Französisches Flair weht über das Kopfsteinpflaster von Quebec

  • Nirgends ist Kanada so französisch wie in Quebec City. Kein Wunder: die Stadt am St.-Lorenz-Strom, die wie fast alles in Kanada indianische Wurzeln hat,
    dann aber von Franzosen gegründet wurde, später britisch war, sich gegen die US-Amerikaner wehrte und heute kanadatypisch all diese Einflüsse mischt.
    Multikulturell wie Toronto :!: Die gemütliche Altstadt mit Gässchen und kleinen Läden, das prunkvolle Chateau Frontenac, das über allem zu schweben scheint :super:
    Um zu verstehen, warum Quebec-City so ist, wie es ist, muss sich der Besucher zwangsläufig mit der Geschichte der Stadt beschäftigen. Vor bald 400 Jahren, genau
    am 3. Juli 1608, warf der Franzose Samuel de Champlain hier seinen Anker und baute eine erste Siedlung. Die Stellewählte er nicht von ungefähr.
    Er kam vom Atlantik, und der riesige St.-Lorenz-Strom, der kurz vor Quebec-City noch 18 Kilometer breit ist, misst hier nur noch rund einen Kilometer.
    Die schmale Stelle – ein strategischer Ort, das Tor der europäischen Siedler zur nordamerikanischen Weite. Schnell entwickelte sie sich zu einem wichtigen Handelsort
    unter anderem für Pelze und Holz aus dem Norden. Der Ort wuchs dennoch langsam. Als nach gut 150 Jahren 1759 die Briten Quebec eroberten, lebten hier ungefähr 7.000
    Menschen. Die britische Herrschaft brachte viele Einwanderer, die französischsprachige Bevölkerung war schnell in der Minderheit. Doch sie blieb standhaft, bewahrte
    ihre Kultur – und so blieb Quebec-City eine Bastion der Frankophilen. So ist der augenfälligste Bau der Stadt, das Luxushotel Chateau Frontenac, Loire-Schlössern
    nachempfunden. Einst Aushängeschild der Canadian Pacific Railway, gehört es heute zur Hotelkette Fairmont. Im August 1943 wurde hier Geschichte geschrieben:
    Die alliierten Regierungschefs, darunter US-Präsident Roosevelt und der britische Premier Churchill, bereiteten auf einer geheimen Konferenz die Landung in der Normandie vor.
    610 Zimmer und 24 Suiten bietet das Chateau heute. Wer hier residieren will, sollte seine Urlaubskasse gut gefüllt haben :P


    weiterlesen auf: :wow: http://www.wn.de/Freizeit/Ratg…fsteinpflaster-von-Quebec


    Servus, klaus54