Amateur filmt brennendes Flugzeug in München

  • Der Zwischenfall einer Air-Dolomiti-Maschine auf dem
    Münchner Flughafen ist wohl dramatischer gewesen als angenommen. Bislang hieß
    es, der Pilot habe den Start der Maschine wegen einer "nicht alarmierenden"
    Rauchentwicklung an dem Hauptfahrwerk gestoppt. Ein Amateurvideo zeigt jedoch
    andere Bilder.


    Als das Feuer am Hauptfahrwerk der ATR 72 auflodert, wollen die Passagiere
    offensichtlich nur noch eines: Raus aus der Maschine – egal, ob sie die Treppe
    nehmen können oder nicht. Das Video, das ein Amateur am Münchner Flughafen
    gedreht hat, belegt, dass der Zwischenfall mit einer Air-Dolomiti-Maschine
    offenbar schlimmer war als bisher gedacht.


    Am vorderen Teil des
    Flugzeugs steht keine Gangway, die Passagiere springen trotzdem durch den
    Ausstieg ins Freie. Ein Passagier knickt dabei ein, rappelt sich vom Boden
    schnell wieder auf, rennt anschließend davon. Andere Fluggäste helfen, damit
    jeder aus der Maschine kommt.


    Immer mehr Rauch entwickelt sich und zieht über die Startbahn. Am hinteren Teil
    der Maschine, wo eine kleine Gangway hinausführt, stolpern die Fluggäste Stufen
    runter. Als alle Passagiere das Flugzeug verlassen haben, zielt die Feuerwehr
    mit einem Wasserwerfer auf die Flammen.


    „Die Feuerwehr war in einer
    Minute da, keiner ist verletzt worden“, kommentierte ein Sprecher des Flughafens
    München am Dienstag das Video auf Nachfrage von WELT ONLINE. Die Leute seien
    sehr ruhig geblieben, sagte er.


    Harmloser klang der Zwischenfall kurz
    nach seinem Bekanntwerden. Da war weder vonseiten des Flughafens noch von der
    Flughafengesellschaft von Flammen die Rede. Stattdessen hieß es nur, eine
    Anzeige habe den Piloten im Cockpit beim Rollen auf die Startbahn über eine
    „Rauchentwicklung“ informiert.


    Jetzt sagte ein Flughafensprecher, der
    Tower habe den Rauch bemerkt und Alarm ausgelöst. Daraufhin habe der Pilot den
    Start gestoppt.


    Eine Sprecherin der Fluggesellschaft Air Dolomiti, einer 100-prozentigen
    Lufhansa-Tochter, nannte den Vorfall zunächst noch „nicht alarmierend“. Nun
    räumte die Airline ein, dass der Vorfall anders dargestellt wurde. Das linke
    Fahrwerk habe gebrannt, erklärte eine Sprecherin von Air Dolomiti. Wie
    gefährlich die Flammen waren, sei aber noch nicht klar.


    Das Video könnt ihr euch hier anschauen:


    http://www.welt.de/vermischtes…Flugzeug_in_Muenchen.html



    Quelle: www.welt.de

  • Danke fuer diesen Beitrag! WIe man sieht sind es nicht immer die anderen Flugzeuge die veruengluecken....sondern auch solche die Lufthansa gewartet werden.
    Wieviele Zwischenfaelle einfach unter den Teppich gekehrt werden moecht ich nicht wissen.....oder doch?