Also, nach langer Zeit, hier mal meine ersten Berichte. Ich hab das übrigens zum Teil als Tagebuch mitgeschrieben, nicht dass ihr glaubt, jetzt nach ein paar Monaten kann ich mich so genau erinnern ;o)
NEW YORK:
Tag 1: Anreise. Spät am Abend angekommen. Alles recht easy eigentlich. Also keine Probleme bei den Einreiseformalitäten. Öffentliche Verkehrmittel schnell kapiert. Gewohnt haben wir in der 28th Street. Von wo wir auch den ersten kurzen Rundgang gemacht haben. d.h. direkt zur Fifth Avenue, vorbei am Empire State Building, dann zum Broadway, Time Square, wo wir ins Mariott gegangen sind und uns im “The View” ein Bier gönnten. Danach hundemüde ins Bett. Zimmer war relativ laut. Ich kannte bis dahin keine Stadt, in der nachts soviel Polizeisirenen zu hören sind ;o)
Tag 2:
Das Frühstück, in einem - wie bald bemerkt überall in den USA - auf gefühlte 10 Grad herunter gekühlten Raum, präsentiert sich wie erwartet. Kaffee (die Kaffee-Experten fanden ihn etwas gar schwach) aus Bechern, einiges (meist süßes) Gebäck, Obst, Cornflakes, Joghurt usw. Insgesamt recht ok.
Erste Station heute der Central Park. Dazu braucht man wohl nicht viel zu sagen. Die "grüne Lunge" halt. Macht dem Namen alle Ehre. Es gibt einige Baseballfelder und wir schauten auch kurz zu, wie ein paar Hobbymannschaften gegeneinander antraten. Das Spiel scheint irgendwie recht cool zu sein. Die Amis steigern sich jedenfalls ordentlich rein. Wir, als gelernte Europäer, fanden es zwar auch recht nett, aber so richtig hat sich der Sinn Anfangs nicht erschlossen (was sich im Laufe der Reise geändert hat). Eine runde Kugel in ein Tor zu fetzen, erscheint uns aber weiterhin die sinnvollere Freizeitbeschäftigung zu sein.
Im Park werden wir Zeuge des Zieleinlaufes vom NY City Triathlon. Die Zuschauer am Rand der Strecke gehen voll mit und es zeigt sich deutlich, wie begeisterungsfähig die Amerikaner sind. Viele haben selbstgemalte Transparente mit (Go, Daddy, Go!! usw.) und alle unterstützen die wackeren Teilnehmer lautstark. Auf jeden Fall ein schöner Moment, der doch einen gewissen Mentalitätsunterschied zu uns (eher introvertierten) Österreichern zeigt.
Nach einigen Kilometern im Central Park und einem kurzen Abstechter zum Guggenheim Museum (wobei wir hier nur die Architektur bewundert haben) ging es mit der U6 wieder „runter“ bis zu Grand Central Station. Der Bahnhof ist wohl einer der schönsten, den wir je gesehen haben. Relativ "frisch" renoviert, wurde seine klassische, alte Bauart aufrechterhalten. Es gibt zahlreiche Geschäfte, Restaurants und einen Delikatessenmarkt. Sehr nett.
Danach ging es zum Mittagessen, bei dem wir einen Freund getroffen haben, der zu der Zeit gerade in NY lebte. Am Union Square brachte er uns in ein recht nettes Burgerlokal . Nach der Burgerstärkung ging es noch in einen Coffee-to-go-Laden, bei dem noch ein wenig Koffeinnachschub besorgt wurde.
Nach dem Essen gingen wir weiter in südliche Richtung zum Washington Square Park, der sich im Greenwich Village befindet. Hier liegt auch die New York University. Dementsprechend ist die gesamte Umgebung auch relativ „jung“ und „in“. Weiter ging es von hier aus – wie fast immer zu Fuß – über die Christopher Street zur Uferpromenade des Hudson Rivers. Diese Gegend ist von der New Yorker Bohème belagert, Künstler, Schriftsteller, Homosexuellen-Szene, alles hier zu finden.
Die Temperatur ist mittlerweile ordentlich angestiegen und setzt uns ganz schön zu. Am Pier ist es recht nett. Imbissbuden, Water-Taxi-Anlegestellen, Läufer, Biker, Skater und viele, viele Touristen. In der Gansevoort-Straße begeben wir uns auf eine neue Attraktion von New York, die vor kurzem noch überall als Insidertipp angepriesen wurde: The High Line (eine alte Bahntrasse wurde begrünt und über ein paar Kilometer lang zu einem Spazierweg umfunktioniert). Von dort oben aus hat man einen guten Ausblick über die alten Industriegebiete von Meatpacking District und Chelsea. Mittlerweile ist der Weg scheinbar vom Insidertipp zu einer Hauptattraktion geworden, denn die Idee sich das mal anzusehen, hatten nicht nur wir.
Als letzte Station hatten wir noch das Flat Iron Buildung vor uns. Vom westlichen Teil Manhattens ging es dazu in der 21st Street quer durch den Stadtteil Richtung Osten. In der 5th Avenue ist diese Gebäude dann zu finden, welches durch seine dreieckige Bauweise berühmt wurde.
Danach ging es zurück zu unserem Hotel. Nach einem kleinen Bierchen in der hoteleigenen Bar ging es schon ins Bett.