Erste stille Nacht am Flughafen, Frankfurt/Main !

  • Die letzte Maschine am Flughafen Frankfurt flog am Sonntagabend von Osten her ein und setzte um 23.02 Uhr auf der Landebahn auf. Danach herrschte genau sechs Stunden Ruhe in der Luft - ein
    Novum für das Rhein-Main-Gebiet. Nach Auskunft des Flughafens gab es auch keine Verspätungen oder Notfälle, die Flugbewegungen am Frankfurter Flughafen notwendig gemacht hätten :!:
    Auch die Lufthansa Cargo, die bislang die meisten Nachtflüge in Frankfurt durchgeführt hatte, meldete am Montagmorgen keine Probleme. "Wir haben die Umstellung operativ gut hinbekommen", erklärte ein
    Unternehmens-Sprecher. Bei den Mitarbeitern sei aber die Sorge um die Arbeitsplätze groß, obwohl es sich ja zunächst um eine vorläufige Regelung handele :P
    Das vom Verwaltungsgerichtshof angeordnete vorläufige Nachtflugverbot gilt, bis das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig über die Zulässigkeit des Planfeststellungsbeschlusses zum Flughafenausbau entschieden hat,
    der 17 planmäßige Flüge in der Nacht vorsieht. Das Leipziger Gericht will im März über die Frage verhandeln ?(
    Quelle: www.tagesschau.de


    Servus, klaus54 :chill:

  • Ich wohne direkt in der Einfluschneise, aber die naechtlichen Fluege haben mich nicht gestoert. Nachts schlafe ich, da ich tagsueber arbeite bin ich abends muede und kann schlafen, waehrend des Sommers auch bei geoeffnetem Fenster. Die Flughafengegner wollen Ruhe und wenn sie sich durchsetzen koennen ( wobei sie in der Minderheit sind) dann wird es nachts ruhig am Himmel und dafuer lauter auf den Fluren der ARGE ( wie Arbeitsamt jetzt heisst). Die Verlegung von Frachtfluegen nach Leipzig wird dann eine Belebung auf dem Arbeitsmarkt Ost geben und die Gruenen klopfen sich auf die Schultern, tolle Leistung und nun muss der Flughafen Leipzig geschlossen werden, zu viel Laerm. :agrr: :§$%:

  • Da stimme ich Dir völlig zu, yogi. Wir wohnen ja hier auch im weiteren Umfeld des Frankfurter Flughafens und die jüngsten Beschwerden über den vermeintlich vermehrten Fluglärm gingen hier schon los, bevor noch irgend etwas geändert wurde. Den Flughafen nutzen die meisten, aber der darf nur Krach machen, wenn man selbst im Flieger sitzt.


    Oft scheint es ohnehin nur um das Verhindern an sich zu gehen. So bildete sich hier in einer Nachbargemeinde vor ein paar Jahren eine Bürgerinitiative, die ein Bürgerbegehren - also eine Volksabstimmung auf eine Stadt beschränkt - herbei führte und so das Vorhaben eines Handelskonzerns verhinderte, am Stadtrand einen großen Supermarkt zu errichten. Der zu diesem Zeitpunkt noch vorhandene kleine Supermarkt in der Ortsmitte schloss in diesem Zeitraum und die Menschen fahren nun zum Teil 3 km weiter zum nächsten großen Supermarkt. So wie es aussieht, wird der Supermarkt am Stadtrand nun mit einigen Jahren Verzögerung dann doch gebaut.


    Eine Partei, die sich den Umweltschutz und die Förderung des ÖPNV auf die Fahnen geschrieben hat, versucht gerade zu verhindern, dass eine überlastete Eisenbahnstrecke zwischen Frankfurt und Friedberg (Hessen) auf der Güterzüge, Fernverkehr, Regionalzüge und die S-Bahn unterwegs sind, ausgebaut wird.


    Irgendwie macht mir es meine Umwelt manchmal schwer, dass ich sie ernst nehmen kann...


    Gruß


    Uwe

  • Und jetzt muss ich dir zustimmen. Vor einigen Jahren bildete sich in Wiesbaden eine Buergerintiative, die vehemnt einen Verkehrsberuhigten Bereich fuer ihr Wohngebiet am Sonnenberg forderte.
    Das ganze sollte dem Schutze der Kinder dienen. Nachdem die Zone eingerichtet wurden auch die Geschwindigkeiten ueberwacht(erlaubt max. 8 km/h) und der Erste, der geblitzt wurde war der Sprecher der Buergerintiative mit 50km/h. :bravo:

  • Das mit dem Fluglärm ist halt so eine sache , den einen stört's es mehr den anderen weniger , ist meist eine Frage der Distanz zum Auslöser
    Also wir wohnen ungefähr 2-3 Steinwürfe weit weg vom Fraport , der Fluglärm ist bei uns sehr laut. Wir haben links den Fraport und
    rechts noch als zugabe die A66 !! Ich muß noch bemerken das mir seit einem Hörsturz nur ca. 25 % meines Gehörs geblieben ist , trotzdem ist das
    Geräuch , nicht nur das gehörte sondern auch das körperlich gefühlte sehr störend und zerstört jede Lebensqualität .
    Ich würde auch lieber in Oberursel wohnen , ich denke das hier das Tannenrauschen lauter ist als der Fluglärm vom Fraport :hust:
    Ich denke im falle eines Ortswechsels müsste ich mein Häusle schon verschenken , es wird keinen geben der in so einer Lager ein
    Haus kauft.


    Lg
    Nobbi

  • Hallo Nobbi,


    das hätte ich nicht gedacht, dass sich das so bei euch bemerkbar macht, denn die Flugzeuge müssten von der Lage her ja eher parallel vorbeifliegen bzw. starten und landen und nicht über euch drüber fliegen.


    Das mit dem Tannenrauschen trifft sicher auf den nördlichen Teil unserer Stadt zu, aber bei uns überwiegt dann doch eher das Geräusch von oben, wenn die Flugzeuge je nach Windrichtung in etwa 600-800 m Höhe unseren Stadtteil überqueren. Aber ich beschwere mich nicht, denn ich nutze auch den Vorteil, den Flughafen in der Nähe zu haben und fliege auch innerdeutsche Strecken nach Hamburg oder Berlin, denn die Bahn hat als Alternative in den letzten Jahren kräftig verloren.


    Aber was mich nachdenklich stimmt, ist die Tatsache, dass es an dieser Stelle seit 1936 einen Flughafen gibt. Und spätestens 1970 als das heutige Terminal 1 in Betrieb ging, sollte eigentlich jedem klar geworden sein, dass es nicht bei dieser Größenordnung bleibt. Stattdessen wurden aber im Umfeld des Flughafens neue Siedlungen errichtet oder vorhandene erweitert. Damit haben sich sicher einige Kommunalpolitiker ihr Denkmal gesetzt.


    Gruß


    Uwe

  • In direkter Fraport- Naehe( wie Bischofsheim<Ruesselsheim,Raunheim u.s.w) gibt die Fraport Zuschuesse fuer Laermschutzfenster. In unserer Gemeinde ist die Laermbelaestigung durch Fieger, Eisenbahn und umzingelt von Autobahnen. Das war mir aber klar bevor ich hierher zog.
    Grundstuecke in Walldorf sind auch billiger, als in Bad Soden oder Bad Homburg.

  • @ Uwe
    da gebe ich dir vollkommen Recht , es wurde zuviel in unmittalbarer nähe des Fraport's gebaut , maches ohne
    Überlegung.
    Ich Wohne jetzt seit über 60 jahren in der nähe von Fraport , ich kenne noch die Tage als zum erstenmal eine Superconstellation in Frankfurt
    Landete , war das Ding eine Wucht !!Ich bin kein Fraportgegner gehöre auch keiner Protestbewegung oder so an , nur so langsam kommt mir
    der Fraport unheimlich nahe , und das könnte mich von hier wegtreiben . Naja schaun mer mal.


    yogi
    War das mit Walldorf ein nur joke rofl oder sollte das ein Tipp sein :?:


    Lg
    Nobbi

  • Das Nachtflugverbot am Flughafen Frankfurt am Main gilt auch weiterhin. Zwischen 23.00 Uhr und 5.00 Uhr sind vorerst keine Starts und Landungen an Deutschlands größtem Luftdrehkreuz
    erlaubt, entschied das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig :!: Die Richter kassierten damit die vom Land Hessen erteilten Ausnahmegenehmigungen für 17 nächtliche Flüge zumindest solange,
    bis wegen der Lärmbelastung der Anwohner eine überarbeitete Planfeststellung vorliegt..... ?(
    Dem Leipziger Urteil zufolge muss Hessen zudem die Lärmbelastung der Bürger durch 133 Flüge in den sogenannten Randzeiten zwischen 22.00 und 23.00 Uhr sowie von 5.00 bis 6.00 Uhr erneut prüfen.
    Maßstab sei die frühere Rechtsprechung des Gerichts, wonach bei solchen Genehmigungen auf die Nachtruhe der Bevölkerung in besonderem Maß Rücksicht genommen werden muss.
    Nachtflüge seien demnach nur zulässig, wenn dafür ein "besonderer Bedarf" bestehe. Diesen Nachweis muss das Land nun bringen, um Nachtflüge insgesamt genehmigen zu können :P


    Das höchstrichterliche Urteil gilt zudem als Niederlage der Lufthansa und des Flughafenbetreibers Fraport, die auf eine Wiederzulassung der Nachtflüge nach Inbetriebnahme der neuen
    Landebahn Nordwest gedrungen hatten. Die Lufthansa-Tochter Cargo hat in Frankfurt am Main eine eigene Frachtflotte stationiert. Einige der Flugzeuge transportierten nachts Waren nach Asien
    und Nordamerika. Ein Nachtflugverbot kostet Lufthansa Cargo nach eigenen Angaben im Jahr 40 Millionen Euro Gewinn :whistling:


    Quelle: www.tagesschau.de


    Servus, klaus54 :chill:

  • ... und im nächsten Jahr bekommt Hessen dann nach der Landtagswahl eine neue Landesregierung. Denn die aktuelle Regierung hat vor einiger Zeit noch steif und fest behauptet, dass ein Nachtflugverbot rechtlich nicht durchsetzbar sei. Da sollen sich Unternehmen wie Lufthansa und Fraport doch glatt drauf verlassen haben... :S


    Jetzt sind sie verlassen!


    Gruß


    Uwe