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klaus54

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Sonntag, 17. Juli 2016, 16:42

Auf den Spuren von „Vom Winde verweht“ unterwegs in Georgia

Das Gerücht hält sich hartnäckig: Madison sei einfach zu schön gewesen, um zerstört zu werden – selbst für General Sherman. Unter seiner
Führung hinterließen die Yankees im amerikanischen Bürgerkrieg eine Spur der Verwüstung. Nur Madison, mit 4400 Einwohnern irgendwo im Nirgendwo
zwischen Atlanta und Savannah, wurde von den Truppen verschont – und ist deshalb noch heute als holz- und steingewordene Südstaatenromantik
Pilgerziel für „Windies“ aus aller Welt :super: Die „Schönste Kleinstadt Amerikas“ liegt am 160 Kilometer langen Ante­bellum Trail, mit prächtigen Villen aus
der Zeit vor dem Bürgerkrieg, zwischen den Orten Athens und Macon. Vielleicht hatte Margaret Mitchell hier die Idee, dass Scarlett sich ein Kleid aus Gardinen
schneidern soll – die Einrichtung des ehrwürdigen Boxwood Hauses legt das nahe. Vielleicht aber auch nicht. Denn das „Vom Winde verweht“, das alle suchen,
die Nostalgiker und Romantiker, die Leseratten und Kinofans, das liegt genau hier, inmitten der endlosen Weiten Georgias. Kopiert wurde alles, was im
alten Europa für Glanz und Glorie stand: Pompöse Häuser mit griechischen Säulen, gotischen Ornamenten und viktorianischen Geländern stehen auf
riesigen Grundstücken, deren Zufahrten von Pekannussbäumen flankiert sind. Flaggen säumen die Straßen. 1860, ein Jahr vor dem Bürgerkrieg, flanierten hier
noch 3000 Gentlemen und Ladies, während 7000 Sklaven in ihren Stadthäusern schufteten. Madison scheint immer noch der alte Südstaatenwind zu wehen.... ?(
Gentlemen stoppen ihre Trucks für Ladies, die ohne Eile die Straße überqueren. Abends trifft man sich in alter Picknicktradition mit Liegestühlen im Kleinstadt-Open-Air-Kino,
der Museumsführer ist natürlich Missionarssohn, vor dem kleinen Seniorenwohnheim fächeln sich betagte Damen Luft zu, für einen kleinen Plausch ist immer Zeit.
Und die legendäre Gastfreundschaft der Südstaatler lebt in den prächtigen Herrenhäusern fort, die teils als historisch möblierte Bed-and-Breakfast-Unterkünfte dienen.
Ein Viertel der Touristen kommt aus Übersee. Einige Gäste des Georgian Terrace Hotels in Atlanta behaupten, der Geist von Clark Gable gehe noch heute in
Zimmer 221 um, wo der Schauspieler zur Filmpremiere gewohnt hat.

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Servus, klaus54 :chill:
Beste Grüße aus MUC, vom "Stern des Südens" :love:

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Montag, 18. Juli 2016, 08:12

Das Gerücht hält sich hartnäckig: Madison sei einfach zu schön gewesen, um zerstört zu werden
Sozusagen das Heidelberg der Südstaaten.

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