In internationalen Rankings von lebenswerten Städten liegt die kanadische Metropole Vancouver immer im Spitzenfeld. Doch in der City, genauer in der East Hastings Street, befindet sich
auch Kanadas größter Drogenslum. "Hastings Horror" sagen die Einheimischen dazu. An die 10.000 Menschen leben hier unter menschenunwürdigen Bedingungen. Derzeit gibt es eine ungewöhnliche
Häufung von Drogentoten durch das Betäubungsmittel Fentanyl, in nur einer Nacht starben neun Menschen an dem starken Schmerz- und Narkosemittel. Seit Jahresbeginn wurden laut
Bürgermeister Gregor Robertson 160 Fentanyl-Opfer gezählt. Kanada und das Nachbarland USA kämpfen seit einigen Monaten gegen den rasant angestiegenen Missbrauch von Fentanyl. Im
vergangenen Jahr starben in ganz Kanada 2.000 Menschen durch Fentanyl, in diesem Jahr wird mit einer noch höheren Zahl gerechnet. Um der Drogenkrise Herr zu werden, hat der Stadtrat von Vancouver
in der vergangenen Woche die Grundsteuer um 0,5 Prozent erhöht. Die zusätzlichen Einnahmen sollen für Hilfsangebote wie Streetworker und Beratungsstellen ausgegeben werden. Die kanadische Regierung
hatte zudem vor wenigen Tagen die Einrichtung zusätzlicher Fixerstuben genehmigt. Fentanyl macht stark abhängig und soll einhundert Mal stärker sein als Morphium. In der Medizin wird es als Schmerzmittel
eingesetzt, es wirkt aber auch euphorisierend. Nur zwei Milligramm pures Fentanyl – das entspricht etwa vier Salzkörnchen – können für einen Erwachsenen tödlich sein. Auch US-Popstar Prince soll im April nach
der Einnahme von Fentanyl gestorben sein. Bei einer Überdosierung kommt es meist zu einem Atemstillstand und Herz-Kreislauf-Versagen.
Hier der Bericht:
http://derstandard.at/20000495…yl-Todesfaellen-in-Kanada
Servus, klaus54 ![]()