Ich war auch erst ein Mal im Yellowstone, aber dafür gleich eine ganze Woche! Von daher freut es mich, ein paar Tips geben zu können. Und mit 5 Tagen kann man auch schon ordentlich was anfangen!
Also, ich verstehe das richtig, daß Ihr folgende Übernachtungen geplant habt: 1 Nacht Canyon, 1 Nacht Mammoth, 3 Nächte Madison?
Dann gehe ich mal einzeln durch:
Zitat
18.8. Abfahrt aus Cody,WY Richtung Yellowstone über Lake Yellowstone mit
Muc Volcano - Upper Falls - Grand Canyon of Yellowstone - bis zum
Canyon Campground.
Hier gäbe es die Möglichkeit im NP eine Lamar Valley Tour ab 4pm zu
buchen... keine Ahnung ob das nach dem Tag noch möglich bzw. sinnvoll
ist?? Reizen würde es uns schon.
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Wenn Ihr über den Osteingang reinfahrt, empfehle ich den Abstecher zum Lake Butte Overlook. Ein hübscher Blick über den Yellowstone Lake als netter Auftakt. Beim Steamboat Point habt Ihr dann die ersten kleinen vulkanischen Dämpfe. In Fishing Bridge könntet Ihr einen kurzen Stop am klassizistischen Lake Hotel einlegen.
Mud Volcano ist nicht so farbenprächtig wie andere Thermalgebiete, eher grau und braun. Es ist aber trotzdem sehr spannend, wie es da dampft und blubbert.
Die Tour um 16.00 Uhr würde ich nicht buchen. Das ist sicher interessant, aber man weiß im Yellowstone nie, ob irgendwas spannendes viel Zeit braucht. Sei es, daß man einem Bären begegnet, sei es, daß nach einem Spaziergang ein Bison neben dem Auto steht und da auch länger stehenbleibt. Alles wunderbar, aber nicht, wenn man noch einen Termin kriegen muß.
Und wenn am Ende des Tages wirklich noch Zeit übrig sein sollte: Am Canyon gibt es genug Aussichtspunkte, Spaziergänge, kleine Wanderungen. Uns hat z.B. die Tour zu den Brinks of Lower Falls sehr gut gefallen. Auch Artists Point könntet Ihr Euch an diesem Tag evtl. schon anschauen.
Zitat
19.8. Hyaden Valley - Artist Point - Mt Washburn - Mammoth Hot Springs.
Am Abend machen wir dieses Cookout bei der Roosevelt Lodge mit (das wünschen sich die Kids).
Durch das Hayden Valley seid Ihr doch am Vortag schon durchgefahren. Das gilt zwar als einer der besten Plätze für Tierbeobachtungen, aber landschaftlich ist es nicht spektakulär. Ob es lohnt, da noch mal hinzufhren, solltet Ihr die Ranger fragen. Ansonsten ist auf der Route der Tower Fall Pflicht, ebenso der Petrified Tree. Außerdem könntet Ihr – wenn Ihr die Zeit habt - vor dem Cookout von Roosevelt aus noch ins Lamar Valley fahren und nach Tieren schauen.
Es interessiert mich übrigens sehr, ob dieses Cookout lohnt und wo man da hinfährt. Wäre schön, wenn Ihr hinterher berichtet!
Überlegenswert wäre noch folgende Alternativ-Planung:
Am 18.8 über den Chief Joseph Scenic Byway (WY 296) zum Nordosteingang, durchs Lamar Valley und über den Dunraven Pass nach Canyon. Dann habt Ihr Dunraven zwar doppelt und Euch entgeht am 19.8 evtl. Mud Volcano, aber Ihr habt den schönen
Chief Joseph Scenic Byway mit drin. Nur eine Überlegung.
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20.8. Firehole Canyon - Fahrt zum Madison Campground (chkin) - Grand Pirsmatic, Morning Glory, Biscuit Basin
Da Ihr am Vortag ja nach dem Cookout erst spät in Mammoth ankommt, solltet Ihr am Morgen erst mal die Sinterterrassen anschauen. Für den vorgeschlagenen Abstecher zum Nordeingang dürfte eher keine Zeit bleiben. Auf dem Weg nach Madison gint es dann einige schöne Geothermalgebiete: Norris, Artists Paintpot und Monument Basin. Alle werdet Ihr nicht anschauen, aber sucht Euch was aus. Wahrscheinlich bleibt an diesem Tag auch keine Zeit mehr, weiter nach Süden zu fahren für Grand Prismatic, Morning Glory und Biscuit Basin. Evtl. reicht es noch für den Firehole Canyon Drive, wo es auch einen der wenigen Stellen gibt, wo man im Park schwimmen darf.
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21.8. Old Faithful + Lodge anschauen
Das ist aber kein tagesfüllendes Programm! Der Old Faithful liegt ja im Upper Geysir Basin, da könnt Ihr locker noch durch dieses Gebiet spazieren, evtl. sogar bis zum Morning Glory Pool und zurück.
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22.8. Grant Village, West Thumb Geysir Basin, Upper Geysir Basin ==>
oder paßt das besser auf der Fahrt aus dem Yellowstone Richtung Teton??
West Thumb würde ich an diesem Tag nicht machen, sondern auf jeden Fall Grand Prismatic sowie Morning Glory (falls nicht schon am Vortag geschafft). Außerdem stehen in der Ecke Biscuit Basin, Black Sand Basin, Firehole Lake Drive, Firehole Canyon Drive, Fairy Falls, Lower Geysir Basin oder ein weiterer Besuch im Upper Basin zur Auswahl.
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Hier kommt Ihr am West Thumb Basin ja praktisch vorbei. Das braucht auch nicht so viel Zeit, da es recht klein ist. Aber ein paar Quellen sind dort in der Tat einen Blick wert. Nehmt Euch sonst an diesem Tag aber nichts mehr vor im Yellowstone, denn auch der Grand Teton hat ein paar spektakuläre Stellen: Wir sind auf den Signal Mountain gefahren, toller Blick auf den Park. Dann zum Jenny Lake und weiter zur Chapel of the Transfiguration, die für uns der Höhepunkt dieses Nationalparks war. Mormon Row und Schwabacher View haben wir nicht geschafft, wären aber sicher auch einen Besuch wert, das ist Eure Wahl.
Noch ein paar allgemeine Tips:
Am Eingang erhaltet Ihr wie in Nationalparks üblich eine Zeitung und eine Karte. Letztere ist aufgrund der Größe des Parks aber recht ungenau. Man kann aber für wenig Geld in den Besucherzentren Detailkarten von Canyon, Mammoth, Norris, Lower Basin, Upper Basin, West Thumb und Mud Volcano erwerben, auf denen auch Informatives zu den einzelnen Geysiren und Quellen steht. In den anderen Gebieten wie z.B. Grand Prismatic oder Artists Paintpot sollte man auch ihne Karte klarkommen, da es nur einen kurzen Weg gibt. Und die teureren Topographischen Karten braucht man nur bei Wanderungen ins Hinterland oder bei starkem Interesse an der Geographie des Parks.
Im gesamten Nationalpark gibt es weder Internet noch Fernsehen noch Radio. Dafür aber finden in den Hotels Klavierkonzerte und Vorträge über den Yellowstone statt, was uns sehr gefallen hat.
Das Preisniveau ist etwas höher als außerhalb des Parks, aber noch kein Wucher. Also in Cody durchaus noch mal volltanken und Lebensmittel einkaufen, aber man kann in den Hotels im Park das Frühstücksbuffet durchaus in Anspruch nehmen und verarmt auch nicht, wenn man im Park eine Tankstelle nutzen muß. Und in den Läden findet Ihr auch tolle Spielsachen, von Stofftieren bis zum Tier-Memory. Für Spiele, wo man die englische Sprache für braucht, dürften Eure Kinder ja noch zu jung sein.
Zur weiteren Information und um die Vorfreude noch zu steigern: Der nps hat eine Reihe von Kurzfilmen veröffentlicht:
http://www.nps.gov/yell/learn/photosmultimedia/videos.htm