Beiträge von Veilchen666

    Versteh ich auch nicht. Ich hab mit diesem ganzen Wahnsinn nix zu tun und muss mich ausweisen, wenn ich ein Bier trinken will oder einen Austriaschal kaufen. Das kann nicht die optimale Reaktion sein. Naja. Kauf ich mir mein Bier halt wieder bei der Mampfbude oder Tankstelle.

    So. Das war also mein Bericht unserer unvergesslichen, beeindruckenden Reise. Die USA sehen uns bestimmt irgendwann mal wieder.


    Hoffe, ihr habt ein wenig Spaß an meinem Reisebericht. Viele Eurer Tipps haben wir beherzigt und fast immer war das eine sehr gute Idee :jipi: DANKE.

    Tag 19 – Highway 1


    Kalifornien – Sonne, Strand, Meer, schöne Leute – von all dem haben wir noch nichts mitbekommen, da uns auf der gesamten Küstenstrecke, Highway No. 1, dichter Nebel begleite, der uns die Sicht aufs kühle Nass einschränkte. Auch die Temperaturen waren wie in den letzten Tagen eher mäßig, selten stieg das Thermometer über 70 Grad Fahrenheit.


    Nichtsdestotrotz war die durchaus anspruchsvolle Fahrt auf dem Highway sehr nett und beeindruckend. Wir haben uns die Strecke weitaus einfacher vorgestellt, nämlich als endloslange Gerade an der Küste entlang. Weit gefehlt, ein Großteil der Strecke zeichnet sich durch ein ständiges Auf und Ab und viele enge Kurven aus – Durchschnittsgeschwindigkeit – vor allem im landschaftlich schönen Küstenabschnitt Big Sur – 25 Meilen pro Stunde (ca. 40 Km/h).


    Das Mittagessen war heute ein besonderes Highlight, das wir in einem Restaurant (auf einem Hausboot) in Monterey zu uns nahmen. Die Palette der Speisen reichte von frischem Fisch, Pasta mit Garnelen bis zu Quesadilla mit Meeresfrüchten, dazu hausgemachter Eistee und Cola (das wie so oft schmeckte, als würde man einen Swimming Pool aussaufen).


    Neben Monterey machten wir noch Stopps beim Halfmoon Bay, in Santa Cruz und bei einigen Aussichtspunkten entlang der Straße. Übrigens haben wir nicht nur Meerestiere gegessen, sondern auch einige Arten gesehen: zB Seeelefanten, Seeotter, Seelöwen, Krabben und auch riesige Quallen.


    Tag 20 – HW 1 / Los Angeles


    Von Santa Maria aus weiter auf dem Highway No. 1 in Richtung Süden. In Santa Barbara haben wir den ersten Stopp gemacht und uns den herrlichen Strand angesehen. Leider war das Wetter weiterhin sehr mäßig, sodass an Schwimmen nicht zu denken war. Danach sind wir weitergefahren Richtung Los Angeles. In Camarillo haben wir einen Zwischenstopp in einem weiteren Outlet-Center gemacht. Auch hier DANKE an den Tippgeber aus diesem Forum !!!


    Danach ging es weiter am HW1. Jetzt präsentierte sich die Küstenstraße immer mehr so, wie wir sie ursprünglich angenommen haben: entlang des Meeres an der Küste entlang. In Malibu haben wir dann den ersten Badestopp eingelegt. Mittlerweile war es relativ sonnig. Zwar nicht wirklich heiß, aber dennoch angenehm. Daher natürlich sofort rein in den Pazifik !!! Zumindest mal bis zu den Zehen. Bis zu den Oberschenkeln ist schon sehr mutig. Mit dem Oberkörper auch noch rein, grenzt an Wahnsinn. Trotzdem lässig.


    Nach Malibu ging es schon ins Hotel. Kurz das Zimmer bezogen und danach haben wir so richtig schön gegessen.


    Tag 21 – Los Angeles


    Universal Studios: Vorab haben wir uns schon „Front oft he Line“-Tickets gekauft, was bedeutet, dass man sich nicht in der Schlange anstellen muss, sondern einfach bei separaten Eingängen direkt zu den Attraktionen gelangt. Der Aufpreis hat sich auf jeden Fall ausgezahlt. Vor allem der „Simpsons“-Ride, den wir gleich 2x gefahren sind, war sehr cool. War recht nett, vor allem auch die Studio Tour, wo man z.B. bei Bates-Motel aus „Psycho“ oder auch an der „Wisteria Lane“ von „Desperate Housewives“ vorbeikommt.


    Nach den Universal Studios sind wir am Mulholland Drive (was mich als David Lynch-Fan natürlich besonders gefreut hat) in Richtung Hotel zurück gefahren. Der Weg hat uns durch Beverly Hills geführt. Ja, leck o mio, solche Häuser wie hier, gibt es wohl nur wenige auf der Welt. Unser Mietauto ist gegenüber den anderen Autos hier auch ziemlich abgestunken.


    Tag 22 – Los Angeles


    Nachdem es morgen wieder zurück in die Heimat geht, ist dies nun schon der ganze Tag unserer USA-Reise.


    Heute sind wir recht spät zum Frühstück gegangen, wir haben hier in LA keinen Stress mehr. Danach sind wir Richtung Hollywood gefahren. Natürlich alles mit dem Auto, wie in LA üblich. Am Hollywood-Boulevard beim „Walk of Fame“ war eine Kinopremiere, daher war die Straße phasenweise gesperrt. Dennoch haben wir uns einige Sterne angesehen und natürlich das Chinese Theatre. Insgesamt ist die berühmte Straße jedoch relativ abgefuckt. Ganz im Gegensatz zu einigen Straßen in Berverly Hills, die wir abgefahren sind. Z.B. den Rodeo Drive. Hier reihen sich die Nobelmarken nur so aneinander. Für Normalsterbliche ist Einkaufen hier natürlich nicht drin.


    Über den Santa Monica Boulevard sind wir im Anschluss zum Strand gefahren, um ein wenig auszuspannen. Zuerst waren wir am Santa Monica Pier. Herrliche, breiter Sandstrand. Ähnlich wie in Malibu. Der Pazifik hier etwas „wärmer“, wobei man so richtig lange trotzdem nicht im Wasser bleiben kann. Dann haben wir uns noch den berühmt-berüchtigten Venice Beach angesehen. Hier treiben sich so manch eigenartige Gestalten herum, eine wahre Freakshow. Es gibt unzählige Stände, die dubioseste Sachen anbieten, es gibt Skateboarder, BMX-Fahrer, Läufer, Sänger, Gitarristen, Trommler, Lebenskünstler und solche, die es noch werden wollen, uvm. Die Stimmung hier an der Küste am Strand ist jedenfalls extrem locker und sehr cool.


    Tag 23 - Auto zurück, auf zum Flughafen, heim, das war's :)

    Tag 16 – San Francisco


    In der Früh sind wir aus Oakhurst aufgebrochen, haben uns im lokalen Supermarkt ein Frühstück geholt und sind direkt losgefahren Richtung Westküste, nach San Francisco. Vor der Bay Bridge in San Francisco steht man in einer 12- bis 15-spurigen Einfahrt, um die Maut für die Brücke zu zahlen. Ein kleiner Unterschied zu den relativ ruhigen Straßen im „Wilden Westen“.


    In unserem Best Western-Hotel angekommen, haben wir uns gleich für die Stadtbesichtigung fertig gemacht. Wir sind in SoMa (South of Market (Street)) untergebracht. Ein leicht skurriles Viertel. Typen laufen hier rum, das packt man nicht.


    Die schönen Viertel wie Nob Hill oder Russian Hill sind so, wie man sie aus Berichten kennt. Die Straßen sind wirklich immens steil, die Häuser bunt und sehr nett. Hat man diese Hügel passiert, gelangt man auf der anderen Seite zum Meer. Der Hafen (z.B. Fisherman’s Wharf) ist allerdings arg touristisch. Hunderte Fischrestaurants reihen sich hier aneinander. Auf dem Meer liegt das berühmte (geschlossene) Gefängnis Alcatraz.


    Nach der Hafenbesichtigung sind wir wieder zurück in Richtung Hotel gegangen. Über North Beach, dem ehemals Little Italy genannten Stadtteil, über Chinatown (etwas kleiner als in New York, dafür gepflegter) zurück in die Market Street (viele Nobelmarken) und dann „heim“ in die 7th Street.


    Tag 17 – San Francisco


    Rund um unser Hotel, ist die Gegend wie gesagt "heavy". Man sieht einige Obdachlose, die mit ihren voll befüllten Einkaufswagen (in dem sie alle ihre Sache verstaut haben) ihr Nachtquartier suchen. Da auch die Jugendlichen in San Francisco (eigentlich fast alle Leute) eher schmuddelig aussehen, vermutet man auch hinter jeder Ansammlung von ein paar Typen gleich eine Gang. So richtig sympathisch ist uns San Francisco jedenfalls nicht. Ich glaube, wir haben uns alle mehr erwartet. Außerdem sind wir zum ersten Mal auf unserer Reise so richtig müde und etwas überlastet, was den negativen Gesamteindruck wohl miterklärt. Von all anderen Besuchern der Stadt haben wir nämlich nur positives gehört.


    Nach SoMa sind wir mit dem Bus (furchtbar umständliches Verkehrsnetz haben die hier) zur Golden Gate Bridge gefahren. Hier ist es wirklich schön. Die Schere zwischen armen und reichen Vierteln ist in SF scheinbar recht groß. Bei der Golden Gate sind wir halt ein wenig herummarschiert und haben geschaut. Recht viel kann man mit einer Brücke halt auch nicht machen, außer anschauen.


    Danach haben wir ein wenig die Orientierung verloren und sind etwas ziellos durch den Park-Abschnitt Presidio gegangen. San Francisco ist die erste Stadt, in der wir sind, wo es nicht das einfache Straßennetz mit den durchnummerierten Straßennamen gibt. Und schon hatten wir Probleme.


    Im Anschluss haben wir das Hippieviertel Haight Ashbury aufgesucht.Das Viertel ist auch heute noch von jeder Menge „umnebelter“ Personen umgeben. Auch wenn es halt schon ein wenig touristisch aufgezogen ist. Aber na gut, in Schönbrunn wohnen ja auch keine Kaiser mehr.


    Im nahegelegenen Goden Gate Park sind dann tatsächlich noch ein paar übriggebliebene Alt-Hippies zu „bewundern“. Bist du arg. Die Auswirkungen von Drogen sind hier doch sehr deutlich zu erkennen. Der Park selbst ist recht nett.


    Am Abend sind wir noch einmal zum Baseball gegangen. Wir haben die Giants aus San Francisco gegen die Los Angeles Dodgers gesehen. Zu unserer Überraschung war die Stimmung schon rund ums Stadion ganz anders als in New York. In den umliegenden Bars standen bereits unzählige Fans und haben sich mit einigen Getränken auf das Spiel eingestimmt. Das Stadion selbst ist sehr cool mit Blick aufs Meer. Auch hier gibt es viele Fressbuden. Die Giant Dogs waren eher bescheiden. San Francisco gegen Los Angeles dürfte tatsächlich eine Art Derby sein, denn die Rivalität war wirklich deutlich zu spüren und hat sich immer mehr aufgehitzt. Gegen Ende hin kam es in einem Sektor sogar zu einer Schlägerei. Jaja, die Amis, so brav sind sie dann doch nicht. Auch dürfte es hier sehr „in“ sein, den gegnerischen Fans die Baseball-Kappen zu stehlen und über die Ränge runterzufetzen.


    Tag 18 – San Francisco


    Es ging zu Fuß zum Civic Center, wo wir uns die City Hall, Oper, Symphony Hall und United Nations angesehen haben. Danach sind wir mit dem Bus zum Alamo Square gefahren, hier findet man unter anderem die schönsten viktorianischen Häuser der Stadt. Da das Wetter leider überhaupt nicht unserem Geschmack entsprach (neblig, diesig, kalt, unmeschlich), konnten wir nicht wie geplant die in der Stadt gelegenen Twin Peaks Hügeln besteigen, die einem einen atemberaubenden Ausblick über die Stadt schenken sollen. Als Alternativprogramm besichtigten wir deshalb das älteste Gebäude, die Mission Dolores, sowie die 4 schwulsten Ecken der Stadt – Castro District / 18th Street (wird tatsächlich so benannt, da sich hier die homosexuellen Szene der Stadt angesiedelt hat). Anschließend gab’s Pizza für alle.


    Am Nachmittag haben wir uns dann getrennt nach Pärchen noch ein wenig die Stadt angesehen. Am Abend super Fisch am Pier.

    Tag 13 – Las Vegas


    Gleich am Morgen fuhren wir in ein Outlet-Center, um ein wenig einzukaufen. Den Converse-Laden haben wir gute Umsätze beschert. Danach z.B. noch Levis-Jeans um 40 Dollar. Net schlecht.


    Nach dem Mittagessen haben wir uns „paarweise“ aufgeteilt. Nicht dass wir uns schon auf die Nerven gehen, aber die Interessen liegen manchmal halt schon etwas auseinander. Jedenfalls sind die Frauen zu einem weiteren Outlet-Center gefahren, während wir Männer Richtung Downton LV gefahren sind.


    Downtown Las Vegas ist das ursprüngliche Vegas. Hier entstanden die ersten Casinos, wie z.B. das Golden Nugget. Den Casinos sieht man das Alter doch recht deutlich an, gerade das macht aber auch den Reiz aus. Wir haben hier ein paar Dollar in die Slot-Machines geworfen, ein bisschen gewonnen, ein bisschen verloren. Nach Downtown haben wir uns noch ein paar Casinos am Strip angesehen, Cesar’s Palace, Mirage, Bellagio. Wahnsinnsgebäude. In jedem Casino einen Dollar verspielt und dafür ein Fast-Gratis-Bier abgestaubt. A net schlecht.


    Am Abend haben wir im MGM noch ein wenig gezockt. Wahnsinn war hier manche Leute verspielen.


    Tag 14 – Death Valley / Bishop


    Gleich vorab. Nix wurde es mit einem neuen Hitzerekord im Death Valley. Das Death Valley präsentierte sich mit 100 Grad Fahrenheit ungewöhnlich „kühl“.


    Das Death Valley selbst ist einfach eine "arge" Gegend. Zuerst haben wir uns von einem Aussichtspunkt („Dante’s View“) einen Überblick über das Tal verschafft. Im Anschluss sind wir dann ins Tal reingefahren. Am tiefsten Punkt „Badwater“ befindet man sich 86 Meter unter dem Meeresspiegel. In der Umgebung sieht man unzählige Salzkristallformationen. Die Berge im Tal des Todes setzen sich aus farbenprächtigen Gesteinsformationen zusammen. Alles wirkt irgendwie pastellfarben.


    Nichtsdestotrotz muss man sagen, dass wir uns alle etwas mehr erwartet haben vom Death Valley. Erstens haben wir auf die Extremsituation „Hitze“ gehofft und zweitens einfach ein wenig mehr von der Natur erwartet.


    Tag 15 – Yosemite National Park


    Nach dem Frühstück in Bishop ging es heute direkt in den letzten Nationalpark auf unserer Route, den Yosemite Nationalpark. Über den Tioga Pass erreichten wir den Eingang zu diesem Naturparadies. Der Pass führte uns zwischenzeitlich auf über 3.000 Meter Höhe. Schon am Eingang kamen wir an herrlichen Gebirgsseen vorbei. Die Natur ist hier ganz anders als im Death Valley. Viele Bäume, Sträucher, saftige Wiesen. Und rundherum riesen Berge. Erinnert teilweise fast ein wenig an die Gebirgszüge in Österreich.


    Gleich relativ am Anfang haben wir eine ca. 1,5 stündige Wanderung zu einem Gebirgssee unternommen. Wunderschöne Route, nicht zu anspruchsvoll, aber doch ordentlich bergauf. Nach der Wanderung ging es weiter ins Yosemite-Tal. Hier ist ein wahres Kletterparadies. Die vielen steilen Granitwände ziehen Kletterer aus der ganzen Welt an. Der bekannteste ist wohl der El Capitan, auf dem man senkrecht nach oben klettern kann (wenn man es kann).


    Das Problem im Yosemite Park ist allerdings hier sehr deutlich geworden. Massentourismus. Ok, wir gehören da ja eh auch dazu. Aber es war hier wirklich schon etwas übertrieben. Man findet bei den bekannten Aussichtspunkten und Routen (z.B. zu Wasserfällen) nicht einmal mehr einen Parkplatz bzw. fährt man ewig lang im Kreis. Wir haben uns daher relativ rasch entschieden, dass wir die wichtigsten Punkte einfach nur mit dem Auto abfahren und dann weiterfahren nach Oakhurst, wo wir dieses Mal in einem Best Western untergebracht sind. Lag wohl auch daran, dass wir in der Hauptreisezeit dort waren. Und noch dazu war Weekend.

    Tag 10: ZION NP


    Im Unterschied zu den bisher besuchten Canyons sieht man im Zion NP nicht von oben aufs Tal sondern von unten nach oben. Zuerst sind wir einen ca. 1 Meilen-langen Wanderweg nach oben marschiert, um einen guten Aussichtspunkt über das Tal zu bekommen. Danach fuhren wir in den Park rein. Dort haben wir dann verschiedene Wanderwege ausprobiert. z.B. ganz im Norden, kann man den Fluss entlang gehen, bei dem die Felswände immer dichter zusammenwachsen, bis am Ende überhaupt nur mehr der Fluss zwischen die Felsen passt. Danach gingen wir noch zu einem kleinen Wasserfall, der aber jetzt im Sommer nur sehr wenig Wasser geführt hat. Trotzdem sehr schön hier.


    Nach dem Nationalpark ging es zu unserem nächsten Hotel. Raus auf Utah, noch einmal kurz durch Arizona und dann rein nach Nevada. Und dann: neuer Hitzerekord. 110 Grad Fahrenheit in Mesquite. :hot: Das Hotel zeigte schon auf den ersten Blick den Unterschied zwischen Nevada und Utah. Gleich in der Eingangshalle kommt man direkt in einen Casionobereich, in dem zig Menschen trinkend und rauchend herumsitzen und Schein um Schein in die Slot-Machines werfen.


    Tag 11 – Valley of Fire / Las Vegas


    Das „Valley of Fire“ machte seinen Namen wirklich alle Ehre. Die Hitze war enorm. Schon am Vormittag hatte es hier 110 Grad Fahrenheit. Das Tal selbst war herrlich. Auch wenn es so schien, dass manche schon etwas am „Red Rock Syndrom“ gelitten haben. Für mich gilt: Mehr Westernstimmung als hier gibt es nicht.


    Bei den kurzen Wanderungen zu besonderen Steinen hier im Park haben wir dieses Mal besonders aufgepasst, weil die Gegend doch sehr Schlangen-freundlich ausgesehen hat und man auch hinter jedem Busch irgendein Geräusch gehört hat.


    Nun also Las Vegas. Das Hotel (MGM) ist – was soll man sagen – unfassbar riesig. In so einem Gebäudekomplex bringt man in Österreich ein ganzes Einkaufszentrum unter. Es hat ca. 6.000 Betten, mehr muss man wohl nicht sagen. Nach dem Einchecken haben wir uns gleich auf den Weg gemacht, um den berühmten „Strip“ zu erkunden. Wir wollten eigentlich nur kurz mal schauen, wie es hier so aussieht. Aber „nur kurz schauen“ geht in Vegas einfach nicht.


    Der Wechsel von den Nationalparks, in der es außer herrlicher Natur nicht viel gibt, zu Las Vegas, ist kaum zu packen. Las Vegas ist laut, hell, schrill, wahnsinnig, absurd, verrückt und alles scheint irgendwie nicht real. Vor dem Hotel „Treasure Island“ haben wir uns die Piratenschiff-Action angesehen, vor dem Bellagio die Wasserfontänen usw.
    Nach einem kurzen Schlummertrunk in einer der unzähligen Bars in MGM Grand ging es zu Bett.


    Tag 12 – Las Vegas


    Unser zweiter Tag in Vegas. Eigentlich wollten wir heute zu einem ordentlichen Frühstücksbuffet gehen und dort einen „All you can eat“-Pass für den ganzen Tag einlösen. Aber da wir uns mal etwas ausgeschlafen haben, war die Warteschlange schon zu lange. Bzw. waren wir Männer zu ungeduldig, uns anzustellen, da wir schon um 11:00 vormittags bei einem Pokerturnier mitspielen wollten. Was wir auch getan haben. Und: WIR HABEN GEWONNEN!!! Und zwar an Erfahrung. Die eingesetzten 65 Dollar hat jetzt jemand anderer. Cool war es trotzdem.


    Den restlichen Tag haben wir am Pool verbracht. An den Pools im MGM ist es auf jeden Fall so wie man Las Vegas aus Film und Fernsehen kennt. Die Menschen liegen herum, trinken Bier und Cocktails, die Musik fetzt aus den Boxen und alle feiern sich selbst und erfreuen sich des Lebens. Normalerweise gar nicht so unser Ding, aber hier kippt man schon relativ schnell rein in dieses komplette „mir doch alles egal“-Gefühl.


    Abendessen dann im Hooters. Nett anzusehen (das Lokal ;) ).

    Tag 9 – Bryce Canyon


    Gleich morgens ging es los in Richtung Bryce Canyon. Schon zu Mittag haben wir im Best Western Ruby’s Inn Motel beim Bryce Canyon eingecheckt. Der erste Blick auf den Canyon schien etwas ernüchternd, aber die volle Pracht dieses Naturschauspiels offenbarte sich erst bei genauerer Betrachtung. Eingebettet in Kiefernwälder liegt der Canyon, der vor allem durch die sogenannten „Hoodoos“ einzigartig ist.


    Gerüstet mit einigen Litern Wasser haben wir eine Wanderung (ca. 5 km) hinab in den Canyon unternommen (blöderweise muss man auch wieder rauf), bei der man diese Steinsäulen hautnah erleben konnten. Danach fuhren wir mit dem Auto bis zum südlichen Rand des Nationalparks und haben einige Aussichtspunkte abgeklappert. Der höchste Punkt führte uns dabei auf 9.115 Fuß (2.778 Meter). Von da oben sieht man bis zum North Rim des Grand Canyons. Herrliche Aussicht. Herrlicher Canyon. Einfach geil !


    Hier noch eine kleine Auswahl an Stücken, die wir uns heute auf dem langen Weg von Arizona nach Utah „hineingezogen“ haben: Filmmusik von „The Good, The Bad and the Ugly“, „The Magnificant Seven“, „Hang ‘Em High”, Once Upon a Time in the West”, diverse Versionen des Klassikers “Ghostriders in the Sky”, natürlich Stücke aus “Spiel mir das Lied vom Tod” und natürlich – unvermveidbar – Johnny Cash. Beim Titelstück von „Bonanza“ wurde es selbst und etwas zu klischeehaft und wir schalteten vom IPod wieder auf Radio. Natürlich zum lokalen Countrysender.

    Tag 8 – Page


    Erste Station heute: der Lower- und der Upper Antelope Canyon. Diese liegen im Navajo Tribal Park. Beide Canyons werden von den Navajo-Indianern verwaltet. Nach dem Bezahlen des Eintritts (stolze ca. 25 Dollar pro Person und Canyon) sind wir hinabgestiegen in den Canyon und erlebten ein weiteres absolutes Highlight dieser Tour. In den engen Schluchten haben wir uns von sehr lässigen Indianern durchführen lassen. Die Sonne scheint immer wieder von oben herab und es entstehen wunderschöne Lichtspiele. Im Upper Canyon, den wir als zweites besucht haben (die Anreise hierher erfolgt übrigens per Jeeps, die auch von den Navajo-Indianern gelenkt werden), sieht man diese Lichtspiele besonders schön. Es gibt hier „Beams“ zu sehen, d.h. einzelne Sonnenstrahlen werden sichtbar und strahlen fast senkrecht, punktförmig auf den Sandboden.


    Nach diesem Naturschauspiel ging es zum Mittagessen. Zum ersten Mal seit wir hier sind landeten wir bei McDonalds. Gewählt haben wir allesamt Burger. Schmecken eh fast wie zu Hause. Wobei die AMA-Gütesiegel-Fleischlaberl zu Hause doch etwas wohlschmeckender sind.


    Am Nachmittag haben wir uns dann mal eine richtige schöne Pause gegönnt. Wir sind über die Brücke in Page (Colorado-Staudamm) in den Glen Canyon-Nationalpark gefahren und haben uns dort am Lake Powell ein wenig Badeurlaub gegönnt. Lange sonnen kann man sich hier nicht, wenn man rein äußerlich nicht den Navajos ähneln will. Der See ist auf jeden Fall herrlich. Schön warm, aber bei den äußeren Temperaturen doch erfrischend. Rund herum die massiven Felswände des Canyons bilden ein absolut herrliches Panorama.


    Am Abend wieder relaxen im Motel.

    Tag 7 – Grand Canyon / Page


    Wie die Ganoven in den billigen Western, die auf der Flucht irgendwo in Arizona ohne Pferd in der Hitze leiden, haben auch wir heute zum ersten Mal mit voller Wucht die Hitze hier im Wilden Westen zu spüren bekommen. Über 100 Grad Fahrenheit (ca. 40 Grad Celsius) hatte es knapp vor Page 8)


    Davor aber noch zum Grand Canyon: In der Maswik Lodge war das Ambiente ähnlich einem Schulschikurs. Nicht zuletzt deswegen, weil wir wie in einem Vierbettzimmer geschlafen haben. Nach dem Frühstück haben wir noch eine Runde durch den Canyon gedreht. In westlicher Richtung wurden wir noch einmal Zeugen dieser unpackbaren Schluchten. Die kurze Wanderung war aufgrund der schnell aufkommenden Hitze relativ anstrengend.


    Danach ging es mit dem Auto in Richtung Ostausgang. Wir haben noch ein paar Aussichtspunkte mitgenommen und haben dann um ca. 12:00 den Nationalpark verlassen. Davor haben wir zum ersten Mal in den USA getankt. Anfänger wie wir sind, mussten wir das leider noch im Park machen, wo die Preise natürlich deutlich höher sind, als außerhalb. Aber das Risiko irgendwo liegenzubleiben, wollten wir auch nicht eingehen.


    Über den Highway 64 ging es dann wiedermal zig Meilen einfach nur gerade aus in Richtung Westen. Danach weiter auf dem Highway 89 Richtung Norden. Während der Fahrt hörten wir übrigens fast ausschließlich Classic Rock und Country. Das ist einfach super stimmig.


    Knapp vor Page kommt man zu einem wirklichen Highlight, dem sogenannten Horseshoe-Bend. Danke an Mike u.a. hier im Forum für diesen Tipp!!!
    Herrlich. Hier fließt der Colorado in einer Schleife tief unten in einer Schlucht. Und wie schon eingangs geschrieben, es war sauheiß hier. Wirklich arg heiß. Die Luft ist aber außergewöhnlich trocken, sodass man es schon aushält.


    Danach haben wir mal in unserem Hotel eingecheckt, dem Page Boy Motel. Koffer rein ins Zimmer und ab in den Pool. Nach ein paar Schwimmzügen ging es weiter zum verspäteten Mittagsessen.


    Nach dem Essen sind wir zum ersten Mal in Amerika zu einem Walmart gefahren. Hier haben wir uns relativ lange aufgehalten, weil es einfach sehr witzig war, zu sehen, was es hier alles gibt. Wir haben uns ein 6er-Tragerl Bier gekauft. An der Kassa mussten wir deswegen alle vier einen Ausweis herzeigen. Schon etwas eigenartig, dass man als Erwachsener einen Altersnachweis vorweisen muss, um an ein Bier zu kommen. Vor allem, weil man Medikamente wie Schlafmittel, große Dosen Aspirin, jede Menge Schmerzmittel, Appetitzügler und sonstiges, einfach so bekommt.


    Danach relaxen am Pool. Motel ist absolut empfehlenswert. Extrem chillige Atmosphäre.

    Tag 5: NY - SEDONA


    Heute hieß es früh aus dem Bett. Schon um 07:00 wurden wir mittels Taxis zum Flughafen Newark gebracht, von wo es dann mit in Richtung Phoenix ging. Der Flug war unspektakulär, kein Bordprogramm, keine Zeitungen, fünf Stunden Langeweile.


    Etwas verspätet sind wir in Phoenix gelandet. Von der großen Hitze hier im Westen haben wir da aber noch nicht viel mitbekommen. Vom klimatisierten Flugzeug ging es in die klimatisierte Ankunftshalle, von dort mit dem klimatisierten Bus zur klimatisierten Halle, in der wir unser Mietauto bekamen (das übrigens eine tolle Klimaanlage hatte). Auf jeden Fall haben wir also jetzt unseren Mietwagen. Was für eine riesen Karre. Chrysler Town & Country.


    Nach einem längeren Check, ob eh alles am Auto passt, ging es auch schon los. Kurz vom Navi verarscht, ging es nach einem kleinen Umweg direkt nach Sedona. Auf der Interstate 17 in nördlicher Richtung zeigten sich sehr bald die wahnsinnigen Ausmaße von Arizona.


    In Sedona wird man schon von weitem von den berühmten Red Rocks erwartet, die wirklich ein herrliches Landschaftsbild abgeben. Wir sind gleich direkt zum Hotel und haben zuerst einmal eine kleine Runde im Pool gedreht. Danach ging es zum Essen zum Mexikaner. Die Portionen wie immer hier in den USA etwas übertrieben (zumindest für unsere Essgewohnheiten).


    Tag 6 – Sedona / Grand Canyon


    Gleich nach dem Frühstück haben wir uns Sedona etwas näher angesehen. Über die Red Rock Loop haben wir den westlichen Teil der imposanten Felsformationen etwas näher betrachtet. Danach ging es zur Chapel of the Holy Cross, einer Kirche, die mitten in einen dieser Felsen gebaut wurde. Cooles Teil! Von diesem Punkt aus hatte man auch eine herrliche Sicht über das Gebirge rund um Sedona.


    Nach dieser kurzen Besichtigung von Sedona (hier könnte man sicher mehrere Tage verbringen) ging es leider schon weiter in nördlicher Richtung durch den Oak Creek Canyon nach Flagstaff. Man fährt die ganze Zeit nahe des – im Sommer – kleinen Flusses Oak Creek immer höher in die Berge rauf. Sehr schöne Strecke.
    Wir fuhren weiter über den Highway 180 Richtung Valles, von wo es dann nicht mehr weit zum Grand Canyon ist. Der Weg führte uns zwischenzeitlich auch über 8.000 Fuß (ca. 2.400 Meter) Seehöhe. Die Straße war phasenweise über Meilen einfach nur schnurgerade. Rundherum nichts bis gar nichts.


    Grand Canyon: Am Flughaften Tusayan haben wir uns für einen Kleinflugzeug-Rundflug angemeldet. Der erste Blick auf den Canyon war – man muss es so dramatisch ausdrücken – atemberaubend. Jeder von uns hat sich den Canyon groß vorgestellt, aber die Ausmaße dieses Weltwunders sind einfach nicht in Worte zu fassen. Nach dem Einchecken in unserer Lodge, haben wir von einem nahen Aussichtspunkt dann in Ruhe erste Eindrücke sammeln können, majestätisch. Riesengroß, gigantische Weiten, herrliche Felsformationen, wechselnde Farben.


    Um 17:00 ging es dann los mit dem Rundflug in einer 20-Personen-Maschine. Beim Rundflug über den Canyon (über 100 km Strecke zurückgelegt) haben wir dann erst so richtig realisiert, wie groß dieses Gebiet wirklich ist. Einfach nur herrlich.

    Tag 4:


    07.30 Uhr Frühstück: dichter Zeitplan !


    Zuerst zur New York Public Library, die sich "majestätisch wie eine Kathedrale über fast zwei Blöcke erstreckt" – schreibt der Reiseführer… Ist auch so.


    Unsere nächste Station heute war das United Nations Headquarter. In der Empfangshalle war die aktuelle Word-Press-Photo Ausstellung zu besichtigen, bei der sehr beeindruckende und schockierende Bilder zu sehen waren.


    Danach ging’s nun weiter in Richtung Water Taxi, das uns heute endlich (am letzten Tag unseres New York Aufenthaltes) zur Freiheitsstatue und Brooklyn Bridge bringen sollte. Tja, aus dem Konjunktiv lässt sich schon herauslesen, dass dies leider nicht so war. Unsere Planlesekünste sagten uns, dass die Abfahrt des Water Taxis in knapp einer Stunde sein sollte. Eine Runde Cola und ein Donut später… mussten wir erkennen, dass unsere Station leider nur an Wochenenden angesteuert wird. Flexibel wie man in New York so sein muss, wählten wir die Alternative eines Ausflugsschiffes, das uns zur Anlegestelle der Fähre nach Staten Island bringen sollte. Bereits am Sonnendeck sitzend und schon so richtig schön eingerichtet, kam ein Crew Mitglied und bat uns höflich, das Schiff zu verlassen. Der Kapitän hatte sich scheinbar kurz dazu entschlossen, wegen 4 Touristen an unserer Station nicht anzulegen. Scheinbar nicht unser Tag heute…


    Danach haben wir trotzdem noch die "normale" Fähre nach Staten Island erwischt. Da hat es dann auch endlich geklappt und wir hatten eine tolle Aussicht auf die Freiheitsstatue und die Manhattan Skyline.


    Nach einer kurzen Pause marschierten wir auf die Brooklyn Bridge.


    Die männlichen Mitreisenden gingen danach zum Baseball. Wir haben uns Mets gegen die Colorado Rockies angesehen, Ergebnis 5-0! Im Stadion war’s für uns Fußballfans eine ganz neue Erfahrung, außer ab und zu „Go Mets Go“ gibt’s eigentlich wenig Support. Die meiste Stimmung ist in den Pausen bei den Einspielungen! Doug Heffernan war jedenfalls auch nicht zu sehen ;o)