschüttungen aus dem Casino kurz vor den Toren zu Miami. Diese Einnahmequelle freut uns sehr für die Menschen und erklärt, warum nur so wenig Airboot-Touren angeboten werden: diese Einnahmequelle dient wahrscheinlich nur noch als Touristenattraktion.


    Mittlerweile ist es fast 16:00 Uhr. Wir verlassen den „Tamiami Trail“ an der Kreuzung der SR 29 Süd und fahren nach Everglades City, dem Gateway zu den „1000 Inseln“. Diese sind heute nicht unser Ziel: wir haben hier schon zweimal erfolglos eine Bootstour mit der Option „A good day for Manatees“ mitgemacht und möchten an diesem herrlich sonnigen Spätnachmittag nur unser persönliches Florida-Feeling genießen.













    Wir fahren die SR 29 bis zum Ende und kommen in den Chokoloskee Island Park. Gleich zu Anfang liegt zu linker Hand eine „Marina“, dem sich ein gut belegter Campground anschließt. Ein Fischerboot läuft ein und wird sofort von auf der Lauer sitzenden Pelikanen umkreist. Dieser kleine Ort hat eine schöne, private Atmosphäre und bei bestem Fotolicht machen wir unsere Erinnerungsbilder.

















    Die Heimfahrt treten wir über die SR 29 auf den „Tamiami Trail“ und von dort auf schnellstem Wege über die Interstate 75 zurück nach Fort Myers an. Dort nehmen wir unser Abendessen im „Olive Garden“ ein und fahren anschließend müde und sehr zufrieden nach Hause.



    Fortsetzung folgt….

    LG, Ellen


    Wirklich reich sind nur die Leute, die mit der Zeit nicht sparen müssen.


    ( Ernest Claes )

    2 Mal editiert, zuletzt von elfie60 ()

  • Es geht weiter mit dem letzten Teil unseres Florida-Aufenthaltes.


    elfie60 und Bob in Cape Coral
    5 Wochen Florida-Urlaub vom 05.05.-09.06.2009
    Die fünfte und letzte Woche vom 02. bis 09. Juni 09


    Dienstag, 02.06.09
    Heute erholen wir uns von der „Loop Road“ - Tour am Vortag und erfreuen uns an der Ausbeute unserer Fotos. Gegen Mittag ziehen wir Geld am Automaten und fahren den „Cape Coral Pkwy“ in westliche Richtung. Dort an der Kreuzung zum „Del Prado Blvd“ befindet sich das kubanische Restaurant El Mambo; hier sind wir schon des Öfteren dran vorbei gefahren und heute kehren wir probierfreudig ein. Wie wir es aus Andalusien kennen, bietet das Lokal neben der Speisenkarte auch ein Tagesgericht zum Komplettpreis an, ein sogenanntes „Menu del Dia“. Dieses besteht in der Regel aus einer Vorspeise, einem Hauptgericht und Nachtisch oder Kaffee, in Spanien ist manchmal auch ein Getränk inkludiert. Das Essen ist ausgesprochen lecker und zur Freude unserer Kellnerin können wir unsere begrenzten Spanischkenntnisse anwenden.


    Abends kommt kommen die Forumsmitglieder Jens und Claudia zum Kennenlernen auf einen Sundowner zu uns. Wir sind uns sympathisch und haben uns viel zu erzählen. Später am Abend gibt es einen tüchtigen Regenschauer.


    Sehr viel später spielen Jürgen und ich unsere obligatorischen Runden „Skip Bo“.



    Mittwoch, 03.06.09
    Nach dem Frühstück fahren wir tanken. Wieder zu Hause nutzen wir die Sonnenstrahlen für ein Sonnenbad und erfrischen uns beim Schwimmen im Pool.


    Am Nachmittag fahren wir mit Jens und Claudia nach Port Charlotte. Dort haben wir uns zu einem Mini-Treffen bei dem Forumsmitglied Elisabeth = Absolute verabredet. Kaum, dass wir trockenen Fußes bei ihr ankommen, gibt es ein Gewitter und einen kräftigen Regenguss. Elisabeth verwöhnt uns mit ihrer Gastfreundschaft und serviert Häppchen mit Obazda, Pizza, Kekse, Kaffee, Margarita und zu guter Letzt den von uns mitgebrachten Key Lime Pie. Wir haben uns viel zu erzählen und das macht hungrig.



    Gesehen in Port Charlotte:



    Im Dunkeln kommen wir wieder in Cape Coral an und setzen Jens und Claudia an ihrer Ferienvilla ab. Bei uns zu Hause lassen wir noch Revue passieren und gehen früh ins Bett.



    Donnerstag, 04.06.09
    Gegen Mittag fahren wir vom Hof und schauen uns in Cape Coral ein Haus für das Forumsmitglied „fuzzy“ an, der demnächst hier Urlaub machen möchte. Mittlerweile bauen sich Wolken auf, das Wetter bleibt aber konstant.


    Wir fahren über Matlacha nach Pine Island und biegen am Ende der „Pine Island Road“ links ab in die „Stringfallow Road“ nach St. James. Wir steigen aus dem Auto aus und erfreuen uns an diesem kleinen Ort. Irgendwie kommt es mir vor, als wenn es dort mittlerweile mehr Restaurants gibt. Oder habe ich nur Hunger? Das Wetter ist grandios und wir drehen eine Runde durch St. James. Hier fahren wir in die „York Road“ und betrachten die kleine Wohnsiedlung. Viel Spektakuläres gibt es nicht zu sehen, aber was wir sehen, gefällt uns. An dem Waterfront Restaurant & Marina steigen wir aus und blicken auf die gegenüber liegenden Inseln „Sanibel & Captiva“.







    Auf der Rücktour kommen wir wieder an der America Legion vorbei, die stets mit ihrer Beflaggung auffällt. Dieser Treffpunkt, an dem hauptsächlich Kriegsveteranen teilnehmen, ist zur Mittagszeit gut besucht. Mir fiel diese Unterkunft vorrangig wegen der gehissten POW MIA Flagge auf, die in vielen privaten Vorgärten oder als Sticker an PKW-Windschutzscheiben zu finden ist.





    Etwas weiter fahren wir auf den KOA-Campingplatz, der in der heißen Mittagszeit durch seine geringe Besucherzahl ziemlich steril wirkt.
    Einige Wohnmobile und Trailer sind zu dieser Jahreszeit dennoch bewohnt. Weitere Kapazitäten bieten auch einige Cabins mit Klimaanlage. Wie es hier auf dem zurzeit ausgestorbenen Platz wohl in der Hauptsaison zugehen mag.


    Weiter geht die Fahrt einige Kilometer zurück in Richtung Heimweg und wir biegen links in den Maria Drive ab, weil es laut Karte direkt ans Wasser geht. Hier möchte Jürgen mal schauen, auch wenn die Zufahrt nur „autorisierten Personen“ zugängig ist. Auf dem Drive stolziert ein Pfau, der sich bei unserem Näherkommen aus dem Staub macht. Jürgen versucht ihn zu fotografieren, was von dem Pfau mit einem schrillen Schrei kommentiert wird.


    Am Ende des Drives kommen wir durch ein Gate in eine kleine Marina. Ein kleiner Schlepper läuft gerade ein und transportiert Abbruchmaterial, darunter liegen ausgediente Matratzen. Beobachtet wird dieser Vorgang von Pelikanen und Reihern, die auf einigen Pfählen sitzend auf eine Mahlzeit lauern.


    Am Ende der Marina schaut man auf ein kleines Island, welche durch ein verschlossenes Tor über eine Zugangstraße erreichbar ist. Was sich dahinter verbirgt, bekommen wir nicht heraus. Da sich am Gate eine Hausnummer befand, geben wir später in der Ferienvilla die Adresse bei „google“ ein und finden folgenden Eintrag dazu: Marine Laboratory Schlauer werden wir dadurch nicht, aber immerhin ist es abenteuerlich.


    Wieder in der Mitte von „Pine Island Center“ angekommen, entdecken wir ein Adlerhorst. Nun fahren wir die „Stringfallow Road“ in Richtung „Bokeelia“ in das Örtchen „Pineland“ und dort zum Caloosa Historical. Fernwehstimmung bekommen wir in dem kleinen Hafen „Tropic Star of Pine Island“, wo sich bereits wartende Urlauber für eine Überfahrt mit der Tropic Star Cruise nach Cayo Island aufhalten.



    Wir verlassen Pine Island und kommen automatisch wieder durch Matlacha und dort an einer kleinen Eisdiele vorbei. Draußen auf der
    kleinen Veranda des Eis-Cafes vertilgen wir ein Eis und schauen den vorbei fahrenden Autos zu. Fast jeder zweite Autofahrer hält ein Handy am Ohr.


    Mittlerweile hat sich der Himmel wieder verdunkelt und somit ist Shopping angesagt. Wir verlassen Cape Coral über die „Midpoint Bridge“ und in Fort Myers fahren wir zum Einkaufen in die Edison Mall.


    Wieder in Cape Coral sucht Jürgen noch nach speziellen Artikeln bei Wal Mart und so kaufen wir noch diverse Kleinigkeiten ein. Unser Abendessen genießen wir bei Chili’s Grill & Bar „Pine Island Road“. Den letzten Akt am späten Abend beschließen wir mit einer Runde „Skip Bo“.



    Freitag, 05.06.09

    Ein starkes Gewitter in der Nacht hinterlässt einen mit dunklen Wolken verhangenen Morgen. Wir frühstücken und machen uns landfein.
    Endlich kommt die Sonne durch und so machen wir uns auf in den Gasparilla Island State Park, bebannt nach dem Piraten Jose Gasparilla. Von Cape Coral über Port Charlotte und von dort die SR 771 nehmend, kommen wir nach einer und einer Viertel Stunde bei Sonnenschein dort an.





    Da es sich um einen State Park handelt, sind Gebühren fällig und wir zahlen $ 4 Eintritt. Wir biegen gleich die erste Straße nach Überquerung der „Gasparilla Island Bridge“ rechts ab, um anzuhalten und kalte Getränke aus dem Cooler zu nehmen und sichten dort zwei Schildkröten bei ihrem Spaziergang. Anschließend fahren wir die „Gasparilla Road“ zur Erkundung der Insel und sonnen uns am Strand, dort wo sich der ältere der beiden auf Gasparilla Island stehenden Leuchttürme befindet.







    Gelegentlich sieht man schöne Echsen



    Mittelpunkt und Touristenanziehungspunkt der Insel ist der Hauptort Boca Grande mit seinen Hotels / Motels, kleinen Boutiquen, Geschäften und Restaurants.


    Im Bereich des ehemaligen Bahnhofs legen wir eine Mittagspause ein. Dort in dem Restaurant Loose Caboose nehmen wir einen Snack und eisgekühlte Getränke zu uns und nach dem Essen noch eine Kugel Eis mit auf den Weg. Es sind angenehm wenig Touristen unterwegs. Gerade so, dass es belebt wirkt. In Boca Grande kann man sich das Hauptverkehrsmittel, einen Golf Cart, mieten und die Insel erkunden. Da in der Ferne dunkle Wolken zu sehen sind, nehmen wir Abstand.







    Dafür fahren wir zum historischen Wahrzeichen der Insel, dem hölzernen Boca Grande Lighthouse Museum, das sich an der Südspitze befindet. Das „Lighthouse“ stammt aus dem Jahr 1890 und ist noch in Betrieb.



    Schön ist die Stimmung mit den sich verdunkelnden Wolken in der Boca Grande Marina.









    Anschließend erkunden wir das über eine Brücke zugängliche Villenviertel „Broca Grande Isle“ und bewundern die tollen Häuser. Diese sind teilweise sehr luxuriös, wirken aber nicht protzig. Auch hier gibt es viele Verkaufsschilder auf den Grundstücken. Die ganze Insel bietet Idylle pur. Alles wirkt so ruhig und gelassen. Mittlerweile haben sich die Wolken stark verdunkelt und wir treten den Heimweg an.


    Wieder zu Hause, finden wir Abkühlung im Pool. Später machen wir uns ausgehfähig und fahren nach Matlacha zu Moretti’s
    Seafood Restaurant
    . Dort ist viel Betrieb, wir haben aber Glück und bekommen noch einen Tisch auf der Veranda. Ein Alleinunterhalter bietet mit seiner Gitarre Life – Musik. Wir bestellen frittierte Meeresfrüchte und genießen den Sonnenuntergang. Eine frische Meeresbrise und Moskitos gibt es gratis.



    Samstag, 06.06.09
    Am heutigen Samstag nutzen wir die Sonne und das Faulenzen am und im Pool. Am Nachmittag kaufen wir noch Mitbringsel ein. Unser Abendessen wollen wir im Outback Steakhouse zu uns nehmen. Dort hat sich um 17:30 Uhr schon eine kleine Menschenschlange gebildet und somit ist Wartezeit angesagt. Wir nutzen die dreißig Minuten vor dem Restaurant in der Sonne auf der Bank sitzend bei einem gepflegten Getränk. Das Essen schmeckt uns wie immer ausgezeichnet.



    Sonntag, 07.06.09
    Wenn es auch an anderen Tagen nicht anders ist, so wird auch am Sonntag ausgiebig gefaulenzt, gepoolt und gesonnt. Zwischendurch suchen wir schon mal die ersten Sachen zum Kofferpacken zusammen und legen sie in einem der Gästezimmer parat auf das Bett. Am Abend gibt es Leckereien aus der heimischen Küche.



    Montag, 08.06.09
    Am letzten Urlaubstag ist endgültig Packen und Aufräumen angesagt. Die Sonne scheint gnadenlos vom Himmel und wir lassen uns viele
    Stunden wehmütig bescheinen. Der letzte Restaurantbesuch in Cape Coral ist in Carrabba’s Italian Grill geplant und hier lassen wir uns noch einmal verwöhnen.



    Dienstag, 09.06.09
    Abreisetag! Jetzt werden die letzten Klüngel eingepackt und das Gepäck kommt ins Auto. Zur Entlastung des „Housekeeping“ laufen derweil die mit der Hauswäsche gefüllte Waschmaschine und der Trockner auf Hochtouren. Der Verwalter kommt zur Abnahme und wir machen eine tadellose Übergabe. Außerdem nutzen wir die Gelegenheit, einen „Fotografen“ da zu haben und lassen uns von ihm für gemeinsame Fotos ablichten.



    Gegen Mittag verlassen wir das Haus und cruisen durch Cape Coral Downtown. Unterwegs verspeisen wir noch einen kleinen Burger, da es heute kein richtiges Frühstück gab. Irgendwie können wir uns nicht von Cape Coral trennen und weil noch ausreichend Zeit ist, fahren wir ein letztes Mal an den Mini-Strand. Dieser ist am heutigen, sonnigen Dienstag überwiegend von Familien mit kleineren Kindern belegt. Wir finden eine freie Bank direkt am Strand und genießen die Sonnenstrahlen. Dabei können wir es einfach nicht fassen, dass wir nach Hause fliegen müssen.


    Nach einem ausgiebigen Sonnenbad verlassen wir nun Cape Coral stadtauswärts über die „Cape Coral Bridge Road“ in Richtung Flughafen nach Fort Myers. Unterwegs kauft Jürgen bei „Best Buy“ eine Lederhülle für sein neues “iPod Touch“. Knapp vier Stunden vor Abflug treffen wir am Flughafen - RSW ein und vor dem Air Berlin Schalter steht bereits eine lange Schlange. Alles geht ruhig und zügig, ohne Stress. Wir geben das Gepäck auf und haben noch viel Zeit.


    Diese verbleibende Zeit bis zum Abflug nutzen wir teilweise bei Chili’s Grill & Bar im RSW Flughafengebäude. Dieser Tipp kam von dem Forumsmitglied Sarasota=Lui. Weil es das letzte Essen auf amerikanischen Boden ist, bestelle ich mir eine „Frozen Margarita“ dazu. Die Kellnerin nimmt unsere Bestellung entgegen und sagt zu mir: „I need your I.D. for the Margarita.“ Perplex schauen wir uns an und ich sage zu Jürgen: „Du hast die Pässe!“ Lächelnd schauen wir zu unserer Kellnerin, die auch zurück lächelt, aber standhaft bei ihrer Forderung bleibt. Sie sieht meinen Pass an und zieht ab. Sachen gibt es!? Das Essen und die Margarita sind sehr lecker.


    Der Flieger ist ziemlich ausgebucht. Nach dem obligatorischen Boardprogramm wie Verhalten im Notfall, Essen austeilen, Getränke reichen, Boardverkauf und Filme zeigen wird es ruhig im Flieger. Vor Beginn der Nachtruhe verteilen die Flugbegleiter noch Formulare, die aller Passagiere hinsichtlich der Schweinegrippe ausfüllen müssen. Irgendwie kommt mir die Zeit des Rückfluges diesmal nicht so lang vor.


    Nach pünktlicher Landung in Düsseldorf steigt eine Frau ins Flugzeug und gibt Hinweise zur Schweinegrippe.



    Hier noch mal die Links zu den von uns besuchten Restaurants im Überblick:


    Annie’s Restaurant
    www.bubbasroadhouse.net
    www.carrabbas.com
    www.capecoralrestaurants.net
    www.chilis.com
    El Mambo
    www.houlihans.com
    www.loosecaboose.biz
    www.michelsbob.com
    www.morettisseafoodrestaurant.com
    www.olivegarden.com
    www.outback.com
    www.ribcity.com
    www.sandyhookfishandribhouse.com
    www.shrimpchackusa.com
    www.starzpizzeria.com
    www.unos.com



    Ende

    LG, Ellen


    Wirklich reich sind nur die Leute, die mit der Zeit nicht sparen müssen.


    ( Ernest Claes )