Florida bekämpft Python Invasion

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    Die Alligatoren waren bisher das Ende der Nahrungskette in den Everglades, dem tropischen Sumpfland im Süden Floridas. Doch nun machen ihnen Pythons diesen Platz abspenstig. Die Tiere stammen ursprünglich aus Burma.



    Doch vor 17 Jahren konnten einige Exemplare nach den Verwüstungen durch Hurrikan "Andrew" aus zerstörten Tierhandlungen entkommen. Seitdem vermehren sie sich - auch mit der Hilfe von ausgesetzten "Hausschlangen" - mit rasender Geschwindigkeit und gefährden das Ökosystem.


    Fressen alles, was sich bewegt
    Die mehrere Meter langen Tigerpythons haben in der heißen und feuchten Landschaft ein ideales Lebensgebiet gefunden. Im Vorjahr schätzte ein Biologe ihre Population auf 30.000, heuer sprechen Experten bereits von 100.000 Tieren. Immerhin kann eine 50-Kilo-Schlange 60 bis 80 Eier pro Jahr produzieren.


    Bei der Ernährung sind sie nicht wählerisch: Sie fressen Wasservögel, Waschbären, Eichhörnchen, Kaninchen, Füchse, Rehe, entlaufene Haustiere und sogar einige Krokodilarten. Einmal versuchte eine dieser Schlangen sogar, einen Alligator zu verschlingen. Die Gefräßigkeit endete tödlich für beide Reptilien: Der Python platzte beim Versuch, den Alligator hinunterzuwürgen.


    "Müssen Schlangen töten"
    "Sie bedrohen ohnehin schon gefährdete Tierarten", so der demokratische Senator Bill Nelson. Es sei nur eine Frage der Zeit, bis eine Schlange einmal einen Besucher in den Everglades erwischt.


    Es gebe nur einen Weg, das zu beenden: die Schlangen zu töten. Nelsen wandte sich mit einem Brief sogar an den im Kabinett von US-Präsident Barack Obama für Naturschutz zuständigen Innenminister Ken Salazar.


    Jäger gesucht
    Nur wie man Tausende riesige und gefährliche Schlangen in dem Sumpfland fangen soll, ist unklar. Im Sommer sind die ausgezeichneten Schwimmer schwer zu finden. So scheint die einzige Möglichkeit zu sein, sie im Winter aufzuspüren, wenn sie sich auf freien Flächen sonnen.


    Experten schlagen vor, dass nur Jäger mit Genehmigung Fallen stellen oder sie töten sollen. Mittlerweile werden bereits freiwillige Jäger gesucht. Entlohnt werden sollen sie mit der Haut der Tiere.


    Auch geografische Ausbreitung
    Wie sehr die Population stieg, untermauern auch Zahlen der Behörden: Zwischen 2002 und 2005 wurden insgesamt 201 Pythons im Süden Floridas tot oder lebendig gefangen. Allein 2007 waren es bereits 418 - und die Zahlen nehmen ständig zu.


    Laut einer Studie der Universität Florida vermehrt sich der Python-Bestand inzwischen so "rapide", dass sich die Schlangen auch geografisch immer weiter ausbreiten und bald schon die Mitte des Bundesstaates erreichen würden.


    Importverbot gefordert
    Auch die ausgesetzten Schlangen würden immer mehr zum Problem: "Die Leute kaufen die Tiere, wenn sie klein sind. Und wenn sie dann wachsen, können sie sie entweder nicht mehr unter Kontrolle halten oder sie setzen sie einfach aus", berichtete Jorge Pino von der staatlichen Wildtierkommission. Nelson und andere Politiker setzen sich nun vehementer denn je für ein Importverbot der Schlangen ein.


    Kleinkind getötet
    Ein weiterer Anlass dafür war ein tragischer Zwischenfall Anfang Juli: Eine knapp vier Meter lange Python-Schlange entkam über Nacht unbemerkt aus dem Käfig in einem Haus und erwürgte ein zwei Jahre altes Kleinkind. Als der Besitzer der Schlange die kleine Tochter seiner Freundin leblos im Würgegriff vorfand, stach er auf das Tier mit einem Messer ein, bis es seinen tödlichen Griff lockerte.


    Links:


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    [*]Everglades National Park
    [*]Florida Fish and Wildlife Conservation Commission
    [*]Bill Nelson




    http://orf.at/090716-40533/index.html

  • Das Problem ist ja nicht erst seit gestern oder letzter Woche. Es ist halt fuer einen Politiker interessant sich ins Gespraech zu bringen. Auch Senator Nelson oder sein Buero wussten, dass in den Everglades Pythons ueberhand nehmen. Nach dem tragischen und unverantwortlichen Todesfall vor ein paar Wochen, hat er nun die ganze Sache angeschoben. Warum werden diese unverantwortlichen Menschen, die diese Tiere halten, ob art oder nicht artgerecht, besser kontrolliert. Bestraft, wenn sie die Tiere nicht anmelden usw. Gestern wurde eine in Tampa gesichtet. Der gute Mann hat natuerlich zuerst ein Bild gemacht und beobachtet, wie die Schlange verschwand. Dann rief er um Hilfe, jetzt ist die ganze Nachbarschaft veraengstigt. Es gibt sicher genuegend Rednecks, die in die Everglades reinfahren und Schlangen jagen, wenn man ihnen einen Preis auslobt, :huhu::hot:

  • Die explosionsartige Verbreitung von Tieren, die gefaehrlich sind und hier keine natuerlichen Feinde haben, muss dann vom Feind aller Tiere, dem Menschen, bekaempft werden.
    Gebt einigen Rednecks die Erlaubnis und sie werden mit Schlangenhaeuten wieder zurueck kommen.

  • Heute im Bradenton Herald:
    EAST MANATEE — His plan was to push the python out of a concrete pipe with a long 2-by-2. But then he had to crawl 15 feet or so into the two-foot-wide pipe to reach the snake. And then the snake turned back on him in the close quarters and struck.At that point, wildlife expert Justin Matthews ordered his son out of the other end of the pipe. Brandon Matthews had grabbed its tail. Not a good idea. Too dangerous. The elder Matthews would handle it himself.Now Matthews the younger, four firefighters and a growing group of spectators stood by and listened — more than an hour into the battle Saturday afternoon and within sight of a Sweetbay Supermarket and a day care center.

    TIFFANY TOMPKINS-CONDIE/ttompkins@bradenton.com Justin Matthews of Matthews Wildlife Rescue holds the head of a Burmese python which he pulled from a drainage pipe in the area of 51st Avenue East and 33rd Street East. It took the wildlife rescue expert about an hour and a half to pull the reptile out of the drain.
    When the python’s hissing maw and spitting tongue reached four feet from Matthews, the stick became a weapon.“I tried to get it to crawl out itself, but that wasn’t working,” Matthews said.The owner of Matthews’ Wildlife Rescue, an animal care and educational company, the cowboy-hatted Matthews envisioned a specimen with which to teach people about nature and not to keep pythons as pets.“I think this one had been there for years, living off Muscovy ducks in a nearby pond,” Matthews said.As a wildlife expert and instructor, Matthews has permits to take pythons and other large reptiles.He’d been hearing about this snake for months but had never seen it. A month ago, near the drainage pipe along 33rd Street at 51st Avenue East, he found a belly track. When he checked inside the pipe Saturday, there she was.Yes she, he said.“The females get a lot fatter and longer. I believe this will be the largest snake ever caught in Bradenton,” he said.After the whack upside the head with the stick, the struggle went Matthews’ way. He and his son dragged it out without being bitten. It took six men to hold it down and measure it.An unofficial 14 feet at the site, the snake went 14 feet, one and one half inches back home.On Monday, Matthews will take it to Bayshore Animal Clinic to scan its body for a microchip. “If it has one, there will be consequences for the former owner. If not, she’s mine to use in my classes,” he said.Overnight Saturday, the python was kept in a large wooden enclosure with heavy duty wire and a door that locked.“They’re escape artists,” he said. Asked if there were more 14-foot Burmese pythons in Manatee County, Matthew said, “I hope not, but I believe there are.”

  • Ist zwar schon länger her, wo hier darüber berichtet wurde, aber dieses Thema ist aktueller denn je........


    Wie groß der Einfluss der eingeschleppten Art auf die heimische Tierwelt tatsächlich ist, hat nun ein Team von Wissenschaftlern um Robert A. McCleery
    von der University of Florida in Gainesville bestätigt. Die Biologen hatten 26 Marschkaninchen in den Everglades ausgesetzt und per Funk
    verfolgt. Nach nicht einmal einem Jahr waren 22 von ihnen tot :!: Während im Everglades-Nationalpark 17 der 22 getöteten Kaninchen Opfer
    eines Tigerpythons wurden, war es in einem Kontrollgebiet in der Nähe der Everglades kein einziges. Stattdessen waren die Jäger dort zu 71 Prozent
    andere Säugetiere oder beispielsweise Klapperschlangen. Damit ist die Vermutung, dass die Pythons in dem Nationalpark den Kaninchenbestand stark
    dezimieren, erstmalig konkret belegt.
    Tigerpythons gelangten bereits vor Jahren durch versehentlich oder absichtlich freigelassene privat gehaltene Tiere in die Everglades.
    "Die Pythons richten Amerikas schönstes und reichstes Ökosystem zugrunde", klagte Marcia McNutt, Leiterin der US-Behörde für Geologie 8)
    Bei einer intensiven Tierzählung im Nationalpark, deren Ergebnis 2012 veröffentlicht wurde, kamen Wissenschaftler auf erschreckende Zahlen: Im Vergleich
    zur Mitte der Neunzigerjahre seien 99 Prozent der Waschbären und Opossums sowie 88 Prozent der heimischen Rotluchse verschwunden.
    Deshalb halten es die Wissenschaftler für unwahrscheinlich, dass Säugetiere sich wieder in den Everglades vermehren werden, solange die asiatische
    Würgeschlange dort jagt: "Denn Pythons sind fähig, in einer Umgebung zu bestehen, indem sie sich auf andere Beutetiere umstellen und lange Zeit
    ohne Nahrung auskommen können." :help:


    Hier der neueste Bericht dazu: :wow: http://www.spiegel.de/wissensc…aeugetiere-a-1024059.html


    Servus, klaus54 :chill: