Beiträge von Ully-Bär

    Jawohl. :bravo: Das Custer-Schlachtfeld am Little Big Horn. Einer der letzten großen Siege der Indianer gegen die weißen Eindringlinge. Zwischenzeitlich sieht man die Rolle von Custer und seinen Offizieren auch in den USA sehr differenziert. Zum Beispiel im Buffalo-Bill-Museum in Cody gibt es da recht interessante Fakten. Die Amerikaner haben ja zu solchen geschichtlichen Entwicklungen eine (für uns Europäer) überraschend unverkrampfte Einstellung. Das Ganze ist jetzt knapp 150 Jahr her und sie sagen: "Sorry - das war ein Verbrechen damals. Stimmt! Aber das ist history. Da kann man jetzt nix mehr dafür." Und bei uns, oder noch mehr im nahen Osten, hauen sich Leute die Schädel ein für Dinge die vor vielen, vielen Jahren passiert sind.

    Mal ein paar Hinweise. Es handelt sich um ein Denkmal das an ein Ereignis im Jahre 1876 erinnert. Die wichtigsten handelnden Personen sind nicht nur weltweit namentlich bekannt, sondern auch die Helden verschiedener Filme.

    3 Stunden dürften machbar sein. GPS ist Pflicht! Allrad würde ich nicht unbedingt als notwendig erachten, Bodenfreiheit schadet nicht. Wir sind die Straße mit der Harley befahren, also weit weg von Geländetauglichkeit. Bei Schlechtwetter oder nach Regenfällen würde ich abraten und den Highway benutzen.

    Hells Backbone ist eine Schotterstraße - Verbindung zwischen Boulder und Escalante (beide am Highway 12 gelegen) Kurz nach Boulder zweigt die Straße rechts ab und führt dann in einem großen Bogen (mit vielen, vielen Kurven nach Escalante. Sind ab Torrey 130 Kilometer bis Escalante. Wir sind das zuletzt mit dem Motorrad befahren. Wie gesagt Schotter ..... Bekannt ist die Brücke "Hells Backbone" kannst ja mal danach im Netz googeln. Natürlich gibt es in der Gegend auch noch andere landschaftliche Sehenswürdigkeiten zB Kodachrome Bassin SP (auf der 12 weiter in Richtung Bryce)

    Es gibt auch genug Farmen bei denen man als Tourist "mitreiten" kann, das wird auch als Urlaubsvergnügen anerkannt. Also ist es auch da kein Problem wenn ihr bei einer Freundin auf deren Farm mitreitet, als "Erwerbszweck" ist es ja nicht. Hatte heuer auch das Angebot bekommen es aber zum Wohle des Pferdes und meines Sitzfleisches abgelehnt.

    Hi und herzlich Willkommen!


    Illinois? Ein ungewöhnliches Ziel für einen Erst-USA-Trip. Mit dem Hintergrund des "Freundinnenbesuches" natürlich verständlich. Ihr solltet Euch aber ev einen Gabelflug überlegen um noch etwas mehr von den USA zu sehen, wenn Ihr schon die weite Reise macht. St Louis und Chicago liegen zwar im Umkreis von 200 Meilen (aber sogar bei US-Verhältnissen ist das nicht ganz in der Nähe). Ansonsten ist dort ziemlich genau "Nichts" und zwar sehr viel "Nichts". Eine Reitsportveranstaltung sollt ihr auf jeden Fall besuchen. Ist ein Erlebnis mit all dem typisch amerikanischen "Drumherum".

    Das erste Rennen ist geschlagen. Und es gibt eine große Verliererin. Für Lindsay Vonn ist nicht nur die WM sondern die Saison vorbei. Absolut schade für diese Supersportlerin.


    Die Siegerin ist mit Maze auch die Dominatorin der Saison und für die Schweizer freut mich der zweite Rang. Wurden sie doch nach den bisherigen Saisonergebnissen schon abgeschrieben.


    Die Österreicherinnen? Waren auch dabei.

    Von Moab in Richtung Page bietet sich natürlich der Hw 12 an. Also von Moab zuerst auf die Interstate 70, dann links weg auf den Hw 24 durch den Capitol Reef NP bis Torrey. Nötigenfalls hier tanken, da kommt jetzt länger keine Tanskstelle mehr. Außerdem gibts dort auch einen Subway-Imbiss ;-) Dann auf dem Hw 12 Richtung Esclanate/Bryce. Es bieten sich beidseits des Highway ein paar Abstecher an die allerdings Schotterstraßen sind.


    Das ist ein hilfreicher Link: http://www.scenicbyway12.com/


    Die Dörfer entlang des Highway sind wirklich "gottverlassene Nester" bieten aber ev günstige Nächtigungsmöglichkeiten. Bei unserem letzten Stop in Escalante fanden wir aber abends kein geöffnetes Lokal. Moab - Escalante geht locker an einem Tag, man kann sich aber auch 2 dafür Zeit nehmen wenn man Capital Reef länger besuchen will.

    @ Mike


    Das kommt drauf an was man dort vorhat. Du planst offenbar überall längere Wanderungen ein, ansonsten wüßte ich nicht was ich so lange an einzelnen Punkten machen soll. Da müßten wir wissen welcher Typ Reisender Sun ist. Mehr Wanderer oder mehr "Reisender" ...


    Grand Canyon 2 Tage?
    Escalante 2?
    Bryce 2?
    Moab 3 ? Das ist mein Lieblingsplatz aber trotzdem .....
    Capitol Reef 1 Tag ???


    Dafür würde ich von SF nach LA mindetens 2, noch besser 3 Tage einplanen. Bei der Gesamtdauer sind wir uns wieder einig.

    Ich würde sagen: Paßt! Wüde ich genauso machen. Am Weg von SF nach LA Zwischenstop in Monterey beim Bay-Aquarium und schlafen in diesem Bereich (ev nicht in Pazific Grove dort ist es ziemlich teuer). Ein Halbtag in LA reicht meiner Meinung nach (Hollywood und ein Kaffee am Santa Monica Pier) - bin kein Themenpark und Filmparkbesucher.


    Hearst Castle ist für Europäer wenig aufregend.


    Eine Möglichkeit wäre noch von Las Vegas südlich zum Hoover Damm, dann über die historic Route 66 zum South Rim des Grand Canyon. Ev Heliflug (teuer aber spektakulär) und dann über Monument Valley rauf nach Moab.


    Utah State Highway (Hells Backbone) ist einfach toll. Nächtigung in Escalante vorher über Internet buchen. Ist wenig Auswahl und eine ziemlich einsame Gegend.


    Im Arches gibt es ohne Wohnmobil keine Nächtigung. Nächste Stadt ist Moab (dort gibt es aber dafür eine große Hotelauswahl) Unbedingt sehr früh in den Nationalpark reinfahren und ausreichend Trinkwasser mitführen (beim Wandern).


    Dauer: 16 Tage sind meiner Meinung nach mindestens erforderlich. Eher 3 Wochen.


    Ach ja: Google-Maps zeigt bei mir die Orte an aber nicht die Strecke.

    OK. Hier die Orte:


    1 Cable Car San Francisco
    2 San Francisco in Richtung Hafen
    3 San Francisco Golden Gate Bridge
    4 San Francisco China Town
    5 Highway Nr 1 bei San Simeon
    6 Seelöwen am Highway 1 nördlich von Santa Barbara
    7 unser WoMo am Campground in Malibu-Beach
    8 Route 66 - endlose Weiten
    9 Las Vegas der Strip
    10 Las Vegas Hotel New York
    11 Las Vegas Hotel Luxor
    12 Las Vegas Hotel Venezian und Strip
    13 Las Vegas Freemont Street Experience
    14 Helikopterflug Grand Canyon
    15 Grand Canyon south Rim
    16 Monument Valley
    17 Arches NP Landscape Arch
    18 Arches NP
    19 Büffel im Windcave NP

    „From Chicago to L.A.“ singen die Stones im alten Klassiker über die Kicks auf der Route 66. Und die meisten USA-Reisenden wollen einmal auf dieser Route 66 von Osten nach Westen fahren. Das ist der Grund das sich am Saisonende die Wohnmobile im Westen der USA sammeln und für den neuen Saisonbeginn wieder nach Osten sollen. Mit der Einwegmiete wird dann die Rückstellung dieser Fahrzeuge finanziert. Wir wissen das solche Überstellungen über die Homepage der Firma Canusa (www.canusa.de) zu bekommen sind und wollten einfach mal diese „andere Art des Reisens“ ausprobieren.


    Die Lufthansa brachte uns im allerneuesten Flugzeug der Flotte, einem Airbus A 380, nach San Francisco, wo wir auf Grund der Zeitumstellung noch den ganzen Nachmittag für einen Stadtbummel nutzen konnten. Zufällig fand an diesem Wochenende auch die Segelregatta zum „Americas Cup“ in der Bucht statt und auch die „Fleed-week“ die Leistungsschau der amerikanischen See- und Luftstreitkräfte. Es war also ganz schön was los. Wir nutzen 2 Tage für das übliche Pflichtprogramm mit Cable-Car, Fishermans warf, Golden-Gate, Alcatraz und China-town. Danach ging es zur Firma Moturis um unser mobiles Heim für die nächsten Wochen zu übernehmen. Ein Ford F 350 Super Duty mit 27 Zoll Aufbau. Das heißt im Klartext 10 Meter lang, 2,5 Meter breit und 4 Meter hoch. Knappe 400 PS aus 10 Zylindern unter der Haube und 6,5 Tonnen Gesamtgewicht. Die ersten paar Kilometer waren ganz schön beeindruckend. So ein Fahrzeug bin ich bislang noch nie gefahren und auf meinen vorsichtigen Einwand gegenüber der Angestellten bei Moturis, das wir ja nur 2 Personen sind und ob es nicht eventuell auch ein kleineres Fahrzeug für uns gäbe, sagte sie nur: „Nein – das muss nach Chicago.“ Na gut dann fahren wir halt.


    Nach ein paar Kilometern ging es dann schon recht gut, und die breiten US-Interstates sowie der entspannte Verkehr in Amerika taten einiges dazu, das wir flott vorankamen. An der Canneryrow in Monterey konnten wir mehrere Stunden das weltberühmte Aquarium besichtigen und danach auf dem Highway 1, einer der Traumstraßen der Welt über Malibu Beach nach Santa Monica bei Los Angeles fahren. In Los Angeles haben wir nur Hollywood einen kurzen Besuch abgestattet. Danach gings über San Bernadino und die Mojave Wüste (in der es geregnet hat) nach Las Vegas.


    Las Vegas kann man mögen oder auch nicht- man sollte es aber zumindest einmal erlebt haben. New York, Paris und Venedig nur wenige hundert Meter getrennt. Dazwischen die Pyramiden, Monte Carlo und das alte Rom. Die Freemont Street, überdacht vom weltgrößten Bildschirm, Kasinos an allen Ecken, Glanz und Glitzer und das Geräusch der Spielautomaten rund um die Uhr. Nach einigem Zocken gehen wir mit 10 Euro Gewinn zurück zum Campground.
    Über den Hoover Damm und die alte Route 66 kamen wir zum nächsten Höhepunkt der Reise. Ein Helikopterflug über dem Grand Canyon. Start direkt am Südrand und nach wenigen Flugminuten sind wir schon über dem 1600 Meter tiefen Canyon. Sehr beeindruckend und trotz der relativ hohen Kosten ein absolutes Muss-Erlebnis. Der Spaziergang entlang des Canyons läßt erahnen, wie sich die ersten Weißen gefühlt haben als sie am Weg nach Westen auf dieses natürliche Hindernis stießen. Es scheint einfach unüberwindlich zu sein und doch wußten die Indianer gut wie man auf die andere Seite kommt – sie sagten es den Weißen aber nicht.


    Der nächste Abschnitt führt uns zu einigen unbekannten Sehenswürdigkeit wie dem Canyon de Chelly und den Natural Bridges , dem Valley of the gods, zeitweise auf steilen Schotterstraßen (wenn das der Vermieter gesehen hätte …) und zum Monument valley. Wir bezahlen 10 Euro und können den weltberühmten Ausblick auf die 3 Felsen genießen. Reinfahren ins Tal dürfen wir mit dem Riesenwohnmobil nicht. Das erste Mal sind wir schon „ausgesperrt“. Weiter geht’s Richtung Norden zum Arches Nationalpark.


    Der Arches Nationalpark ist mein persönlicher Lieblingsplatz in den USA. Diesmal konnten wir, dem Wohnmobil sei dank, im Nationalpark nächtigen und somit sowohl am Abend bei Sonnenuntergang als auch bereits ganz früh am Morgen, durch die spektakuläre Landschaft wandern. Als wir gegen Mittag vom 6-stündigen „Loop-Wanderweg“ zurückkamen sind uns die großen Mengen an Wanderern auf den letzten Meilen entgegengekommen, während wir am Vormittag fast alleine unterwegs waren. Die Wanderung ist selbst bei Herbsttemperaturen anstrengend und erfordert doch Trittsicherheit und etwas Verpflegung. Der Tag hatte dann aber noch Abkühlung für uns, denn nach einer Fahrt den Colorado entlang, über Grand Junction und Vail erwartete uns am Vailpaß eine geschlossenen Schneedecke und minus 4 Grad.


    In Denver war es wieder deutlich wärmer und am Weg nach Norden über Cheyenne versuchte uns der Wind von der Interstate zu blasen. Der Windcave-Nationalperak und der Custer State Park sind uns noch von der letzten Reise als Wildparadies in Erinnerung. Hier durften wir aber mit unserem Riesenfahrzeug wieder nicht überall fahren. Höhenbeschränkungen, Breitenbeschränkungen … So blieb uns nur eine kleine Runde auf der wir aber wieder eine große Zahl von Tieren beobachten konnten. Büffel, Hirsche, Antilopen, Dickhornschafe, Präriehunde und Wildesel, wobei die letzteren offenbar die Bettlerei als Nahrungsquelle entdeckt haben.


    Der Badlands-Nationalpark mit seiner Landschaft wie am Mars ist ein letztes Ziel bevor es dann in die endlose Prärie geht. Immer geradeaus Richtung Osten. Tagelang. Unterbrochen nur durch Besuche bei Freunden bis wir dann in Chicago ankamen. Der Endpunkt unserer Tour. Bevor wir das Wohnmobil- zurückgaben schauten wir uns noch die Metropole an und dann gings ans Einpacken und auf zum Flughafen.


    Der Rückflug mit Lufthansa fand ein schnelles Ende, als irgendwo über Kanada in der Bordküche ein Brand ausbrach. Wir landeten in Goose-Bay im Nordosten von Kanada, dem letzten Flughafen vor Grönland und machten einen unfreiwilligen Zwischenstop für 1 Tag. Bis Wien summierte sich dann die Verspätung auf 29 Stunden und dann mussten wir noch einen unserer Koffer suchen, der irgendwo am Weg zwischen Goose-Bay und Wien einen anderen Weg genommen hat. Aber wenn man zu Hause ist kann man das ja deutlich entspannter sehen.


    Fazit: Knappe 6000 Kilometer gefahren und einen Durchschnittsverbrauch von 27,2 Liter Sprit verbrannt. Die Kosten sind, wenn man ein Überstellungsangebot nutzt, zumindest gleich hoch wie bei einer Motorradtour und Hotelnächtigung. Bei Normalmiete ist es deutlich teurer. Vorteil ist der Wind- und Wetterschutz und der Umstand, das man auch mal in einem Nationalpark nächtigen kann. Schön ist auch das man nicht tagtäglich aus- und einpacken muß. Nachteil ist eben das man nicht überall stehen bleiben und nicht überall hin fahren kann und eben der Kostenfaktor.