Sein Name ist Karl, er trägt traditionelle Lederhosen, einen Hut mit Gamsbart und hält eine Mass Bier in der Hand. Er ist der Star, das Maskottchen in Amerikas einzigem Nussknacker-Museum im Örtchen Leavenworth, im US-Bundesstaat Washington. Nicht nur jetzt in der Winterzeit staunen täglich hunderte Besucher über den Riesen-Nussknacker, der von Karl Rappl, einem Holzbildhauer aus Oberammergau, speziell für das Museum und seine Leiterin Arlene Wagner aus einem Lindenholzstamm geschaffen wurde. Etwa 15 000 Besucher aus den Staaten und der ganzen Welt begrüßt die Museumschefin jedes Jahr
Kein Zufall ist, dass das außergewöhnliche Museum und sein bayerisches Maskottchen Karl in dem Touristenörtchen Leavenworth, etwa eine Autostunde entfernt von Seattle, alljährlich wahre Besucherströme anlocken. Bayerische Trachten und deutsche Traditionen gehören längst zum Lebensgefühl der amerikanischen Einwohner. Biergarten, Christkindlmarkt und Oktoberfest sind feste Bestandteile im städtischen Tourismuskonzept. Sogar im Stadtwappen, das den Rathauseingang ziert, findet sich die weiß-blaue Referenz. Die alpine Landschaft des Kaskadengebirges tut ihr Übriges, um den Eindruck einer bayerischen Kleinstadt nahezu perfekt zu machen. Das ehemalige Holzfällerörtchen war in den 60er-Jahren dem Untergang geweiht, da die einzige Einnahmequelle - die Holzindustrie - mit der Schließung der wichtigen Eisenbahnverbindung verloren ging.
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http://www.sueddeutsche.de/bay…dt-in-den-usa-1.3813648-5
Servus, klaus54 ![]()