"Willie Nelson" Live in München !

  • Hi Leute, :huhu:


    "Trigger" heißt die ramponierte Gitarre, Willie Nelson der Mann, der mit ihr und Band am Montagabend in München ein Spektrum von Country,
    Blues, Rock 'n' Roll und Evergreens mit einer Leichtigkeit abdeckte, dass weder ein Song von Nina Simone noch von Ray Charles zwischen Hank Williams
    und Honky Tonk deplatziert wirkte. :thumbup:
    Es war eine wunderbare, genreübergreifende Mischung aus eigenen und fremden Klassikern, die der 77-Jährige im Circus Krone wie selbstverständlich aus dem Ärmel schüttelte :!:


    "Whiskey River" machte am gestrigen Abend den Anfang: "Möge doch der Whiskey-Fluss nicht abreißen, damit die Erinnerungen an sie mich nicht quält",
    sang der im hohen Alter fast noch spitzbübisch wirkende Texaner mit intakter Stimme vor der Flagge seines Heimatstaates,
    bekleidet mit schwarzer Hose und abgetragenem schwarzen T-Shirt,
    noch mit Hut, später mit obligatorischem Stirnband. Schon entlockte er seiner "Trigger" Töne, die nicht recht ins Country-Korsett passen wollten, und doch hervorragend
    in diesem funktionierten. Die Farbtupfer in den Stücken, aber auch die Zusammenstellung des Programms an sich, ließen keine Sekunde biedere Country-Atmosphäre aufkommen.
    Mal wieder schön so eine "Country-Legende" mit unserem Ü-Wagen aufzunehmen :super: Der BR hat als einzige Rundfunkanstalt in Europa
    die Rechte erhalten, dieses Konzert mitzuschneiden :bravo:


    Sentimental ohne Pathos brachte Nelson seine Balladen, eingebettet in flotte Publikumsfavoriten (ein Höhepunkt: "On The Road Again"), vertonte Anekdoten ("Me And Paul"),
    Country-Schnulzen mit Augenzwinkern ("Mamas Don't Let Your Babies Grow Up to Be Cowboys") und Lebensbekenntnissen:
    "Wir laufen nie davon, wir gehen keine Kompromisse ein, wir geben nicht auf", hieß es etwa in "We Don't Run", mit spürbarer und ansteckender Überzeugung gesungen.
    Wundert es da noch, dass Willie Nelson am Ende noch auf der Bühne stehend minutenlang Autogramme gab?
    Leider viel beim zweiten Stück der Gitarrenverstärker aus, aber nach kurzer Zeit war dieser Defekt schnell behoben, das der Schlagzeuger an seiner "Snare" ein wenig
    Probleme hatte, darf man bei seinem Alter aber auch verzeihen ?(
    Alles in allem ein gelungener Abend und wieder ein legendärer Mitschnitt für mein privates Archiv :thumbsup: Servus, klaus54 :chill:

  • München ist dieses Jahr ein guter Ort für Musik!


    Wir waren vor ein paar Tagen auf dem Königsplatz unter knapp 15.0000 begeisterten Zuhörern von Eric Clapton und Steve Winwood - sind zwar beides Engländer aber mit starker US-Anbindung. Immerhin hat Winwood schon Ende der 60er Jahre Leute wie Sonny Boy Williamson auf Tournee durch England begleitet ...


    Der nächste Höhepunkt wird sein der (relativ) junge amerikanische Blues Gitarrist Joe Bonamassa, am 15. Juli.


    Wir werden ihn allerdings an anderer Stelle wieder hören, nämlich auf einer Burgruine bei Tuttlingen.


    Also wer Blues mag und einen super Gitarren-Virtuosen sehen und hören möchte, sollte am 15. Juli zum Tollwood Festival gehen.