Was täten wir ohne die Deutschen

  • Anlässlich der heutigen dt. Wahl und auch passend weil wir ein internationales Forum sind, eine super Kolummne im Kurier von heute:


    Danke, dass es euch gibt
    Was täten wir ohne die Deutschen? Wer würde unsere kurzen Gästebetten füllen, wer selbst das fettigste Schnitzel „lecker“ finden, wer unseren Grant mit Charme verwechseln? Ohne Deutsche müssten wir das selber tun, und das wäre ganz schön anstrengend.
    Wer würde uns ab und zu beim Fußball gewinnen lassen und damit unser Selbstwertgefühl reparieren? Wer würde uns durch seine ungelenken Versuche im Skifahren, im Wienerisch-Sprechen, im Kabarett und anderen typisch österreichischen Sportarten amüsieren? Wem sonst könnten wir DJ Ötzi als Popstar, Mausi Lugner als Sympathieträgerin und Hansi Hinterseer als Sänger andrehen? Wem könnten wir vorwerfen, dass er hat, was wir gerne hätten – also Disziplin, Zugang zum Meer und Ballgefühl? Wer ließe sich ständig als Piefke und Marmeladinger beschimpfen und käme doch jedes Jahr auf Urlaub zu uns? Und das Burgtheater? Sollen wir das vielleicht selber leiten?
    Was täten wir nur ohne die Deutschen. - GUITAR guido.tartarotti@kurier.at



    © 20.09.2009 KURIER

  • Hi,


    wenn ich mich zum "Danke" wegen der nicht besonders schmeichelhaften Darstellung der Deutschen auch erst einmal überwinden musste (im Gegensatz zu Gus, der ja bald Amerikaner ist und als Niederländer sowieso keinen deutschen Pass hat ;) ), muss ich aber zugeben, dass mir von den beiden Alpenrepubliken Österreich mit Abstand die sympatischere ist.


    Mit der Schweiz stehe ich seit gestern auf Kriegsfuß, nachdem ich einen Bußgeldbescheid der Stadt Zürich zugeschickt bekommen habe. Und zwar hat man mich mit 52 km/h (!) geblitzt (nach Abzug einer kleinen Messtoleranz), wo nur 50 (!) km/h erlaubt waren. Zur Begleichung dieser Strafe für das unglaublich schwere Vergehen hat die Stadt Zürich sogar ein eigenes Konto auf Eurobasis in Karlsruhe eingerichtet, auf das ich in den nächsten Tagen knapp 27 Euro überweisen darf. Jetzt verstehe ich auch, warum ich an der Grenze mein Navi, welches vor Radarfallen warnt, lt. eidgenössischer Gesetzgebung auf mein altes Aldi-Navi wechseln musste, das diese Warnmeldungen nicht hat: damit diese Einkommensquelle des Staates nicht geschmälert wird; warum die Schweiz im Vergleich zu anderen europäischen Staaten hinsichtlich ihres Volksvermögens ganz vorne liegt, hat sie wahrscheinlich nicht zuletzt den Deutschen zu verdanken, die ständig wegen ihrer Verfehlungen bei den Verkehrsvorschriften fleißig in Karlsruhe einzahlen. Immerhin bin ich aber auf der Fahrt nach Zürich Autobahn gefahren, ohne mir eine Vignette gekauft zu haben - das sehe ich jetzt als ausgleichende Gerechtigkeit. rofl


    Allen noch einen schönen Restsonntag - und diesen Beitrag bitte nicht ernster nehmen als ich ihn selbst gemeint habe - :D


    Gruß, snowbird

    Everything will be alright in the end; if it's not alright, it's not the end. (Altes indisches Sprichwort)

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  • Werner, was haette das gekostet, auf der schweizerischen Autobahn ohne Vignette. Ich wuerde auch sagen ausgleichende Gerechtigkeit. Ich stehe beiden Laendern offen gegenueber, wobei wir immer nach Oesterreich zum Langlaufen sind. Die Schweiz war uns zu teuer. Drei meiner Schwestern sind/waren ja in der Schweiz verheiratet, daher besteht eine gewisse Verbindung zur Schweiz. Meine Frage wusstest du das mit dem Navigator oder haben die es an der Grenze gesagt/verlangt? :huhu:

  • Das mit der Vignette war dann ausgleichende Gerechtigkeit.
    Die Vignette kostet chf 40,-- (also € 27,--) :P


    Die Strafe allerdings hätte chf 100,-- ausgemacht + Kauf der Vignette.


    Vorsicht: In Ö ist die Strafe wesentlich teurer. (dafür ist der Benzin billiger 8) )

  • Meine Frage wusstest du das mit dem Navigator oder haben die es an der Grenze gesagt/verlangt? :huhu:


    Das wusste ich, Gus. Einfaches Abschalten der Radarwarnfunktion reicht übrigens nicht. Das Navi darf keine Warnfunktion eingebaut haben, sonst wieder Strafe (wahrscheinlich in Karlsruhe einzahlbar :rolleyes: ) und das Gerät wird konfisziert. Zitat aus Auto-Magazin:


    "Wer für eine Fahrt in die Schweiz ein Navigationsgerät benutzt, das vor mobilen oder fest installierten Geschwindigkeitsmessstellen oder Blitzampeln warnt, macht sich strafbar. Dabei spielt es laut ADAC keine Rolle, ob das Gerät in Betrieb ist oder nicht. Polizei und Zollbehörden stellen solche Geräte sicher und erstatten gegen den Besitzer Anzeige. Er muss mit einer hohen Geld- oder sogar mit einer Freiheitsstrafe rechnen. Zudem werden die Geräte eingezogen und vernichtet. Auch Gerätekombinationen wie Handys und Notebooks, die solche Warnfunktionen enthalten, sind nicht zulässig und somit illegal."


    Bei der Rückfahrt aus der Schweiz hat mir der (deutsche) Zoll übrigens fast das ganze Auto auseinandergenommen. Dann musste ich mit auf die Wache. Erst mal Taschenkontrolle, Vorlage des Protemonnaies. Da dort aber kein Betrag zu finden war, der auch nur annähernd 10.000 € erreichte (das ist die Schallgrenze), wurde Leibesvisitation gemacht. Der Zöllner an der Grenze Waldshut erzählte mir später (quasi als Rechtfertigung), täglich werden bei derartigen Kontrollen nur an dieser Grenzstation Beträge von mehreren Hunderttausend Euro sichergestellt und Meldungen an die entsprechenden Finanzämter gemacht.


    Gruß, Werner

    Everything will be alright in the end; if it's not alright, it's not the end. (Altes indisches Sprichwort)