Fast 50 Grindwale in Florida gestrandet

  • In Florida sind fast 50 Grindwale gestrandet. Zehn der tonnenschweren Tiere sind bereits tot, nur wenige konnten bislang gerettet werden. Warum die Meeressäuger sich verirrten, weiß niemand.


    Grindwale: Die Meeressäuger sind eigentlich in tiefen Gewässern zu hause. Einige der gestrandeten Wale sind bereits gestorben.


    Fast 50 Kurzflossen-Grindwale sind in einem abgelegenen Teil des Everglades Nationalparks in Florida gestrandet. Zehn von ihnen seien mittlerweile tot, so die Ozeanografiebehörde NOAA. Vier der Tiere seien von Helfern von ihren Qualen erlöst worden, die anderen sechs seien zuvor gestorben. Die Wale waren am Dienstag entdeckt worden.


    Die Art aus der Familie der Delfine lebt eigentlich in tiefen Gewässern, die 46 Tiere schwammen aber nahe dem Highland Beach in weniger als einem Meter tiefem Wasser. Freiwillige betreuten die Tiere. Aufseher konnten einige der Kurzflossen-Grindwale nach Angaben einer Sprecherin des Nationalparks bei einem ersten Einsatz bis Dienstagabend (Ortszeit) wieder aus dem seichten Wasser und vom Strand ins Meer bringen.
    "Wir wissen nicht, warum dies geschehen ist"
    Grindwale schwimmen üblicherweise in großen Gruppen, deshalb kommt es bei der Spezies immer wieder zu Massenstrandungen. Das tropische Marschland der Everglades liegt an der Südküste des US-Bundesstaates Florida. Grindwale oder Pilotwale werden bis zu acht Meter lang und wiegen bis zu drei Tonnen.
    Die Expertin Blaire Mase vom Nationalen Wetter- und Meeresinstitut (NOAA) meinte, eine Rückführung ins Meer sei keine leichte Aufgabe, da sich die Wale bis zu 50 Kilometer von ihrem normalen Lebensraum entfernt hätten. "Wir wissen nicht, warum dies geschehen ist." Allerdings kommt es immer wieder vor, dass sich Wale in Küstengewässer verirren.