Über die Grenzen der USA hinaus war er als "gemeinster Sheriff des Landes" bekannt - nun ist Joe Arpaio nach fast 20 Jahren im Amt abgewählt. Der 84- Jährige verlor am Dienstag in Maricopa County im
Bundesstaat Arizona gegen seinen demokratischen Herausforderer Paul Penzone, einen 21- jährigen Polizisten. Dass es keine siebente Amtszeit mehr für Arpaio geben wird, freut vor allem die Häftlinge und illegalen Immigranten in dem Landkreis
Seit 1993 war Arpaio im Amt - nachdem sein Vorgänger gehen musste, weil zwei Männer fälschlicherweise des Mordes angeklagt worden waren. Zwei Millionen Dollar musste das County deswegen zahlen, der Sheriff seinen Hut nehmen.
Unter Arpaio hatten seitdem vor allem zwei Bevölkerungsgruppen noch weniger zu lachen als ohnehin schon: Häftlinge und Angehörige ethnischer Minderheiten - Letztere, weil Arpaio in seinem Zuständigkeitsbereich das sogenannte "racial profiling" einführte.
Ohne dass ihnen ein Verbrechen zur Last gelegt wurde, wurden unter diesem Deckmantel Zehntausende hispanische Einwanderer bei Schleppnetz- Razzien aufgegriffen. Eine Klage, die 2007 eingereicht worden war, kostete den Landkreis
der Nachrichtenagentur AP zufolge am Ende über 41 Millionen Dollar. Darin wurde argumentiert, dass die Polizisten des Bezirks "verfassungswidrig Latinos an Kreuzungen ins Visier nehmen, nur weil sie Latinos sind".
Als oberster Gesetzeshüter des Landkreises Maricopa, zu dem auch Arizonas Hauptstadt Phoenix gehört, war Arpaio vor allem durch seinen harten Umgang mit Häftlingen bekannt geworden. So brachte er sie zu Dutzenden in Zeltstädten unter,
wo sie im Sommer glühender Hitze ausgesetzt waren. Über dem Eingang zum Lager prangte ein Schild mit der Aufschrift "Vacancy" - "Zimmer frei".
Hier der Bericht dazu:
http://www.krone.at/welt/der-g…ge-atmen-auf-story-538449
Servus, klaus54 ![]()