Reisebericht Rundreise USA-SW 2007

  • Fuzzys Wunsch 2010 eine Rundreise durch den Südwesten der Staaten zu machen hat mich erinnert, meinen Reisebericht auch hier reinzustellen.


    Die Fotos dazu sind bereits in der Bildergalerie. Ein Foto der Reiseroute auch und zusätzlich auch noch hier als Beilage.
    Eine 3-teilige Fotoshow gibts auf www.sarasota.magix.net


    ...und hier nun der Reisebericht:



    Montag, 10.9.2007
    Wie bei jeder Reise in die Staaten müssen wir zeitig raus aus den Federn.
    Mit dem Taxi zum Flughafen. Frühstück am Flughafen. Angenehmer, kurzer Flug nach Frankfurt. Leider 4 Stunden am Flughafen. Dann 10 Stunden Flug mit Lufthansa nach Denver. Einwandfrei und sogar sehr gutes Essen!
    Immigration dauert eine halbe Stunde. Als wir dann nach Phoenix weiterfliegen sollen eine Schrecksekunde. Der Flieger hat ein Bremsproblem wir müssen auf eine Ersatzmaschine warten. Die ist aber gleich da und wir fliegen mit nur 30 Minuten Verspätung weiter.
    In Phoenix empfängt uns die Hitze. Obwohl es bereits 8h abends ist, hat es fast 40°.
    Bei National ist kein Midsizeauto da. Na gut, dann nehme ich einen Fullsize ohne Aufpreis. Und der Angestellte von National wollte mir schon wieder ein Versicherung um 5,-- pro Tag dazuschummeln – gerade noch vor Unterschrift bemerkt.
    Das Radisson-Hotel ist gleich in der Nähe des Flughafens. Super Hotel das ich dank Priceline um nur 45,-- statt 180,-- gebucht habe. Das Bett ist einfach ein Traum.
    Nach einem Bier an der Hotelbar schlafen wir sofort ein. Schließlich sind wir schon über 24 Stunden auf den Beinen.
    Alles läuft nach Plan – keine Probleme. So soll ein Urlaub immer beginnen.


    Dienstag, 11.9.2007
    Traumhaft geschlafen, aber trotzdem schon um 5h putzmunter.
    Macht nichts, so kann ich wenigstens gleich mit dem Reisebericht beginnen.
    Ab 6.30 gibt’s Frühstück – um 6.35 sind wir im Restaurant. Es gibt ein supertolles Buffett um 11,--. Für jeden das Richtige. Für Christl frische Früchte und für mich Speck mit Ei.
    Beim Hoteleingang steht ein wunderschöner, großer Kaktus, den ich auf Christls Wunsch fotografieren muss. Wer weiß ob wir so was wieder sehen im Urlaub – 12 Stunden später haben wir schon 7 Millionen dieser Kakteenart gesehen.
    Gut gestärkt fahren wir dann auf der Autobahn Richtung Norden bis zum Montezumas Castle, das wir auch besichtigen. Ist nicht berauschend, aber doch sehenswert.
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    Ein wenig geht es noch weiter auf der Autobahn, dann biegen wir Richtung Sedona ab. Schon nach kurzer Zeit sind wir in einer Naturlandschaft (Red Rocks Statepark), die schöner nicht sein kann. Die roten Steine haben uns wieder. An wunderschönen Bergen wie den Cathedral Rock fahren wir vorbei, bis wir in Sedona ankommen. Diese Stadt ist jeden Umweg Wert. Die Lage einfach traumhaft – die Stadt liegt in einem breiten Tal umgeben von teilweise bizarren Bergen. Ich kanns nicht beschreiben – besser sind Fotos oder Videos. Aber noch besser sie live zu sehen!
    Nachdem wir zu unserem Hotel gefahren sind (Days Inn um 65,-- statt 103,-- mittels Priceline) fahren wir gleich ein wenig in der Stadt herum – wirklich lieblich die Stadt. Dann fahren wir auf der 89A weiter Richtung Norden durch den Oakcreek Canyon bis Flagstaff. Weil es so schön war, fahren wir dieselbe Strecke wieder zurück. Zwischendurch waren wir auf 2.000 Meter über Meeresspiegel.
    Wieder in Sedona angekommen fahren wir noch die Looproad um den Red Rock.
    Jetzt reicht es aber und wir machen noch eine Pause am brunzerlwarmen Pool.
    Vom Hotel sind wir begeistert. Wir waren noch nie in einem so schönen und sauberen Days Inn.
    300km


    Mittwoch, 12.9.2007
    Wieder sind wir vor Sonnenaufgang wach. Ich gehe noch schnell ins Internet ins Floridaforum und pagere mit Kerstin, die gerade im Forum ist und genauso wie wir unter dem Jetleg leidet. In der Zwischenzeit geht die Sonne auf und schnell werden Fotos gemacht.
    Nach Speck und Ei fahren wir auf der 89A Richtung Westen. Weil es uns gestern so gut gefallen hat, fahren wir nochmals die Looproad um den Red Rock. Die nächste Stadt ist Cottonwood. Hat eine typische, amerikanische, historische Altstadt – sprich nicht aufregend. Dann geht es die Maron Mountains rauf bis auf 2000 Meter. Am Osthang liegt Jerome eine alte Minenstadt. Jetzt nur noch eine Geisterstadt. Die Straße schlängelt sich den Berg hinauf – eine wirklich wunderschöne Gegend. Dann liegt vor uns ein breites Tal und am Horizont erblicken wir wieder Berge.
    Unser nächster Stopp ist Prescott, die ehemalige Hauptstadt von Arizona. Ist aber schon ewig her. Wir schlendern durch die liebliche Altstadt.
    Dann fahren wir weiter nach Chino Valley, wo wir uns mit Bianca und Olli treffen wollen, die ich aus dem Florida Forum kenne. Schon gegen 11h sind wir beim Treffpunkt und glücklicherweise sind die Beiden auch schon dort. Hatte schon befürchtet, stundenlang auf die Beiden zu warten. Gleich wird deren WoMo begutachtet und wir trinken gemeinsam Kaffee.
    Gemeinsam fahren wir später nach Prescott. (Sonst gibt es nichts interessantes in der Gegend.) Wir machen einen Spaziergang durch das Zentrum und es wird geshoppt. Am späten Nachmittag trinken wir dann noch was bei einer Wohltätigkeitsveranstaltung bei guter Livemusik und vielen Einheimischen. Dann geht’s zurück nach Chino Valley. Nur wenige Schritte vom Motel bzw. RV-Park gehen wir gemeinsam Abendessen. Leider nicht aufregend.
    Dann wird noch im WoMo geplaudert, bis uns allen die Augen fast zufallen.
    200km


    Donnerstag, 13.9.2007
    Erst um 7.30 gehen wir Vier gemeinsam frühstücken. Kaum zu glauben, aber in Chino Valley gibt’s sogar Frühstücksbuffett. Dann heißt es von unseren lieben Freunden Abschied nehmen. Die Zwei fahren weiter nach Sedona und wir fahren zum Grand Canyon. Schon nach ca. zwei Stunden sind wir dort. Gleich machen wir die erste Besichtigung am Mather Point. Einfach kollosal, wunderbar, traumhaft. Wegen meiner Höhenangst gehe ich nicht zu nahe zum Abgrund, aber zu sehen gibt es trotzdem genug. Obwohl bereits Mitte September ist, sind hier die Massen. Wir bekommen gerade noch einen Parkplatz. Dann machen wir noch eine kleine Erkundungsrunde und eine Shoppingtour. Die große Hitze macht uns zu schaffen und wir fahren zurück zum Hotel in Tusayan, die Red Feather Lodge (EUR 91,--)und checken ein. Das Hotel ist sehr gut. Die Zimmer sauber und groß.
    Um 5h geht es dann wieder zum Grand Canyon. Durch die tiefstehende Sonne ist der Canyon viel rötlicher. Die langen Schatten machen auch viel bessere Konturen – einfach herrlich.
    Zurück beim Hotel, gehen wir dann gleich nebenan ins Cafe Tusayan essen – mittelmäßig.
    200km
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    Freitag, 14.9.2007
    Noch einmal fahren wir morgens durch den Grand Canyon Nationalpark. Bei jedem Aussichtspunkt bleiben wir stehen und genießen dieses Naturspektakel. Nach einiger Zeit reicht es mir weil meine Höhenangst nicht gerade angenehm ist, während sich Christl noch weiterhin an jeden Abgrund wagt. Bei Desert View verlassen wir den Park. Auf der 64er geht’s weiter Richtung Cameron. Wer glaubt, dass nun die wunderschöne Natur Pause hat, der irrt. Immer wieder haben wir einen herrlichen Blick auf den zerklüfteten Canyon des Little Colorado River. Ab Cameron fahren wir dann nordwärts auf der 89er. Hier ist eine ganz komische Mondlandschaft. Die Hügel links und rechts der Straße schauen aus, als wären sie mit Spritzbeton übergossen worden.
    Knapp vor Page biegen wir dann rechts ab zum Antelope Canyon. Mit alten Autos werden wir zum Canyon gebracht, wo uns eine Eingeborene dieses Naturschauspiel zeigt. Obwohl wir um 12.30 dort sind kommen nur wenige Sonnenstrahlen in den Canyon, weil es ziemlich bedeckt ist. Aber trotzdem unbedingt sehenswert, obwohl nicht ganz billig.(28,-- p.P.) 90Minuten dauert die Tour und dann sind wir gleich in Page. Wir wohnen im BW Arizona Inn. Im Internet um 65,-- zum Spezialpreis statt 99,-- gebucht. Hotel und Zimmer wie erwartet in Ordnung. Highlight: Vom Zimmer sieht man direkt auf Glen Canyon und die imposante Brücke. Abends essen wir im Butterfield Steakhouse, das neben unserem Hotel liegt.
    250km
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    Samstag, 15.9.2007
    Von Page fahren wir ein Stück zurück um auf der 89A zum Bryce Canyon zu gelangen. Soll eine Scenic Route sein – und sie ist es auch! Die ersten Meilen fahren wir immer an Cliffs entlang. Dann geht es in die Berge und schon nach des ersten Kurven ändert sich die Landschaft. Im breiten Tal war es sehr karge und nun satter grüner Tannenwald, jedoch mit steinigem Boden. Bis auf 2400m führt uns die Straße hinauf bis es dann wieder runter auf 1400m geht. Die 89A fahren wir 150 Meilen lang. Die gute Stimme des Navi kann sich heute ausrasten. Wir biegen dann auf die 12er ab und nach wenigen Meilen haben wir schon den ersten Vorgeschmack auf Bryce. Der Red Canyon direkt an der Bundesstraße ist traumhaft.
    Bald sind wir in Bryce angelangt. Zimmer haben wir in der Bryce View Lodge um günstige EUR 58,-- vorgebucht. Zum Glück, denn das Motel ist ausgebucht.
    Es ist mittags und wir machen uns gleich auf den Weg durch den Park. Wir fahren zuerst bis ans Ende des Parks auf 2800m und erkunden ab hier jeden Aussichtspunkt. Was soll ich sagen, ein Blick in den Canyon ist schöner als der andere. Nur die Höhenangst macht mir wieder zu schaffen. So 50 Bilder werden wir wohl wieder gemacht haben. Die Zeit vergeht wie im Fluge und schon ist es wieder Zeit zu Abendessen. Wir essen gegenüber im Rubys Inn, und ein paar Kleinigkeiten haben wir im angrenzenden Shop auch noch erstanden.
    Über das Wetter dürfen wir uns bisher nicht beklagen. Sogar auf 2800m hatte es heute noch 22°!
    350km
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  • Weil der Reisebericht so lange ist, hab ich ihn auf 2 Beiträge aufgeteilt.



    Sonntag, 16.9.2007
    Wie jeden Tag habe ich die kurze Jean an. Aber als ich aus dem Zimmer gehe hat es nur 11° - brrrrrrr.
    Wir fahren die 12er und 89er ein wenig zurück, bis wir auf die 14er kommen – ein Scenic Byway. Viele Kurven und Serpentinen führen uns heute sogar bis auf 3000m hinauf. Herrliches Grün und zwischendurch Lavafelder und auf 3000m ein Hochplateau mit satten, grünen Wiesen. Steil geht die Straße dann runter nach Cedar City.
    Ein wenig fahren wir die Autobahn I15 Richtung Süden. Nach ca. 15 Meilen fahren wir auf einer 5 Meilen langen Stichstraße in den nördlichen Teil des Zion Nationalparks. Auch hier sind die typischen Sandsteinfelsen.
    Dann geht’s weiter zum südlichen Eingang des Nationalparks. Wir parken gleich beim Eingang und fahren dann mit einem Shuttlebus durch den Park. Im Park ist Auto fahren verboten – das ist gut so. Die Busse fahren alle 5-10 Minuten und Erklärungen vom Fahrer erhält man auch noch.
    Endlich ein Park in dem ich keine Höhenangst haben muss. Links und rechts der Straße türmen sich sehr hohe Sandsteinfelsen auf – gigantisch.
    Vom Park fahren wir dann weiter Richtung Süden bis St. George. Hier wohnen wir im Best Western Travel Inn um preiswerte 55,--. Die Zimmer sind groß, sauber und neu renoviert. So haben wir heute sogar einen großen LCD-TV. Genau richtig für Sonntag Footballspiele.
    Abends – zwischen zwei Spielen – essen wir sehr gut im Chilis.
    Bei der Heimfahrt um 19h ein Blick aufs Thermometer: 35° (Unterschied innerhalb von 12 Stunden: 24°!!!
    300km


    Montag, 17.9.2007
    Auf der Autobahn I15 verlassen wir St. George. Zuerst breites, flaches Tal, dann in einem kleinen Flusstal quer durch ein Gebirge und dann wieder breites Tal mit wenig Vegetation. Aber plötzlich direkt nach der Grenze zu Nevada ein Casino nach dem anderen. Nach ca. 50 Meilen zweigen wir von der Autobahn zum Valley of Fire ab. Und dort haben wir sie wieder, die roten Steine. Wir fahren ein Runde durch den Park und machen einige Fotostops, dann geht es weiter durch eine menschenleere Gegend Richtung Las Vegas. Ab und zu haben wir einen Blick auf den mächtigen Lake Mead. Ungefähr 15 Meilen vor Las Vegas beginnt wieder die Zivilisation mit viel Verkehr, vor allem auf dem Strip. Wir wohnen im Tuscany. Die Zimmer (Suiten) sind riesengroß mit Kochnische, Sitzecke, Schlafzone und großem Nassbereich – einfach toll. Und der Preis nur EUR 76,-- pro Nacht. Das Hotel ist einen Block vom Strip entfernt in einer grünen Anlage und nur 2-stöckige Gebäude – genau das, was wir wollen.
    Wir machen gleich eine Runde mit dem Auto durch die Stadt. Es hat sich vieles (alles?) verändert seit unserem letzten Besuch vor 11 Jahren, aber nicht immer zum Vorteil. In Downtown suchen wir die Kapelle wo wir geheiratet haben. Wir fürchten, dass das Gebäude abgerissen ist, weil ja soviel neu ist. Nach einiger Suche finden wir unsere Hochzeitschapel. Das Haus steht noch und auch das große Werbeschild, aber die Fenster sind mit Brettern vernagelt – unsere Chapel gibt es nicht mehr.
    Abends spazieren wir durch das beleuchtete, bizarre Las Vegas. Beeindruckend dieses Lichtermeer. Aber auch große Hektik durch die Menschenmassen.
    350km


    Dienstag, 18.9.2007
    Wir machen einen Ausflug in die Berge westlich von Las Vegas.
    Zuerst fahren wir Richtung Mt. Charleston und drehen dort eine Runde. Wir kommen wieder einmal auf über 2500 Meter in eine wunderbare grüne, frische Natur.
    Dann fahren wir zurück zum Red Rock Canyon und fahren dort die Looproad. Ich glaube das ist bereits der 10 Red Rock Park, durch den wir fahren, aber trotzdem schön.
    Dann nähern wir uns Las Vegas und schon weit vor dem Stadtzentrum werden neue Siedlungen gebaut. Komisch, obwohl hier soviel freies Land ist, stehen alle Häuser total nahe zusammen – und alle schauen gleich aus.
    Bei der Rückfahrt kommen wir am Hofbräuhaus vorbei und kehren dort ein. Das Bier ist vorzüglich und die Preise auch nicht ohne.
    Kaum ist die Sonne untergegangen und Neonreklamen blinken, sind wir schon am Strip unterwegs. Diesmal gehen wir Richtung Mirage und Venetian. Dies ist die schönste Stelle von Vegas – einfach berauschend die vielen Lichter. Ein wenig wird gegambled und einige Drinks an den Automaten und dann geht’s wieder zum Hotel.
    200km
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    Mittwoch, 19.9.2007
    Durch ebenes, ödes, weites, wüstiges Land gleiten wir auf der 160er und 190er zum Death Valley. Gleich zu Beginn des Nationalparks wird die Gegend schönes. Wir biegen die 13 Meilen Stichstraße zum Dantes View. Von 1500m blicken wir in das weite Death Valley hinab – einfach spektakulär. Die Panoramafotos können die Weite ein wenig vermitteln. Wieder zurück auf der Hauptstraße sind wir bald beim Zabriskie Point. Ein paar Meter zu Fuß hinauf und schon haben wir den Blick auf diese Mudstone Hills. Hier oben können wir nur kurz verweilen, weil ein extrem starker Wind weht.
    Knapp vor der Furnace Creek Ranch – unsere Bleibe um EUR 84,-- für heute Nacht – beginnt ein fürchterlicher Sandsturm. Wir sehen nur wenige Meter weit. Zum Glück bekommen wir sofort unser Zimmer. An weitere Ausflüge ist nicht zu denken.
    250km
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    Donnerstag, 20.9.2007
    Das Auto hat den Sandsturm überstanden. Gut das wir ein schwarzes Auto haben, da sieht man den Sand besonders gut!
    Heute ist eine lange Fahrt angesagt. Zuerst fahren wir an den Sanddünen vorbei und dann geht’s von 0 auf 1500 Meter. Obwohl wir noch im Death Valley sind, hat es nur 11°! Kaum auf 1500m fahren wir schnurgerade wieder runter – und schon kommt der nächste Berg und rauf auf 1800m. Auf der 395er fahren wir Richtung Süden – echt fad und dann sind wir auf der 150er wieder in den Bergen. Die Straße besteht nur aus Kurven, Christl wird schon schlecht. Nach ca. 40 Meilen kurvenfahren sind wir dann bei Delano wieder im Tal. Auf der 99er fahren wir noch nach Tulare, wo wir in einem Days Inn um 60,-- übernachten – nicht aufregend das Quartier. Aber immerhin hat das Motel eine Laundry, damit wir unsere Schmutzwäsche waschen können.
    In der Zwischenzeit gebe ich im Internet bei Priceline ein Gebot für ein Hotel für morgen ab. Ich bekomme den Zuschlag für 65,-- für ein Courtyard Marriott in Modesto – statt 104,--!!!
    Gut dass wir die südliche Route mit dem Sequoia NP gewählt haben, auf der Nordroute im Yosemite NP ist heute Schnee gefallen.
    450km


    Freitag, 21.9.2007
    Für heute ist Schlechtwetter – Regen und Kälte – angesagt. Gut das Wetterfrösche irren können. Schon in der Früh scheint die Sonne und die Temperaturen sind angenehm.
    Die nächsten Nationalparks sind angesagt. Heute fahren wir die 198er in den Sequoia und Kings Canyon. Gestern hatten wir schon viele Kurven, heute sind es genauso viele. Ringelspiel brauchen wir nicht so bald.
    Die Straße schraubt sich bis auf 2.300 Meter hinauf und wie immer wunderschöne Natur. Ein wenig mehr der hohen Bäume hätte ich mir schon erwartet, aber der 84 hohe General Giant ist sehr imposant. Auch sehen wir viele kranke, abgestorbenen Bäume.
    Wieder im Tal fahren wir auf der 99er im Great Valley bis nach Modesto. Links und rechts begleiten uns verschiedene Obst-, aber auch Weinplantagen.
    400km


    Samstag, 22.9.2007
    Auch für heute ist Regen vorhergesagt – heute stimmt es leider. Aber schon in San Francisco hört es zu regnen auf – frisch ist es noch bei 17°.
    Nachdem wir unser Zimmer im Hilton Garden Inn in Emeryville (Oakland) bekommen haben, starten wir unsere Erkundung von SF.
    Das Hotel habe ich wieder über Priceline um 82,-- statt 125,-- bekommen. Tolles Hotel, wir wohnen im 11. Stock mit Blick auf die Berge.
    Über die Baybridge kommen wir nach SF und fahren den 49 Miles Scenic drive. Mit Hilfe der gespeicherten Route im Navi geht die Fahrt durch die lebhafte Innenstadt einwandfrei und stresslos. Auf der Strecke bekommen wir wirklich alle Sehenswürdigkeiten von SF zu sehen. Besonders beeindruckend natürlich die Golden Gate Bridge, sowie der Blick auf die Stadt vom Coit Tower und den Twin Peaks. Diese Rundfahrt dauert ganz schön lange – wir brauchen den ganzen Tag dafür.
    Ziemlich geschlaucht kommen wir wieder zum Hotel zurück, wo wir dann auch zu Abend essen.
    200km


    Sonntag, 23.9.2007
    In der Früh schaut das Wetter nicht freundlich aus. Es ist stark bewölkt.
    Wir fahren zum Muir Woods Park. Obwohl wir recht zeitig dort sind, gibt es keinen freien Parkplatz mehr. Macht nichts, es fangt auch noch zu nieseln an – so fahren wir eben weiter Richtung Süden. Eine Fahrt über die Golden Gate Bridge darf man sich natürlich nicht entgehen lassen. Wir fahren weiter durch die Stadt und dann an der Küste entlang auf der 1er.
    In Pacifica wollten wir eventuell bleiben, aber das Wetter ist noch immer nicht besser und so schön ist der Ort auch wieder nicht. Weiter geht’s an der Küste bis Santa Cruz. Im Kuponheft haben wir ein nettes Hotel in guter Lage entdeckt – die Ocean Pacifica Lodge. Den Kupon lehnt die Dame an der Rezeption ab – wir bekommen einen noch besseren Preis 75,--.
    Bisher haben wir von der Stadt noch nie was gehört, aber sie ist wirklich reizvoll. Sowohl Downtown als auch der Pier und Strand gefallen uns ausgezeichnet. Total nette, alternative Menschen begegnen uns – keine wilden Gestalten wie in SF sondern einfach nette Typen.
    Die Stadt werden wir uns merken, wir werden sie sicher wieder besuchen.
    150km


    Montag, 24.9.2006
    Unser erster Stopp ist heute Monterey. Es ist angenehm am Fishermans Wharf zu spazieren, weil am frühen Vormittag noch wenig Leute unterwegs sind. Weiter fahren wir zur Cannery Row, eine Enttäuschung. Nicht mehr weit ist es zum 17 Miles Drive. Toll und beeindruckend die Rundfahrt an der Küste entlang. Ein Häuschen dort kann man sich wahrscheinlich nicht einmal mit einem Solo-Lotto-Sechser kaufen.
    Durch das verträumte, liebliche Carmel gelangen wir wieder auf die 1er und fahren entlang der Steilküste Richtung Süden. Bei Big Sur ist die Küste am Schönsten, und sehr kurvenreich. Wohl eine der schönsten Straßen auf der Welt.
    Knapp vor San Simeon liegt eine Riesenkolonie von Seehunden am Strand die die warmen Sonnenstrahlen genießen.
    Am Nachmittag erreichen wir das Hearst Castle. Leider gibt es heute keine Führungen mehr. So schauen wir uns eben nur den Film über das Schloß im IMAX-Kino an – Pech gehabt.
    Wir fahren noch weiter bis Pismo Beach. Dort quartieren wir uns im Best Western-Shore
    Cliff Lodge um 117,-- ein. Ein traumhaftes Hotel an den Klippen. Abends essen wir im angrenzenden Restaurant, das auch direkt an den Klippen liegt. Neben sehr gutem Essen genießen wir auch den Sonnenuntergang.
    350km
    [Blockierte Grafik: http://www.usa-forum.at/gallery2/main.php?g2_view=core.DownloadItem&g2_itemId=2230&g2_serialNumber=3&g2_GALLERYSID=3c154f4ae2d9f8c8fab78d28a60cff97]
    Dienstag, 25.9.2007
    Heute gehen wir es gemütlich an. Wir schlafen lange und fahren weiter auf der 101er Richtung LA. Dann biegen wir ins Landesinnere nach Solvang ab. Ein ganz lieber Ort, der von Dänen gegründet wurde und noch immer ganz dänisch ist. Wir spazieren durch den Ort und kaufen in einer Bäckerei natürlich danish pastries ein – lecker.
    Bei Santa Barabara kommen wir wieder an die Küste und fahren nur noch wenige Meilen bis nach Carpinteria. Im Best Western Carpinteria machen wir um 87,-- - diesmal mit Kupon – diesmal Station. Ein schönes, altes Hotel im spanischen Stil. Wir machen es uns am Pool gemütlich und essen abends bei einem Italiener im Ort.
    150km


    Mittwoch, 26.9.2007
    Wir frühstücken heute in einer mexikanischen Bäckerei – einmal was anderes.
    Auf der 1er kommen wir LA immer näher. In Malibu gibt es schon einige prachtvolle Häuser aber wohnen muß ich da wirklich nicht. Danach folgt Santa Monica und Venice. Von Venice sind wir schwer enttäuscht – einfach nur dreckig und schmuddelig. Wir fahren auf em Santa Monica Boulevard nach Hollywood, das zieht sich und es ist viel Verkehr. In Hollywood wollten wir eigentlich Quartier beziehen, aber die von uns ausgewählten Hotels ist ausgebucht oder gefallen uns nicht. So parken wir beim Hollywood Blvd. und spazieren auf dem Walk of Fame bis zum Man´s Chinese Theater. Hier ist ganz schön was los und alle Ausgeflippten der Welt geben hier ihr Stelldichein.
    Die Stadt gefällt uns nicht besonders, deshalb machen wir uns wieder auf den Weg. Während wir im Stau auf der Autobahn stecken erreicht und ein Telefonat von Andy aus dem Floridaforum, der derzeit in LA arbeitet. Wir machen uns ein Treffen in Long Beach in einem Restaurant aus und fahren dort hin. In Long Beach suchen wir uns noch schnell ein Zimmer. Wir wohnen im Travelodge um 109,--, nachdem ich ihn von 139,-- runtergehandelt habe. Das Hotel ist nicht aufregend, aber die Lage ist sehr gut nahe der Promenade. Zu Fuß gehen wir zum Restaurant, dem Rock Bottom. Andy, sowie seine Frau Kerstin und die liebe Lea warten schon auf uns. Wir essen gut, unterhalten uns ausgezeichnet und machen noch einen ausgiebigen Verdauungsspaziergang am Hafen von Long Beach. Es ist hier wunderschön; die alte Queen Mary (das Schiff natürlich); die lieblichen Lokale; der Leuchtturm und alles sehr sauber. Bis wir alle müde sind wandern wir hier herum und Lea bekommt ihre Leckereien.
    200km


    Donnerstag, 27.9.2007
    Heute geht’s nach Palm Springs. Es dauert 80km bis LA samt Vorstädten hinter uns liegt. Der Verkehr war wieder enorm. Vorbei an Tausenden Windrädern gelangen wir mitten in der Wüste nach Palm Springs. Es hat hier 37°. Wir suchen uns hier ein Quartier und landen schließlich im Palm Mountain Resort. 59,-- p.Tag. Das Hotel ist schon älter, aber sauber und gepflegt und die Lage ist erstklassig. Wir wollen der Hitze entfliehen und fahren eine Scenic Loop im Süden der Stadt auf der 74er und 243er. Zunächst nur Wüste, aber ab 1200m ist ein Hochebene und wir fahren durch Nadelwälder. Es hat angenehme 22° und die Gegend ist wunderschön. Mitten im Nichts dann plötzlich ein Urlaubsort mit jeder Infrastruktur.
    Am Abend ist dann wie jeden Donnerstag das Village Fest. Die Hauptstraße ist gesperrt und es stehen auf einmal viele Buden mit Schmuck, Lebensmittel, Musik und, und und… - wirklich super. Glück gehabt, dass wir an einem Donnerstag hier sind. Überhaupt gefällt uns die Stadt. Nette Leute, sauber, viele Geschäfte, gute Lokale – und man kann sogar fast überall im Freien essen. Für die Staaten eine Sensation.
    350km


    Freitag, 28.9.2007
    Nach dem Frühstück in Ruby´s Diner, ein ganz liebliches, auf die 50er getrimmtes Lokal, fahren wir auf der Autobahn I-10 zum Josua Tree NP. Anfangs sind wir enttäuscht, nur fade Wüste und von Josua Trees keine Spur. Aber sobald wir über 1000m sind, sind wir auf einmal in einer ganz anderen Art von Wüste. Riesige Steinfelsen und unzählige Josua Trees. Im Frühjahr muss es aber noch viel schöner sein, weil dann die Wüste blüht. Wir kommen sicher wieder her.
    Den Rest des Tages verbringen wir am Pool. Es hat heute nur noch 30°. Abends machen wir wieder einen Spaziergang durch Downtown und essen wieder vorzüglich.
    200km
    [Blockierte Grafik: http://www.usa-forum.at/gallery2/main.php?g2_view=core.DownloadItem&g2_itemId=2259&g2_serialNumber=3&g2_GALLERYSID=3c154f4ae2d9f8c8fab78d28a60cff97]
    Samstag, 29.9.2007
    Das Highlight des Tages war das Frühstück bei IHOP, das sagt schon alles.
    Aber es war wirklich lecker. 2 Eier mit Speck und Hashbowns und als Nachspeise Palatschinken mit Creme/Erdbeerfüllung.
    Danach war eine lange eintönige Fahrt durch die Wüste von Californien und Arizona angesagt.
    Am Nachmittag sind wir dann in Phoenix angelangt und haben wieder Quartier – wie am Beginn unserer Reise – im Radisson Airport North um günstige 45,-- (statt 110,-- via Priceline) bezogen.
    450km


    Sonntag, 30.9.2007
    Der ganze Tag steht uns zur Erkundung von Phoenix zur Verfügung, denn unser Flieger nach Sarasota geht erst um 23.30.
    Zuerst schauen wir uns den Botanischen Garten an. Obwohl es Vormittags ist, hat es weit über 30°.So schauen wir uns von der beeindruckenden Kakteensammlung in wilder Natur nur schnell alles an. Nach nur einer Stunde brechen wir ab, weil es nunmehr viel zu heiß ist.
    Im gut klimatisierten Auto suchen wir dann das Indianermuseum in der Stadt. Nach einigem hin und her finden wir es. Kunstausstellung und Info über die Indianer ist den Besuch wert. Ist ein Geheimtipp.
    Es ist noch Zeit und wir fahren nach Scottsdale, den reichen Vorort von Phoenix. Eigentlich wollen wir wegen der Hitze auch eine Mall besuchen, aber es gibt hier leider keine geschlossene Mall. Wir gehen ein wenig auf der 5th Avenue von Scottsdale spazieren, das war es aber auch schon.
    Schön langsam machen wir uns dann auf den Weg zum Flughafen. Wie nicht anders gewöhnt klappt alles einwandfrei, Da wir zeitig am Airport sind, müssen wir noch einige Zeit auf unseren Flieger warten – und dann beginnt der 2. Teil unseres Urlaub ---- 3 Wochen Urlaub in Sarasota!!! Aber das ist wieder eine andere Geschichte.