8000 Meilen bis Alaska

  • ARD - 18.15 > 19.29Uhr Nachtrag :D am 1. Januar 2012


    Von Neuenglands felsiger Atlantikküste westwärts durch den Kontinent bis
    zum Pazifik, dann nach Norden bis zum Eismeer: Amerika-Korrespondent
    und Abenteuer-Reporter Klaus Scherer reiste einen Winter lang auf der
    nördlichsten Route seines Berichtsgebietes. Mit der Eisenbahn
    durchquerte er Montanas Bergwelt, auf Schneeschuhen war er auf den
    Großen Seen unterwegs, per Boot in malerischen Buchten nahe Seattle und
    reitend in North Dakota - an der Seite von Ranchern, die die letzte
    Herde von Indianerpferden schützen....
    "Selbst nach mehr als vier Jahren als USA-Berichterstatter
    faszinieren mich die Vielfalt und Schönheit der Großlandschaften und
    der aufreibende Alltag ihrer Bewohner mehr denn je", so
    Grimme-Preisträger Scherer. "Solche Reisen lehren uns immer wieder: Man
    muss die Hauptstadt Washington verlassen, um das Land besser zu
    verstehen."
    Frostiges Ziel der Trans-Amerika-Reise ist die
    Doppelinsel Diomede im Fadenkreuz von Datumsgrenze und Polarkreis, die
    teils in Alaska und teils in Russland liegt. Nur eine Handvoll
    Inuit-Familien trifft Scherer dort an, die bis heute über die Teilung
    ihrer Heimat klagen. Ein Sturm hält das ARD-Team tagelang in der
    Polarregion gefangen, bis der Wind abflaut und die Landepiste auf der
    Eisdecke wieder vom Schnee befreit ist - gerade rechtzeitig, bevor das
    Tauwetter des Frühlings Landungen unmöglich macht.
    "Aufregender war
    es nur im Hubschrauber unter den Niagara-Fällen", bilanziert Scherer,
    der im Film von Kanada aus einen Rettungspiloten begleitet. "Auch mein
    Magen leistete da wahre Dreh-Arbeiten."