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Grüß Gott Amerika
Film von Andreas Schultz
Angefangen hat alles mit einem Kuchen: Die Frau aus der Mennoniten-Gemeinde hatte ihn Ina an der Haustür zum Verkauf angeboten. Die beiden höchst unterschiedlichen Frauen kamen miteinander ins Gespräch und wurden Freundinnen. Ina war vom Leben der Gläubigen sofort ...
(ARD/WDR)
Angefangen hat alles mit einem Kuchen: Die Frau aus der Mennoniten-Gemeinde hatte ihn Ina an der Haustür zum Verkauf angeboten. Die beiden höchst unterschiedlichen Frauen kamen miteinander ins Gespräch und wurden Freundinnen. Ina war vom Leben der Gläubigen sofort fasziniert und trat mit ihrem Mann Danny, ein amerikanischer Soldat, ebenfalls in die Gemeinde ein. Vor sieben Jahren ist sie mit Danny aus ihrer Heimat bei Nürnberg nach Amerika ausgewandert. Nun ist die Familie in einer mennonitischen Gemeinde, den Charity People im Norden des Bundesstaats New York, sesshaft geworden. Danny ist mittlerweile aus der Armee ausgetreten. Es ist ein einfaches Leben ohne Luxus - ein Leben, bei dem Nächstenliebe wichtig ist, bei dem einer dem anderen hilft. Es ist eine kleine, heile Welt, aber auch eine, in der es zahllose Regeln und Tabus gibt: Fernsehen, der Genuss von Alkohol und Tabak sowie das Tragen moderner Freizeitkleidung sind verboten. "Datings" zwischen jungen Männern und Frauen werden von den Eltern organisiert. Ina hat vor Kurzem ihr siebtes Kind geboren. Ihre restlichen Kinder unterrichtet sie zuhause, um sie nicht dem Zugriff staatlicher Schulen auszusetzen. Aber auf die Frage, wie ihre Kinder - so erzogen - in dieser Welt eine Zukunft haben sollen, hat sie keine Antwort. Denn Ina glaubt auch an den Untergang der Welt.
Der Film "Grüß Gott Amerika" dokumentiert den Alltag der Mennoniten-Familie.
(ARD/WDR)
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