TV Tipp: "Deutsche in Amerika" 4 Teile ab Montag 11.4 auf "PHOENIX" !

  • Hi Leute, :huhu:


    hier mal ein TV-Tipp für kommenden Montag, Dienstag, Mittwoch und Donnerstag jeweils um 21:00 Uhr auf "PHOENIX"


    Ins gelobte Land 1/4 auf PHOENIX am Montag, 11. April um 21:00 Uhr :wow:
    "Deutsche in Amerika"


    Die Reihe zeigt, was die deutschen Auswanderer vor damals dazu bewegte, ihrer Heimat den Rücken zu kehren und ein neues Leben in der Ungewissheit der „Neuen Welt“ zu beginnen.
    60 Millionen Amerikaner sind deutschstämmig. Ihre Leistungen zählen bis heute zur Basis der amerikanischen Kultur. Die Filme erzählen anhand spannender Familiengeschichten,
    wie die Integration damals verlief. Im Sommer 2003 kommt eine Gruppe von 40 Deutsch-Amerikanern aus Loose Creek, Missouri, nach Deutschland.
    Sie ist auf der Suche nach ihren Wurzeln und wird auf einem Bauernhof im Rheinland fündig. Vom Münkshof sind ihre Vorfahren vor 150 Jahren aufgebrochen in die „Neue Welt“.
    Wie so viele flohen sie vor Armut, Hunger und politischer Unterdrückung. Millionen Deutsche machten sich im 19. Jahrhundert auf den Weg ins Ungewisse.
    Ein überaus einträgliches Geschäft für Werber, Reeder und Kapitäne. Begeisterte Briefe von Verwandten und Freunden aus der Neuen Welt lockten Hunderttausende Nachzügler an.
    Unter ihnen Jakob Münks und seine Familie aus Lank bei Düsseldorf. Sie wollen in den Mittleren Westen, den so genannten German Belt.
    Mit seiner Frau und seinen sechs Kindern überlebt er die qualvolle Überfahrt auf einem der provisorisch umgebauten Frachtschiffe.
    Der Film folgt dem Weg der Familie, der sie über St. Louis schließlich nach Loose Creek in Missouri führt. Im benachbarten Hermann siedeln die Westfalen, in Washington die Pfälzer und in Loose Creek
    eben die Rheinländer. Die deutschen Siedler suchen die Nähe ihrer Landsleute und meiden das offene Land. Doch die Pionierjahre sind hart für die Münks. Die Farm wirft nicht genug ab, um alle zu ernähren.


    Der Preis der Freiheit 2/4 auf PHOENIX, Dienstag, 12. April ebenfalls um 21:00 Uhr :!:
    "Deutsche in Amerika"


    1862 tobt in Amerika der Bürgerkrieg. Eine Gruppe von 65 jungen Männern flieht über die texanische Prärie vor den Texas-Rangern. Es sind Söhne von deutschen Farmern,
    die verzweifelt versuchen, Mexiko zu erreichen. Unter den Gehetzten sind Julius Schlickum und sein Freund Wilhelm Klier, überzeugte Pazifisten,
    die nichts mehr hassen als die von den Südstaaten verteidigte Sklaverei. Nur 15 Jahre vorher waren ihre Familien voller Hoffnung auf ein besseres Leben aus Deutschland gekommen,
    hatten ihre letzten Ersparnisse geopfert, um dem europäischen Elend zu entfliehen. Ein „Mainzer Adelsverein“ hatte sie alle angeworben, um in Texas eine deutsche Kolonie zu gründen.
    Die Adeligen wollten unzufriedene Untertanen loswerden und hofften auf eine blühende Kolonie in Übersee. Prinz von Solms-Braunfeld fuhr für den Verein nach Texas, erwarb - blauäugig - Land für das Siedlungsprojekt, das er nie vorher gesehen hat: Es lag 300 Meilen von der Küste entfernt, war absolut unzugänglich und Jagdgebiet der gefürchteten Kommanschen.
    Die ersten Siedler wussten davon nichts, kamen 1846 nach strapaziöser Reise an - und erst einmal nicht weiter. Die Siedler errichteten Notunterkünfte in den Sümpfen,
    litten an Hunger und erkrankten zu Hunderten an Gelbfieber. In seiner Not erwarb Prinz von Solms-Braunfeld ein 1.300 Hektar großes, fruchtbares Stück Land am Guadeloupe-Fluss,
    auf halbem Weg zwischen dem Notlager an der Küste und dem eigentlichen Land des Adelsvereins. Es wurde die Siedlung Neu Braunfeld gegründet.
    Heute siedeln die Nachfahren der Überlebenden in der hügeligen Landschaft von Austin. New Braunfeld und Frederiksburg sind noch immer Zentren deutscher Kultur und Sprache.


    Little Germanies 3/4 auf PHOENIX am Mittwoch 13. April wieder um 21:00 Uhr :!:
    "Deutsche in Amerika"


    Für die einen wird der amerikanische Traum Realität, für die anderen eine Probe auf Leben und Tod. Am 15. Juni 1904 gellen Schreie über den East River. Die Schreie von Ertrinkenden.
    Die „General Slocum“, ein Ausflugsdampfer, war auf dem Weg nach Long Island. An Bord befanden sich hauptsächlich Familien aus New Yorks Deutschenviertel „Little Germany“.
    Über 1.000 Deutsche finden an diesem Frühsommertag den Tod, ertrinken, verbrennen oder werden von den Schaufelrädern zerquetscht.
    Die Katastrophe markiert das Ende von „Kleindeutschland“ - die deutsche Gemeinde in der Lower Eastside von New York wird sich davon nie mehr erholen.
    „Little Germanys“ blühen überall in den Staaten in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Ob Geschäfte, Schulen oder Kirchen - alles ist in diesen Vierteln in deutscher Hand.
    Mehr als 70.000 Deutsche leben in Little Germany, New York. Ellis Island ist die zentrale Einwanderungsstelle. Die Neuankömmlinge sind überwiegend einfache Handwerker, die billig wohnen,
    hart arbeiten und sparsam wirtschaften. Die Steinwegs gründen drei Jahre nach ihrer Ankunft in New York „Steinway & Sons“ und lassen sich mit ihrer Firma in Manhattan nieder.
    Alle Kinder arbeiten im Familienbetrieb. Sie entwickeln den Steinway-Flügel, erhalten zahlreiche Patente, ihre Instrumente erlangen Weltruf.
    Auf der anderen Seite die Familie Gumpertz, die verzweifelt versucht, ihrem Elendsquartier in „Kleindeutschland“ zu entkommen.
    Überfüllte Wohnungen ohne Sanitäranlagen lassen Tuberkulose, Typhus und Cholera grassieren. Am 17. Oktober 1874 wartet Nathalie vergeblich auf ihren Mann. Julius kehrt nie mehr zurück.
    In diesen harten Zeiten begehen viele Männer Selbstmord oder tauchen unter, weil sie das Leid ihrer Familie nicht mehr ertragen können.


    Ein Volk wird unsichtbar 4/4 auf PHOENIX am Donnerstag 14. April wieder um 21:00 Uhr :!:
    "Deutsche in Amerika"


    Die Deutsch-Amerikaner bilden zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine der wichtigsten ethnischen Gruppen in Wirtschaft, Finanzen, Bildung, Forschung und Landwirtschaft.
    Mit Sorge wendet sich ihr Blick jetzt auf die alte Heimat. Der Zweite Weltkrieg bedroht auch sie, anti-deutsche Propaganda heizt die Kriegsstimmung an und sorgt in Amerika für Intoleranz und Hass.
    Es sind die gleichen Muster, die schon während des Ersten Weltkriegs Deutsch-Amerikaner unter Druck setzten: Alles Deutsche wird aus der amerikanischen Sprache verbannt.
    Deutsche Namen werden amerikanisiert, deutsche Kultur verschwindet aus dem öffentlichen Leben. Während beider Weltkriege versuchen die Deutsch-Amerikaner ihre Identität zu verbergen.
    Viele werden als Spione verdächtigt - so auch Max Ebel, der sich in Amerika freiwillig zum Kriegsdienst meldet, aber wegen seiner Mutter nicht in Europa eingesetzt werden will.
    Das wird ihm zum Verhängnis. Er wird verhaftet und für viele Monate interniert. Die USA legen erstmals in ihrer Geschichte Einwanderungsquoten fest,
    seit die Massenflucht aus Europa Amerika erreicht hat. Das renommierte jüdische Ärzteehepaar Nathorff aus Berlin hat Glück und darf bleiben. Beinahe mittellos kommen sie in New York an,
    das sich rasant zum größten Flüchtlingslager der USA entwickelt. Hertha Nathorff, einst gefeierte Leiterin einer Kinderklinik in Berlin, hat das Drama ihrer Vertreibung
    in einem erschütternden Tagebuch aufgezeichnet. In New York muss die Chefärztin als Putzfrau und Barpianistin jobben, finanziert ihrem Mann das Studium und darf selbst
    in Amerika nicht als Ärztin praktizieren. Nach Kriegsende dauert es noch Jahrzehnte, bis sich das Verhältnis zu den Deutsch-Amerikanern normalisiert.
    Heute sind sie vollkommen im „Meltingpot“ aufgegangen.
    Quelle: http://reisebuch.de/usa/aktuell/tv_programm.html


    Viel Spaß beim sehen :thumbup: , Servus, klaus54 :chill:

  • Das ist bestimmt total interessant.


    In Hamburg gibt es ja auch die Ballinstadt, ein großes Museum über die Auswanderung.
    Und auf der Cap San Diego die Dauerausstellung "Ein Koffer voller Hoffnung", die mich vor einigen Jahren sehr berührt hat.
    Wie muss das Leben hier gewesen sein, dass man sich entschließt, alles hinter sich zu lassen und nur mit einem Koffer auf einem dunklen Zwischendeck die Reise ins Ungewisse anzutreten?
    Die wenigsten Auswanderer hatten wohl Geld für die komfortableren Klassen.
    Und wer hatte in der Schule schon Englisch gelernt?


    Ich glaube, wir können uns heutzutage so etwas auch nicht annähernd vorstellen.
    Kaum vorstellbar ist ja, dass wir vor einigen Jahren bestenfalls mit Traveller Schecks, Straßenkarten und Reiseführer in Buchform gereist sind, während wir uns kaum noch ohne Notebook, Navigationsgerät und Kreditkarten in doppelter Ausführung lostrauen.

  • habe ich auch besucht - Gruene und New Braunfels (sic!) sind Orte im Grünen - gar nicht so wie man sich als naiver Fremder Texas vorstellt ...


    Allerdings ist nicht mehr viel von der deutschen Tradition zu sehen, trotzdem sehr schöne Ecke ...

  • Hab mir gestern den ersten Teil angeschaut, war doch sehr interessant :thumbup: und wie "Lucy" schon schrieb, kann man sich kaum vorstellen,
    was die Auswanderer da auf sich genommen haben und wie ja gestern auch berichtet wurde, wie dann die Überfahrtskosten dort eingetrieben wurden :!:
    Teilweise wurden die Kinder verkauft und mussten diese Kosten der Familie abarbeiten :thumbdown: Aber andersrum wieder schön, das deutsche Tugenden immer noch in manchen
    Gemeinden hochgehalten werden :bravo:


    Heut Abend um 21:00 Uhr der zweite Teil: "Deutsche in Amerika" :wow:


    Servus, klaus54 :chill:

  • Dies passt ja auch ganz gut zum gestrigen Zweiten Teil der Sendung: "deutsche in Amerika"


    Der Anteil der deutschen Einwanderer am amerikanischen Bürgerkrieg wird noch immer unterschätzt. Doch nicht wenige brachten es in der Armee der Nordstaaten bis zum General.
    In St. Louis sicherten sie "einen der besten Erfolge des ganzen Krieges" :!:


    Vor genau 150 Jahren erlebten die Vereinigten Staaten von Amerika die größte Katastrophe ihrer noch jungen Geschichte: die Abspaltung des Südens von der Union
    und den Kampf der Nord- gegen die Südstaaten. Es ging um nicht weniger als die Existenz der USA. Insgesamt starben im Bürgerkrieg von 1861 bis 1865 mehr amerikanische Soldaten
    als in allen folgenden Kriegen der USA zusammen. Weitgehend unbekannt ist die Rolle der deutschstämmigen Teilnehmer dieses Krieges.


    Ihre Geschichte beginnt mit der deutschen Revolution von 1848 - die bereits im folgenden Jahr mit der Zerschlagung der Badischen Republik zu Ende geht.
    Viele Teilnehmer fliehen über den Atlantik. Von 1852 bis 1854 gehen rund 503.000 Deutsche in die USA, etwa 5 Millionen sind es im gesamten 19. Jahrhundert :thumbup:


    die ganze Story: :wow:http://www.n-tv.de/politik/Deu…krieg-article3078481.html


    In den Südstaaten bildeten Deutsche die stärkste Gruppe der Unionstreuen und mussten deshalb Verfolgung und Tod erleiden, besonders in Texas.
    Laut Volkszählung von 1860 lebten in den USA 1.276.075 geborene Deutsche. Während der vier Kriegsjahre kämpften etwa 216.000 deutsche Einwanderer als Soldaten im Unionsheer.
    Unter den Freiwilligen, die es zum Teil bis zum General brachten, waren einige Berühmtheiten der Revolution von 1848: Friedrich Hecker, Gustav Struve, Peter Joseph Osterhaus,
    Franz Siegel, August von Willich und Carl Schurz. Wegen der militärischen Ausbildung und Erfahrung der Deutschen bildeten ihre Einheiten geradezu das Rückgrat der Unionsarmee.
    In den Regimentern mit deutscher Mehrheit war die Kommandosprache häufig Deutsch :super:


    freu mich nach den total interessanten beiden bisher gesendeten Folgen, schon auf den heutigen dritten Teil: 21:00 Uhr auf PHOENIX :thumbsup:


    Servus, klaus54 :chill: