Südstaaten Rundreise 2012

  • Hallo allerseits,


    Es ist soweit, wir sind angekommen :) Eh schon vor einigen Tagen, werde daher die ersten Tage eventuell auf mehrere Beiträge aufteilen. Bitte wundert euch auch nicht, wenn vielleicht hin und wieder Sachen drin stehen, die in einem USA Forum wohl jeder weiss, aber ich bin halt bissl "faul" und kopiere hier grossteils den Text von Mails, die wir an Familie und Freunde schicken, und da kennt sich halt nicht jeder so gut aus wie Ihr ;-)


    Zunächst einmal hier die geplante Route, mit Markierungen, wo wir übernachten (teilweise auch mehr als eine Nacht).Teilweise sind ja die Hotels reserviert, aber nicht überall, daher kann sich das durchaus noch etwas ändern.




    Letzten Samstag ging es von Wien über Frankfurt nach Atlanta Der Flug mit Lufthansa war sehr angenehm, ebenso der Airport Atlanta, die Immigration war innerhalb weniger Minuten erledigt, mit einem sehr netten Officer, der sogar etwas deutsch sprach. Auch die Mietwagenübernahme hat bestens geklappt. Die Auswahl in der Choiceline war nicht allzugross, aber mit unserem Jeep Compass sind wir sehr zufrieden. Danach haben wir nur kurz etwas zu essen besorgt (Kentucky Fried Chicken) und sind dann ins Hotel (Westin Airport, über Priceline um $65,-)


    Sonntag früh hat es dann geregnet, und daran hat sich tagsüber wenig geändert. Wir sind als erstes nach Chattanooga gefahren. Woran denkt man, wenn man den Namen hört? Richtig: Chattanooga Choo Choo. Da sind wir auch als erstes hingefahren. Der alte Bahnhof wurde zu einem Hotel umgebaut, und es gibt auch Zimmer in Zugwaggons. Wir sind etwas durchspaziert, und dann weitergefahren zur Riverfront, wo es eine Fussgängerbrücke über den Tennessee River gibt. Leider hat es nun wieder stärker geregnet, so sind wir nur ein kurzes Stück gegangen, und haben dann gleich umgedreht, und uns entschieden zu den Ruby Falls zu fahren.



    Hier fährt man mit einem Aufzug in die Tiefe, und geht dann ca 20-30 Minuten (sehr langsam und gemütlich) an verschiedenen Tropfsteinformationen vorbei, bis man zu einem grossen unterirdischen Wasserfall kommt. Die Inszenierung dort ist typisch amerikanisch: Kitschig bunt beleuchtet und dazu klassische Musik. Trotzdem sehr sehenswert und beeindruckend.


    Dann ging es weiter nach Lynchburg, wo wir in einem netten Motel (Lynchberg Country Inn) eingecheckt haben. Anschliessend sind wir noch etwas im netten Ort spazieren gegangen, für den Besuch der Jack Daniels Whiskey Destillerie war es zu spät, das haben wir uns für den nächsten Tag aufgehoben.



    Liebe Grüsse,
    Andrea und Andy

  • Danke für den Livebericht.


    Die Strecke kenne ich. Sind wir schon ähnlich gefahren. (waren allerdings zwei verschiedene Urlaube).
    Ich glaube ihr wollt den Natchez Trail ziemlich lang fahren. Ist wunderschön, aber wird dann doch ein wenig fad. Wir sind dann früher ab und direkt zu Elvis nach Memphis. Schön am Trail die Sümpfe kurz nach Jackson. Ein kleiner Tipp falls ihr ihn noch nicht kennt.

  • Viel Spaß auf der Tour.


    Wenn Ihr länger in Nashville seid, empfiehlt sich vielleicht der Music City Total Access-Pass für Euch --- www.visitmusiccity.com / 4 Attraktionen für 50 $ (die CMHF inkl. des Studio B waren schon über 30 Bucks pro Nase, gelten aber auch als 2 Attraktionen).

  • Hallo :-)


    @Lui, danke für den Tipp, dort kommen wir durch, werden wir auf jeden Fall anschauen. Den Natchez Trail werden wir ungefähr ab Tupelo, bis Natchez fahren. Das Stück von Jackson bis Natchez bin ich schon mal gefahren, 2000 mit meinem Bruder damals. Hab ihn landschaftlich schön in Erinnerung, ohne grosse spektatkuläre Sehenswürdigkeiten aber schön zu fahren. Aber erstmal gehts morgen nach Memphis.


    @Lucy, auch dir grosses Danke, wir sind inzwischen schon wieder weiter, ich hinke mit dem Live Bericht etwas hintennach. Der Pass wurde uns im Visitor Center angeboten, wir haben uns dagegen entschieden, da wir nur 2 Nächte da waren. Im Nachhinein haben wir nachgerechnet, was wir ausgegeben haben: Genau $ 49,- (für CMHF mit Studio B und Bellemead Plantation, also nur 3 attractions, eine 4. hätten wir zeitmässig nicht untergebracht). Haben also gegenüber dem Pass einen Dollar gespart ;-)


    In Kürze gehts weiter...
    lg, Andrea und Andy

  • Montag Vormittag haben wir als erstes den Herrn Jack Daniel besucht, wie im Foto dokumentiert. Die Besichtigung der Whiskey Destillerie war sehr interessant, und der Teil, den man zu sehen bekommt, sieht wirklich fast so aus, wie in der berühmten Fernsehwerbung.



    Danach ging es Richtung Nashville, eigentlich wollten wir zuerst zum House of Johnny Cash, in einem Vorort, haben es aber nicht gefunden. Später haben wir dann erfahren, dass es das gar nicht mehr gibt, und im Sommer ein neues Johnny Cash Museum in der Stadt aufsperren wird. Also sind wir als nächstes ins Hotel. Das Maxwell Millenium House, über Priceline sehr günstig, ist aber auch eher mittelklassig, und wäre zum Normalpreis überteuert. Der grosse Vorteil ist allerdings der Gratis-Parkplatz, sowie das Gratis- Shuttle ins Zentrum und retour, das man jederzeit in Anspruch nehmen kann. Man wartet nie länger als 5-10 Minuten. Das haben wir dann auch gleich in Anspruch genommen. Am Broadway in Nashville gibt es sehr viele Lokale mit Live Musik, in zweien davon waren wir, und außerdem natürlich im Hardrock Cafe.



    Dienstag sind wir wieder mit dem Shuttle nach Downtown, und haben uns die Country Music Hall of Fame & Museum angesehen. Obwohl wir uns mit Country Music kaum auskennen, war es sehr interessant und man ist doch auf mehr bekannte Namen gestossen, als erwartet. Inkludiert im Eintritt ist auch ein Shuttle und Besichtigung des RCA Studio B. In diesem Studio wurden viele bekannte Hits aufgenommen, allein Elvis Presley hat hier ca. 250 Songs aufgenommen. War total beeindruckend, dort zu stehen, und dazu gab es Geschichten und Tonaufnahmen aus dieser Zeit. Nachmittags sind wir dann wieder durch Nashville Downtown spaziert und sind abends bei Joe’s Crab Shack essen gegangen. Insgesamt hat uns Nashville richtig gut gefallen, das ist ein wirklich tolle Stadt, allein schon die Kombination aus älteren und modernen Häusern, dazu die vielen Lokale, überall Live-Musik, war eine ganz eigene Atmosphäre.



    Gestern ging es zuerst zum Parthenon, einem Nachbau des Parthenons in Athen in Originalgrösse (angeblich der einzige weltweit). Im Vordergrund des Fotos seht ihr übrigens unser Mietauto.


    Danach sahen wir uns die Bellemead Plantation an und fuhren dann weiter zum Land between the Lakes. Hier haben wir ein Cottage reserviert, auf das wir uns schon sehr gefreut haben. Und es ist wirklich so schön wie wir uns das vorgestellt haben, direkt am See, mit Balkon und nebenan unserem eigenen Picknicktisch, sehr schön gepflegt und sauber eingerichtet, mit voll ausgestatteter Küche. (http://www.lighthouselanding.com/) So haben wir dann gestern abend die Sonne und den Blick auf den Balkon genossen, und uns eine Tiefkühlpizza aufgebacken.



    Liebe Grüsse
    Andrea und Andy

  • Guten Abend, bzw. für die Daheimgebliebenen: Guten Morgen!


    Gerade gibts in Memphis ein Gewitter, und wir sind froh, dass wir heute schon früh essen gegangen sind, und daher auch gerade mit den ersten Regentropfen zurück ins Hotel gekommen sind. Aber der Reihe nach, hier der Bericht der letzten Tage:


    Donnerstag waren wir im Land between the Lakes unterwegs. Das Wetter war wunderschön warm und sonnig, und wir haben einige Tiere gesehen: Verschiedene Vögel, von ganz kleinen gelben, bis zu einem grossen Raubvogel, eine Schlange und ein Groundhog mit einem Jungen. (Groundhog wird lt. Leo mit Murmeltier übersetzt). Wir waren dann auch in der Bison & Elk Prairie, dort kann man mit dem Auto eine Runde fahren, und wir haben auch viele Bisons gesehen, teilweise auch mit Jungen, die allerdings im hohen Gras schwer zu erkennen waren. Zuletzt waren wir noch in der Nature Station, dort gibt es einen kleinen Zoo mit Tieren aus der Gegend, die wohl verletzt oder verwaist gefunden wurden, und daher in der Natur nicht überleben könnten.


    Abends waren wir in Patti’s Restaurant (http://www.pattis-settlement.com/), bekannt für die grossen Pork Chops. Gross war es tatsächlich, und vor allem auch sehr, sehr gut. Keine Ahnung, wie die das hinbekommen, so dicke Schweinskotletts durch, aber trotzdem total saftig hinzubekommen.


    Freitag war wieder einmal ein Reisetag, an dem wir nicht über Autobahnen, sondern über Nebenstrassen gefahren sind. Wir sind auch einen kleinen Umweg gefahren, um auch noch den Bundesstaat Missouri mitzunehmen, und länger der Great River Road entlangfahren zu können.


    Abends in Memphis waren wir dann mit unseren deutschen Freunden (die gerade eine ähnliche Tour machen, mit der wir uns hier und in NOLA überschneiden) auf der Beale Street, die als Fussgängerzone abgesperrt war. Überall gab es Livemusik, und – unüblich für die USA – konnte man auch Bier im Freien kaufen und Trinken. Naja, als wir dann den fast leeren Becher noch in der Hand hatten, als wir aus der Fussgängerzone rausgingen, wurden wir schon wieder aufgehalten, das sei nicht erlaubt…


    Gestern gingen wir zunächst zu Schwab’s General Store, der allerdings etwas enttäuschend war, da nur ein kleiner Bereich offen war. Danach ging es ins Peabody Hotel, einem schönen, alten Luxushotel. Die Lobby ist allein schon sehenswert, die grosse Attraktion sind allerdings die Enten. Die werden jeden Tag um 11h mit dem Aufzug und über einen roten Teppich zum Brunnen in der Lobby gebracht, und um 17h geht es wieder zurück. Eigentlich verrückt diese Entenparade, aber trotzdem irgendwie sehenswert.


    Weiter ging es zu Fuss zu den Sun Studios. Hier wurde nicht nur Elvis Presley entdeckt, sondern sehr viele Platten von anderen Stars aufgenommen (Johnny Cash, Jerry Lee Lewis, Roy Orbison, etc. bis zu U2’s Rattle and Hum). Leider waren recht viele Leute, trotzdem war es (für mich zum 2. mal nach 12 Jahren) wieder sehr beeindruckend.


    Zurück fuhren wir dann mit dem Trolley, alten Strassenbahnen, die auf drei Linien durch die Stadt fahren, bis zur Mississippi Riverfront und von dort über eine kurze Brücke auf die Insel Mud Island. Hier gibt es einen Park mit dem Nachbau des unteren Mississippi, und ein Museum über den Fluss.


    Retour haben wir uns dann die Fahrt mit der Monorail gegönnt, und anschliessend ein Bier in einem Pub, wo wir durch Zufall zur letzten Viertelstunde und dem Elfmeterschiessen des Champions League Finale zurechtgekommen sind. Da wir schon beim Stadion von Chelsea gewesen sind, und bekanntermassen Bayern nicht gerade unser Lieblingsverein ist, gab’s ja da richtig was zu feiern (im Lokal gab es genau einen Bayern-Fan, und so 5-10 Chelsea Anhänger – wir vermuten, dass das alles Europäer waren).


    Wir sind dann noch eine Runde mit dem Riverloop Trolley gefahren – übrigens war gestern der Preis pro Fahrt von $ 1,- auf 25 Cent reduziert, wegen Ozon-Vorwarnstufe. Zuletzt waren wir wieder auf der Bealestreet, haben in einem Lokal auf einer Terrasse im ersten Stock Ribs bzw. BBQ Pulled Pork gegessen, dann noch bei einem „Outdoor-Bierli“ die Leute beobachtet und die Stimmung genossen.


    So, herzliche Gratulation an alle, die den langen Text bis hierher durchgehalten haben ;-) Der heutige Tag folgt im nächsten Beitrag


    Bis bald,
    liebe Grüsse
    Andrea und Andy

  • Und schon gehts weiter:


    Der heutige Tag war fast ausschliesslich Elvis gewidmet. Wir waren pünktlich um 10:05h in Graceland und mussten uns nicht allzu lange für Tickets anstellen. Die Zeit bis zur Abfahrt unseres Shuttles zum Wohnhaus nützen wir für die „Besichtigung“ der Souvenir Shops. Die sind irgendwie tatsächlich sehenswert, denn so extrem viel Kitschiges und Unnötiges sieht man wohl selten. Besonders angetan hat es uns eine Plastikgitarre, gefüllt mit Popcorn. Wie ihr am Foto sehen könnt, hätte Andy sie wohl am liebsten mitgenommen ;-)


    Im Haus von Elvis konnte man dann alle Zimmer im Erdgeschoss und im Keller mit einem Audioguide (auch auf Deutsch) besichtigen, die Zimmer sind auch noch originalgetreu eingerichtet. Über den Hinterhof, bzw. Garten geht es dann zu seinem Grab (und dem seiner Eltern und Grossmutter), und danach mit dem Shuttle zurück zu den anderen Museen. Wir hatten das Platinum Ticket, bei dem ausserdem das Automuseum (ca. 10 seiner Autos, eines schöner als das andere, Highlight für mich der Pink Cadillac) und die Besichtigung seiner Flugzeuge (ein kleiner Jet und der luxuriös umgebaute Flieger namens Lisa Marie) inkludiert waren. Zusätzlich gab es noch 3 kleinere Ausstellungen, die wir uns auch alle angesehen haben.


    Insgesamt haben wir etwa 5 Stunden in Graceland verbracht, und auch wenn das alles gross, kitschig und kommerziell ist, finden wir, dass es trotzdem sehr sehenswert ist. Einerseits erfährt man sehr vieles über Elvis, was man nicht wusste (auch für mich beim 2. Besuch gab es viel Neues), und andererseits kann man mit etwas Fantasie den Rummel rundherum ausblenden und sich sehr gut in die damalige Zeit und sein Leben zurückversetzen.


    Danach sind wir zurück ins Hotel, haben das Auto abgestellt, und sind zu Fuss noch eine Runde zum Victorian Village gegangen. Das sind mehrere Villen in einer Gegend von Memphis, wo man sie ganz und gar nicht erwartet. Nichts Spektakuläres, aber nett anzusehen.


    Den Abschluss des Tages bildete natürlich wieder die Beale Street, wo heute Sonntag wesentlich weniger los war. Nach dem Essen im Hard Rock Cafe haben wir es gerade noch rechtzeitig vor einem Gewitter zurück ins Hotel geschafft.


    Morgen geht’s von Memphis Richtung Süden, die nächsten 4 Nächte ohne Reservierung, mal sehen, wo genau wir übernachten werden.


    Liebe Grüsse
    Andrea und Andy

  • Hallo Lucy,


    Nein, haben wir nicht - sorry, wenn es vielleicht im Text so rauskommt. Wir waren nur zur Entenparade im Peabody. Ich hatte mir das vorher schon angeschaut, da wir für spezielle Hotels gerne auch mal zwischendurch etwas mehr zahlen (bin selbst ursprünglich aus der Hotellerie...), aber das war uns definitiv zu teuer. An diesem Wochenende war ausserdem BBQ Festival in Memphis und die ganze Stadt ausgebucht. Wir hatten schon Monate zuvor die Econolodge reserviert, das war das einzige halbwegs günstige Hotel in der Innenstadt, das noch Zimmer frei hatte.


    Liebe Grüsse
    Andrea und Andy

  • Hallo allerseits,


    Auch wenn Ihr einige Tage nichts gehört habt: Uns geht’s gut, und wir geniessen die Reise. Inzwischen sind wir in New Orleans angekommen. Da sich nun doch einiges angesammelt habe, teile ich den Bericht aber etwas auf. (Ausserdem bin ich noch im Rückstand mit dem Sortieren der Fotos)


    Letzten Montag sind wir über die Great River Road, und einige Nebenstrassen bis Tupelo gefahren. Dort steht das Haus, in dem Elvis Presley geboren ist. Standort und Haus sind original, nur das Dach und das Innere wurde erneuert, bzw. originalgetreu eingerichtet. Dazu gibt es dort die Kirche, in der er als Kind oft war (wurde aber von einem anderen Standort hergebracht) und ein kleines Museum. Wir dachten, nach Sun Studios und Graceland soviel gesehen zu haben, und „alles“ zu wissen. Hier ging es aber hauptsächlich um seine Kindheit, Jugendzeit und Familie, und das war dann doch wieder sehr interessant.


    Dienstag und Mittwoch sind wir dann den Natchez Trace Parkway von Tupelo bis Natchez abgefahren, mit einigen Abstechern, und einer Nächtigung in Jackson, Mississippi. Der Natchez Trace war ein alter Handelsweg, über viele Jahrhunderte. Teile des alten Weges sind erhalten, und dem entlang wurde eine landschaftlich schöne Strasse gebaut, mit sehr vielen Historic Sites, und kleinen Nature Trails.


    Einer dieser Traces war entlang von Swamps, war toll, auch wenn wir dort (im Unterschied zu unseren Freunden, die ein paar Tage vorher da waren) keine Alligatoren gesehen haben.


    Beeindruckend war auch der frühere Ort Rocky Springs, der als Ghost Town bezeichnet wird, aber ausser der Kirche, einem idyllischen Friedhof, einigen Zisternen und Safes (aus Geschäften, bzw der Post) ist nichts mehr übergeblieben.


    Ein Abstecher führte uns auch zu den Windsor Ruins, das war einmal das grösste und schönste Plantationhaus der Gegend. Heute stehen nur noch grosse Säulen mitten in der Natur.



    In der Nähe ist Port Gibson, dort haben wir durch Zufall eine erst vor 1-2 Jahren errichtete Wand mit einem Gemälde entdeckt, die an den Boycott von Port Gibson erinnert. Die schwarze Bevölkerung hat damit ab 1966 über 11 Jahre hinweg um ihre Rechte gekämpft, die Anführer wurden angeklagt, und noch 1980 verurteilt, erst 1982 wurde das Urteil aufgehoben. Wer sich näher dafür interessiert: http://en.wikipedia.org/wiki/NAACP_v._Claiborne_Hardware_Co.


    So, das war es erst mal, Fortsetzung folgt, heute abend oder in den nächsten Tagen.


    Liebe Grüsse und schönes Wochenende,
    Andrea und Andy

  • Hallo Ihr alle :)


    Weiter geht’s:


    Nachdem wir in Jackson sehr einfach und günstig genächtigt (Travelodge) und gegessen (Subway) haben, war in Natchez wieder einmal bissl was Besonderes angesagt. Wir hatten nicht vorreserviert, aber als wir in Natchez ankamen, hat uns gleich das Grand Hotel direkt am Mississippi „angelacht“. Wir haben dann auch tatsächlich ein Zimmer bekommen, zwar nicht mit River View, aber auch die City View war toll, und der Preis durchaus bezahlbar ($ 139,- incl. Taxes und wirklich gutem Hot Breakfast, sogar mit „echtem“ Geschirr und Besteck, nicht Plastik oder Pappe, wie hier üblich - http://www.natchezgrandhotel.com/)


    Abends waren wir hier essen: http://www.cockofthewalk.biz/Natchez.html Hat uns total gut gefallen, urig, einfach aber total gut. Erst jetzt haben wir gesehen, dass es davon mehrere gibt. Nach dem Sonnenuntergang am Mississippi waren wir noch auf ein Bierli in einer Bar – da war es voll, tolle Stimmung, allerdings laut (Karaoke), und man durfte dort auch rauchen. Nicht, dass wir das so gut finden, aber es hat uns total überrascht, bereits das zweite mal in diesem Urlaub, in einer Bar in Nashville war das auch schon so.


    Am nächsten Morgen sind wir dann durch Natchez spaziert und haben uns die vielen schönen Antebellum Häuser angesehen Dann ging die Reise weiter, knapp nach Natchez machten wir noch einen Stop bei „Mummy’s Cupboard“ (das leider auch bei uns geschlossen war, es war erst 10.30h).


    Alles weitere demnächst (wann auch immer das sein wird ;-))
    bis dann


    Andrea und Andy

  • Hallo,


    Es dürfte Dienstag bis Samstag,11.00h bis ca. 14:00h offen haben. Wir waren um 10:30h dort, da sah man schon Licht, und jemanden der etwas hergerichtet hat. Also denke ich schon, dass sie dann eine halbe Stunde später auch aufgesperrt haben.


    Lg, Andrea

  • Hallo allerseits


    Ihr seht, wir sind fleissig am Aufarbeiten. Wir sind im letzten Mail bei Donnerstag früh stehen geblieben, nun geht’s also weiter von Natchez, ganz in den Süden hinunter. Unser Ziel – auf das wir uns schon lange gefreut haben – war Avery Island, wo der Tabasco hergestellt wird. Es gab eine kurze Einführung, dann einen sehr guten Film über die Herstellung des Tabasco, der übrigens in Fässern reift, die sie unter anderem von Jack Daniels kaufen. Man konnte dann durch eine Glasscheibe in die Halle sehen, wo die Fläschchen abgefüllt werden und zuletzt ging es – geht ja gar ned anders – in den Giftshop. Dort bekam man noch diverse Kostproben: Chilli, Jalapeno-Eis, Tabasco-Cola und mit kleinen Soletti konnte man natürlich alle Saucen probieren. Und dazu gab es neben den Saucen und sonstigen Produkten, natürlich wieder unglaublich viele Souvenirs zu kaufen.


    Auf der Insel gab es ausserdem den Jungle Garden (http://www.tabasco.com/avery-island/jungle-gardens), hier haben wir nun auch die ersten Alligatoren gesehen. Auch sonst ist es total schön dort, so richtig wie man sich die Südstaaten vorstellt.


    Im Reiseführer haben wir über einfache Cottages mitten in den Swamps gelesen, und spontan angerufen und reserviert. So sind wir abends hier gelandet: http://www.wildlifegardens.com/index.php/cabins/ Die Cabins sind wirklich sehr einfach und leider auch etwas renovierungsbedürftig. Aber sauber, alles da was man braucht, und dazu war es einfach ein einmaliges Erlebnis auf der Veranda zu sitzen und all die Geräusche der Wildnis zu hören. Und man ist dort wirklich im Nichts: Es gab kein TV, keinen Handyempfang und kein Internet (und das ist zwischendurch auch mal gut so), und auch die üblichen Verdächtigen (McDonalds und Co) fehlen komplett. Es gab gerade mal eine Tankstelle, dort gab es neben Hot Dogs und Burgern auch Krebse zu kaufen. Ein ganzer Sack, fertig zubereitet um $ 8,-. Natürlich haben wir da zugeschlagen, haben total gut geschmeckt, sie waren gekocht, aber anscheinend war das Kochwasser scharf gewürzt. Da es auch keinen Kühlschrank gab, wollten wir nochmals zur Tankstelle um Eis zu besorgen, doch unterwegs ist uns ein Eisautomat aufgefallen. Sowas haben wir auch noch nie gesehen, hat aber super funktioniert. Man schmeisst $ 1,50 rein, und rauskommt ein 7kg Sack Eiswürfel.


    (Die Tankstelle auf dem letzten Foto ist noch in Betrieb, wir haben da auch getankt - man beachte die "antiken" Zapfsäulen)


    Am Nächsten Tag haben wir beschlossen, den LA Highway 1 bis hinunter ans Meer, nach Grand Isle zu fahren. War mal wieder etwas, was kaum ein Tourist macht, aber total interessant, man fuhr sehr viel über Wasser und Sümpfe, und durch kleine Fischer- und Badeorte.


    Von dort ging es dann nach New Orleans, und damit sind wir nun schon am aktuellen Stand, denn wir sind ja noch in in New Orleans bis Dienstag. Den gestrigen Tag hebe ich noch auf für’s nächste Mal.


    Herzliche Grüsse und ein schönes, restliches Pfingstwochenende


    Andrea und Andy

  • Hallo ihr alle,


    Wir sind nun also seit Freitag abend in New Orleans. Dort haben wir im Hotel (http://www.countryinns.com/new…el-la-70130-2424/laorlean - total super und 100%ig zu empfehlen) wie vereinbart unsere Freunde Gaby und Uwe getroffen, und nach einem Begrüssungsdrink sind wir Essen gegangen (Alligator im Huck Finn) und danach auf die Bourbon Street. Dort war extrem viel los, und… na ja, sagen wir so… es war ein Erlebnis, weil so gar nicht typisch USA, aber nicht unsere Welt: Viel Alkohol, Bars, Nachtlokale, Live Musik, die aber (für uns) nicht so toll war wie in Nashville oder z.T. in Memphis.


    Samstag waren wir zuerst gemeinsam auf einer Swamp Tour: http://www.honeyislandswamp.com/ Das Highlight der Tour waren für uns nicht so sehr die Alligatoren - die übrigens mit Marshmellows angelockt wurden, die ihnen anscheinend auch geschmeckt haben, na ja, die Touristen wollen ja Gators sehen - sondern, dass wir das grosse Glück hatten, eine Eule am Flussufer zu sehen, die gerade genüsslich eine Schlange verspeist hat.



    Abends haben wir gemeinsam eine Dinnercruise auf dem Steamboat Natchez gemacht. Zuerst sassen wir bei Margaritas und Bier hinten auf dem oberen Deck und haben den Sonnenuntergang genossen, anschliessend gab es ein Buffet, von dem wir recht positiv überrascht waren.


    Gestern mussten Gaby und Uwe leider die Heimreise antreten, und wir beide sind mit dem Auto ganz in den Süden, zum Ende der Great River Road gefahren. Ich hatte diese Strecke ja mit meinem Bruder 2000 schon einmal abgefahren. Bis auf Fort Jackson und eine Mississippifähre kam mit gar nichts mehr bekannt vor, was wohl nicht (oder nicht nur) an meinem Erinnerungsvermögen liegt, sondern wohl eher daran, dass nach Katarina alles zerstört war, und neu gebaut werden musste. Das hat uns auch eine Einheimische, mit der wir ins Gespräch kamen, bestätigt.


    Heute sind wir morgens mit dem Streetcar (einer netten alten Strassenbahn) zum Garden District gefahren, und haben uns dort die hübschen Villen, und einen alten Friedhof angesehen. Anschliessend sind wir zu Fuss zurück ins French Quarter, dort noch mal durch die Bourbon Street, einige andere schöne Strassen und den French Market. Dort gab es leider grossteils Souvenirs und „Fetzenstandeln“, aber dann doch den einen oder anderen Stand mit Spezialitäten. Da ist uns auch etwas aufgefallen,was wir an Tankstellen schon als Imbiss gesehen haben – müsst ihr am Foto schauen. Jedenfalls sind wir glaub ich bekannt dafür (und auch stolz darauf), dass wir fast alles probieren wollen, aber da mussten wir auch passen, das hat uns so gar nicht angelacht.



    Morgen werden wir zuerst 1-2 Plantations ansehen, ist zwar die falsche Richtung, aber Freitag hat die Zeit nicht gereicht, danach geht es nach Biloxi, wo wir zum ersten Mal in einem Hard Rock Hotel übernachten werden.


    Bis bald,
    liebe Grüsse aus der Hitze (90 – 95° Fahrenheit und sehr schwül)
    Andrea und Andy