Amerikanischer Whiskey

  • Hallo an alle Amerika-Freunde hier!


    Ich bin sehr froh, dass ich dieses Forum gefunden habe :)


    Da muss ich gleich alle USA Spezialisten fragen...


    Welchen amerikanischen (keinen Irischen oder Schottischen) Whiskey würdet ihr empfehlen?


    Danke!


    Lg
    Sebastian

  • Bourbon und Rye haben einen ganz entscheidenden Vorteil für Genießer, die auch aufs Portemonnaie schauen: Sie sind im allgemeinen deutlich günstiger als ihre Pendants aus der Scotch-Welt.
    Und bieten dennoch viel Geschmack für kleines Geld. Hier sind einige Tipps: :wow:


    Bulleit Rye Whiskey


    Der Bulleit Rye Whiskey bringt die amerikanische Frontier und den Wilden Westen zurück. Zumindest wenn man dem Etikett glaubt (eigentlich handelt es sich um eine Neugründung, der Whiskey kommt aus
    einer riesigen Fabrik im Bundesstaat Indiana). Doch die Fakten überzeugen: Für Rye Whiskey sind mindestens 51% Roggenanteil in der Maische verpflichtend. Beim Bulleit Rye beträgt
    der Anteil sogar ganze 95 Prozent. Für die Lagerung des guten Tropfens wird, wie bei Bourbon-Whiskey auch, auf frisch ausgebrannte Eichenholzfässer aus amerikanischer Eiche zurückgegriffen.
    Die Lagerzeit soll zwischen 5 und 8 Jahren betragen. Im Tasting bietet der Whiskey spannende kräuterige Aromen wie von Thymian und Estragon, bringt aber auch seine Getreidebestandteile eindeutig mit ins Glas.
    Der Bulleit Rye bietet eine gute Abwechslung zu Bourbon-Whiskeys und hält eine eigene Aromenwelt bereit. Für 25 bis 30 Euro eine Empfehlung auch als Geschenk für Bourbon-Genießer.


    Jack Daniels Single Barrel


    Bei Whiskey-Abfüllungen wird normalerweise jede Charge aus vielen verschiedenen Fässern gemischt, um einen möglichst gleichbleibenden Geschmack und eine einheitliche Qualität in jeder Flasche zu erhalten.
    Umso spannender sind für Whiskey-Genießer sogenannte Single Barrel Abfüllungen. Diese stammen tatsächlich aus einem einzigen Fass. Ein Amerikanisches Standard Barrel (ASB) fasst ungefähr 200 Liter.
    Aus einem Fass können also abzüglich des Angels Share (Verdunstung während der Lagerung) etwa 240-250 Flaschen abgefüllt werden. Jede Flasche ist also gewissermaßen exklusiv. Je nach Fass und den
    Lagerungsbedingungen kann der Geschmack des Whiskeys abweichen. Eine spannende Erfahrung für Genießer und ein wunderbares Geschenk. Der Jack Daniels Single Barrel kostet derzeit knapp 30 Euro.


    Knob Creek Kentucky Straight Bourbon 9 Jahre


    Wenn man nach gutem Whisky Ausschau hält, lohnt sich auch ein Blick über den großen Teich nach Kentucky ins Bourbon-County. Der Knob Creek Kentucky Straight Bourbon, wird im Stil eines
    Pre-Prohibition Whiskeys hergestellt und lagert neun Jahre in neuen ausgebrannten Eichenholzfässern. Für einen Bourbon ist das eine ganz schön lange Zeit, liegt die gesetzliche Pflicht doch nur bei zwei Jahren.
    Bei den Aromen hält sich der Knob Creek Bourbon dann auch nicht zurück. Im Geruch erdig mineralisch mit Aromen von Blüten, Tannenharz, Waldhonig und feuchter Erde. Im Geruch würzig-pfeffrig mit Ingwer,
    Walnuss, Stockbrot und ordentlich Holz. Ein intensives Whiskey-Erlebnis – für etwas über 30 Euro ein guter Griff.


    Booker’s Bourbon


    Eines ist der Bookers Bourbon ganz gewiss nicht: Ein Whiskey für Weicheier :P Mit 63,4 % Alkoholgehalt hämmert er seine Aromen raus. Die sind würzig, leicht scharf und zugleich holzig in Geruch
    wie Geschmack. Im Mund außerdem Noten von Leder und gebratener Banane. Ein mutiger, strenger Geschmack durchzieht den Kentucky Bourbon. Einen Vorteil des erhöhten Alkoholgehaltes sollte man unbedingt nutzen:
    Mit ein paar Spritzern Wasser kann man den Whiskey „verlängern“ und auf die individuelle Trinkstärke verdünnen. Dann kommt auch die Süße von Karamell stärker hervor und man kann diesen starken Bourbon doch noch
    ein wenig besser genießen. Ein guter, ehrlicher Whiskey für Fortgeschrittene, der teilweise bereits für 50 Euro im Angebot ist und an dem man lange seine Freude hat.


    Four Rose’s Single Barrel


    Habe ich schon erwähnt, dass ich gerne Single Barrel Whiskeys trinke :chill: Der Vorteil gegenüber herkömmlichen Bourbons oder auch Small Batch-Abfüllungen: Man weiß genau, dass nur der Whiskey
    eines einzelnen Fasses in der Flasche steckt. Es wird nicht geblendet, gemixt, gemingelt oder was man sonst noch so anstellen kann. Das macht Whiskeys wie den Four Roses Single Barrel so ehrlich. Zugleich sorgt es
    auch dafür, dass jede Flasche etwas anders schmeckt – was je nach Geschmack ein Vor- oder auch Nachteil sein kann. Man weiß vorher nicht ganz genau, was drinsteckt. Und schütteln am Ohr hilft in diesem Fall auch nicht. Doch
    die Destillerien wie Four Roses in Kentucky verstehen ihr Geschäft natürlich ganz genau und so kommt kein schlechter Whiskey ins Fass. Für rund 30 Euro ist der Single Barrel von Four Roses ein absoluter
    Pflichtkauf für Bourbon-Fans und ein super Geschenk für alle, die mal einen richtig guten Whiskey trinken möchten :!:


    Auszug und Quelle:http://www.alkoblog.de/guter-w…uteamerikanische-whiskeys


    Dass jeder natürlich seinen eigenen Geschmack hat ist natürlich, deshalb sollte dies nur eine Empfehlung sein, aber nach dem Genuss dieser Auswahl, könnt Ihr hier ruhig mal Eure Erfahrungen posten :super:


    Servus, klaus54 :love_us:

  • Hallo Sebastian, :huhu:


    hier noch ein kleiner Tipp für alle Wiskey Liebhaber und zu Deiner Wiskey Verkostung :!:


    So verlockend es auch sein mag, der Satz "Ich trinke meinen Whisky am liebsten pur" outet Sie ganz schnell als Angeber. :P Guten Whiskey trinkt man in der Regel immer mit Wasser.
    Der in Flaschen abgefüllte Whiskey hat meistens einen Alkoholanteil von 40-50%. Kommt er pur mit den Geschmacksrezeptoren auf der Zunge, oder am Gaumen in Berührung, "verbrennen" diese,
    das heißt, sie werden durch den Alkohol betäubt. Vorteil: Danach können Sie so ziemlich alles problemlos runterschütten. Nachteil: Die 50 Euro für den guten Tropfen hätten Sie sich auch sparen können :evil:
    Gerade wenn Sie einen Whiskey neu kennen lernen wollen, fangen sie mit einem höheren Wasseranteil an. So können Sie sich erst mal an den Geschmack gewöhnen, und sie können feststellen, wie mild oder
    scharf er ist. Wenn sich ihr Gaumen an die Alkoholmenge gewöhnt hat können Sie die zugegebene Wassermenge immer noch peu à peu verringern. Wichtig: Verwenden Sie unbedingt stilles, mineralarmes
    Wasser ohne Eigengeschmack. Wie beschrieben, soll das Wasser nur den Alkohol verdünnen, um dem eigentlichen Geschmack des Whiskeys mehr Raum zu geben. In Städten wie München oder ähnlich,
    wo das Leitungswasser kein Chlor enthält und richtig gut schmeckt, kann man dieses auch getrost verwenden. Obwohl es im wahrsten Sinne des Wortes cool aussieht: Ice und auch Cola haben in einem
    guten Whiskey eigentlich nichts verloren :thumbdown: Seine Temperatur sollte ein klein wenig unter der normalen Zimmertemperatur liegen. Kühlt man ihn zu sehr ab, gehen feine Geschmacksnuancen verloren.
    Außerdem wird er bei niedrigen Temperaturen oft trübe. Und noch ein Vorurteil mit dem gebrochen werden muss: der Tumbler, für viele das typische Whiskey Glas schlechthin, ist mit Sicherheit nicht
    die erste Wahl eines wahren Experten. Durch seinen dicken Boden erwärmt sich das Glas schlecht in der Hand, und durch seine weite Öffnung verfliegt das Aroma schnell. Besser das Stielglas. In seinem
    breiten Körper kann sich das Aroma ideal entfalten, durch die sich verjüngende Öffnung entweicht es aber nicht so schnell. Auch die Farbe des Whiskeys kommt in einem Stielglas, aufgrund des fehlenden Schliffs,
    besser zur Geltung.


    Dann, diese edlen Tropfen wirklich genießen und viel Spaß bei Deiner Verkostung :chill: , Servus, klaus54 :love_us:

  • Hallo!


    Das mit dem Wasser und dem Glas ist auf jeden Fall gut zu wissen. Ich habe schon gewusst, dass Eis, Cola u.Ä. rein tun ein Blödsinn ist - hätte ich eh nicht gemacht.
    Aber die anderen Tipps werde ich auf jeden Fall berücksichtigen... Wenn schon - dann richtig! :)

  • Das mit den Trinken sollte jeder so haben wie er möchte - so lange er nicht mit Cola mischen will. Wasser mag ich persönlich überhaupt nicht. Entweder schmeckt er mit oder nicht-
    Meine Freunde und ich haben hier schon ein paar 50 Euro Flaschen versucht und ich hatte beim letzten Mal einen Seagram (ja ist nicht USA) in der Plastikflasche mitgenommen und wir waren alle begeistert von dem guten Preis Leistungsverhältnis. Daher einfach alles ausprobieren und einen eigene Meinung bilden. Die können noch so prämiert sein was dir nichts nützt wenn er dir nicht schmeckt.